Das gestrige PageRank Update hat für auffallend wenig Aufregung gesorgt. Um die Stimmung innerhalb der Szene mitzubekommen, eignet sich ein solches Update allerdings noch immer recht gut. Beliebte Barometer in diesen Stunden sind die Frequenzen der PR-Tools und die Qualität sowie Quantität der Blog- und Forenpostings.
Letztere enden zumeist in Endlosdiskussionen um das Thema Wertigkeit von PageRank und wie lange es diesen wohl noch geben wird. Aber nicht nur bei Diskussionen rund um den PageRank, sondern auch generell, lässt es sich eines besonders beobachten: Der Rankingprozess als solcher wird immer mehr personalisiert.
Google hat mich nicht mehr lieb, der Crawler hat schlechte Laune oder der GoogleBot besucht mich zu selten, sind nur einige Sprüche aus dem Portfolio eben dieses Anthropomorphismuses. Auch wenn dieses Phänomen durchaus üblich ist, wir fahren schließlich seit Jahren mit unseren Brunos, Bärbeln, Gabis oder Mannis zur Arbeit, macht es dennoch wenig Sinn die Schritte der Relevanzbewertung in einen Topf zu werfen und dem Rankingprozess menschliche Züge anzudichten.
Auch wenn die Entwickler bekannter Suchmaschinen sicherlich an einer Art künstlich intelligentem Algorithmus arbeiten, so sorgen derzeit noch manuelle Eingriffe für das Salz in der Suppe. Der Algorithmus beruht derzeit allein auf mathematischen Formeln, denen Eigenschaften wie Sympathie oder Antipathie nicht bekannt sind. Es gibt keinen mathematischen Zufall.
Eine Ursache des Anthropomorphismuses vieler SEOs in Bezug auf Google dürfte das fehlende Hintergrundwissen an der ein oder anderen Stelle sein. Viele scheinen gar nicht zu wissen, aus welchen Bausteinen der Rankingprozess eigentlich besteht, wie sich diese zusammenfügen und was der viel umsponnende GoogleBot eigentlich so macht.
Anstatt sich hierüber zu informieren, verbringen sie ihre Zeit damit, Backlinks zu überprüfen, zu analysieren und zu bewerten. Dabei dürfte es einfacher sein, der Coca-Cola Rezeptur auf den Grund zu kommen als diese Aufgabe auch nur annäherungsweise zu meistern. Das Thema Backlinks bleibt eine Gleichung mit zu vielen Unbekannten und die gezogenen Schlüsse sind und bleiben sehr oft falsch.
Um dem Dilemma zu entgehen, kann ich jedem nur raten, sich mit den technischen Grundpfeilern der Suchmaschine Google zu befassen. Dadurch fällt einem vieles leichter und man kann die Dinge oft gelassener sehen. Um den täglichen Spaß an der Arbeit nicht zu verlieren ist es natürlich durchaus legitim dem GoogleBot menschliche Züge zuzuordnen…
Constantin





























Jetzt wäre es natürlich cool wenn du uns die Arbeit abnimmst und deine Kenntnisse über technischen Grundpfeiler kundtust. lg
Hallo Chris,
gute Anregung für einen weiteren Post! Werde ich auf jeden Fall nachliefern.
Liebe Grüße,
Constantin
P.S.: Erstaunlich, wie schnell manche Leute hier die Beiträge lesen.
Abakus geschädigt!?
“wir fahren schließlich seit Jahren mit unseren Brunos, Bärbeln, Gabis oder Mannis zur Arbeit” – Häää? Nachbarn? Ehegattin? Pferde? oder was’? Nennst Du Dein Fahrrad Gabi? Falls ja, bist Du ja genau der Richtige für diesen Post
Aber Du hast natürlich Recht. Dieser Hype ist vermutlich genau der Grund, warum es den PR überhaupt noch gibt. Er interessiert halt viele, weil er so schön simpel scheint…
Hallo,
meiner Meinung kann zu viel `Nüchternheit´ auch manchmal schaden. Ich sage immer, solange Onkel Google noch an seiner Kurbel dreht, ist die Welt noch in Ornung
Grüße
Gretus
Für mich ist Google ne Tante
Schätze, für Psychologen sind wir jetzt ein Buch aus Glas…