Wenn man sich die von bekannten deutschen Onlinezeitungen über Google geschriebenen Artikel der letzten Zeit anschaut, bekommt man immer öfter den Eindruck, die Berichterstattung über den Internetriesen wäre nicht mehr objektiv. Egal was Google macht, sei es ein Statement gegen die Internetzensur in China oder das Sammeln von Millionenspenden für Haiti, kurze Zeit später wird dem Unternehmen erneut bloßes Interesse an unseren Daten nachgesagt…
Hauptkritikpunkte gegenüber Google ist dessen Monopolstellung im Suchmaschinensektor bzw. Bereich der Anzeigenvermarktung sowie deren Datenschutzpolitik. Um die Anzeigenvermarktung weiter lukrativ zu gestalten, ist das Unternehmen auf immer mehr Informationen seiner Nutzer angewiesen. Insbesondere letzter Punkt wird gerne genutzt, dass Geschäftgebaren von Google zu kritisieren und die Notwendigkeit der Existenz eines derartigen Monopolisten in Frage zu stellen.
Wer sich mit der Materie Internet etwas auskennt, der weiß, dass nicht Google schuld an der momentanen Misslage der Verlagshäuser ist, sondern die Internetnutzer, welche nicht länger ihre Informationen von einigen wenigen Quellen vorgesetzt haben möchten, sondern sich aktiv an der Informationsbeschaffung bzw. -generierung beteiligen wollen, die deutsche Medienlandschaft ins Wanken gebracht haben.
Wäre letzte Tatsache nicht schon Grund genug, die dauernde Kritik am künstlich geschaffenen Sündenbock Google zu unterlassen und sich zukunftorientiert mit den Gegebenheiten einer sich im Wandel befindlichen Informationsgesellschaft auseinander zu setzen, schlägt man weiter auf das Unternehmen ein und weiß als Lösung für die Misere nichts Besseres, als es dem Internetgiganten gleich zu tun.
Ist die Berichterstattung über Google noch objektiv?
- Nein (77.0%, 75 Votes)
- Ja (23.0%, 22 Votes)
Total Voters: 97
Während Hubert Burda sich kürzlich auf dem Zukunftskongress `Digital – Life – Design´ erneut über die `lousy pennies´ der via Google generierten Einnahmen durch Internetwerbung beschwert hat, hat die EU-Kommision dieser Tage ein Joint-Venture von G+J EMS (Bertelsmann), IP Deutschland (RTL/Bertelsmann), SevenOne Media (Pro7Sat.1) und TOMORROW FOCUS (Burda) zugestimmt. Mit einer gemeinsamen Reichweite von 75% der deutschen Internetnutzer (!) will man auf Basis anonymisierter Nutzerprofile Internetwerbung zukünftig nicht mehr abhängig von Google, sondern unter dem Namen `AdAudience´ zielgruppenorientiert selbst an den Verbraucher bringen.
Ein starkes Stück, bei einem derartigen Vorhaben Googles Monopolstellung weiter zu kritisieren, sollte es hierbei jedoch letztendlich nur darum gehen, Google die Werkzeuge (IP-Speicherung) zur nutzerorientierten Auslieferung von Werbeanzeigen zu nehmen und damit das eigene, lediglich zielgruppenorientierte Geschäftsmodell konkurrenzfähig zu machen, dann haben wir es bei anfangs beschriebenen Negativmeldungen bekannter Onlinezeitungen mit einer gezielten Stimmungsmache deutscher Medien gegen Google zu tun!
Ob die Kritik an Google gerechtfertig oder tatsächlich längst nicht mehr objektiv ist, möchten wir mit Hilfe oben dargestellter Umfrage von Euch wissen. Was meint Ihr, könnte es tatsächlich sein, dass unsere bekanntesten Zeitungen derzeit gemeinsam gegen Google publik machen um letzten Endes nur ihre eigenen Interessen durchzusetzen?
Eure SEO-united.de Blogger
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“…dass unsere bekanntesten Zeitungen derzeit gemeinsam gegen Google publik machen um letzten Endes nur ihre eigenen Interessen durchzusetzen…” …ist ganz klar das Ziel, getrieben von Neid und Gier.
Schön das ihr das Thema aufgegriffen habt.