Die Strategie der Suchmaschine Google, den PageRank einer Webseite als alleiniges Beurteilungskriterium zu entkräften, scheint langsam aufzugehen. Im Vergleich zu früheren Updates lässt das Interesse unter den Webseitenbetreibern immer mehr nach. Wo früher noch unzählige Beiträge in einschlägigen Foren bzw. Weblogs veröffentlicht wurden, hält sich die Resonanz nun doch in Grenzen…
Generell ist dieses eine positive Entwicklung, wird nun auch dem einfachen Webmaster klar, dass man die Qualität einer Webseite nicht ausschließlich an einem kleinen Balken festmachen kann. Dennoch sollte man das kürzlich stattgefundene Update noch einmal reflektieren, da der Verlauf doch einige Rückschlüsse auf die aktuell von Google gelegten Prioritäten zulässt.
Fakt ist, Google versucht weiter mit aller Macht gegen den Linkhandel vorzugehen und ist mit dem kürzlichen Update in dieser Hinsicht meiner Meinung nach einen gehörigen Schritt weiter gekommen. Der Algorithmus der Suchmaschine scheint nun relativ sicher echte von unechten Links unterscheiden zu können. Entsprechende Unterseiten, sowie einmal mehr Webkataloge und Artikelverzeichnisse sind bei diesem Update erneut abgestraft worden.
Internetpräsenzen, welche offensichtlich nur den Sinn haben, den eingetragenen Webseiten einen Backlink zu bescheren, wurden bereits bei den vergangenen Updates erkannt und zu großen Teilen abgestraft. Es ist davon auszugehen, dass Google auch die bislang noch nicht betroffenen Webseiten vorgemerkt hat und deren PR ebenfalls nach und nach herab setzen wird.
Neu bei diesem Update ist die Genauigkeit, wie Google unechte Links innerhalb einer Internetpräsenz erkennt. Über den bloßen Abgleich der Url oder des Linktextes (z.B. Partner, Linkpartner usw.) scheint der Algorithmus längst hinaus zu sein. Mittlerweile scheint die Position auf einer Webseite selbst, die Herkunft des Links (z.B. aus dem Footer) sowie die thematische Relevanz innerhalb des Contents immer mehr eine Rolle zu spielen. Das Resultat ist, dass fast alle in erster Linie für den Tausch bzw. Verkauf angelegten Unterseiten erkannt und entsprechend herab gestuft worden sind.
Natürlich ist dieses nur meine persönliche Beobachtung, resümierend muss man aber sagen, dass Google nach wie vor alles daran setzt, den Linkhandel bzw. Linktausch weiter einzudämmen. Viele Webseitenbetreiber sehen dieser Entwicklung noch gelassen entgegen, da die Suchergebnisse sich in den letzten Monaten kaum verändert haben.
Sehr wahrscheinlich jedoch, wird sich die Entwicklung irgendwann auch auf die Serps auswirken. Sich lediglich den neuen Entwicklungen anpassen, z.B. einfach auf die letzten noch mit einem PR versehenden Webseiten umzuschwenken, weitere Contentseiten anzulegen, die Themenrelevanz einer Verlinkung außen vor zu lassen oder auch zukünftig hauptsächlich reziprok zu verlinken, wird schon bald nicht mehr reichen, um weiter ganz oben mitzuspielen.
Google wird wahrscheinlich schon jetzt immer wieder Testreihen unter Berücksichtigung der neuen Linkbewertung fahren. Wenn diese einigermaßen zufrieden stellend sind, wird es ein größeres Update geben. Genauso wie Google mittlerweile unechte Links relativ gut erkennen kann, wird der Algorithmus auch eine für den Besucher sinnvoll verknüpfte Seite erkennen und spätestens dann entsprechend aufwerten…
Gretus
P.S.: Stay tubed
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Teilweise kommt google seinem Ziel schon näher, teilweise aber auch nicht. Goggle möchte, so weit ich das verstanden habe, verhindern dass Links nur als echte Empfehlung gesetzt werden. Das geschah noch vor einiger Zeit bei den meisten Seiten mit einer Unterseite “Links” von der aus auf alle möglichen Seiten verlinkt wurde die der Webmaster halt gut fand.
Mittlerweile sind solche Unterseiten komplett aus dem PR herausgenommen, obwohl immer noch die Mehrzahl aller Seitenbetreiber dort tatsächlich Empfehlungen ausspricht. Bei einer meiner Seiten ist das beispielsweise so, auf einer separaten Unterkategorie verlinke ich zu Kollegen aus meiner Branche, da ich selbst vorwiegend regional tätig bin und meine Kunden somit auch Berater in anderen Weltgegenden finden können.
Google scheint diese Links für gekaufte oder getauschte Links zu halten. Die Erkennung scheint also doch nicht so gut zu sein wie geplant.
Gerhard Zirkel
[...] Content-fernen Seiten spielen bei der Berechnung des PageRanks eine immer kleinere Rolle. Laut SEO-United soll Google schon so weit sein, dass der Inhalt der Seiten, welche durch einen Link verknüpft [...]
Habe einige Partnerseiten, die nach dem Update von PR0 auf PR3 geklettert sind. Es befinden sich auch nur max. fünf ausgehende Links auf der Seite. Ich werde es mal so belassen und sehen was Google eines Tages damit macht.
Tja, wie mir scheint, wird eine natürlich entwickelte Linkstruktur von Google mehr und mehr belohnt. Das wilde optimieren vieler um des PR willen scheint sich – in vielen Fällen – nicht gerade bezahlt gemacht zu haben. Der Google Algorithmus wird mit der Zeit ebend doch immer ausgereifter. Unser Eindruck: Kunden-Seiten für die wir (in der Vergangenheit) in Punkto “Aufbau von Linkpartnerschaften” reichlich wenig gemacht habe, sind plötzlich mit einem kleinen PR-Sprung belohnt worden. Insofern kann ich nur Gretus Beobachtungen bestätigen…
Kann die Entwicklung auch bestätigen, allerdings finde ich es wie mein Vorredner Gerhard nicht gut Seiten auf denen 5-6 Linkempfehlungen stehen, die vielleicht mit dem eigentlichen Content nichts zu tun haben, abzustrafen, obwohl diese Links wirkliche Empfehlungen sind. Aber ist ist wohl sehr schwierig wenn nicht unmöglich dies zu bewerkstelligen!
Problematisch dürfte das ganze werden, wenn auf privat geführten Seiten (z.B. Blogs) der Webmaster bzw. Blogger einfach nur persönliche Linkempfehlungen gibt, die natürlich mit dem Thema seiner Seite nichts zu tun haben. Solange es dabei nur um eine PR-Abstrafung geht, ist das zu vernachlässigen. Sollten unrelevante Links irgendwann jedoch auch auf das Ranking Auswirkung haben, sieht das schon anders aus.