Wie auf googlewatchblog.de berichtet wurde, haben sich führende Datenschützer verschiedener Nationen mit einem offenen Brief an Eric Schmidt, CEO des Unternehmens Google Inc. gewand. Sie fordern Google und andere Internetunternehmen dazu auf…
- So wenig Informationen wie irgend möglich über deren Nutzer zu sammeln…
- Nutzer darüber aufzuklären, wie und wann personenbezogene Daten gesammelt werden…
- Standardeinstellungen so zu wählen, dass die Privatsspähre der Nutzer geschützt wird…
- Sicherzustellen, das Einstellungen zum Schutze der Privatsspähre leicht zu finden sind…
- Sicherzustellen, dass alle personenbezogene Daten angemessen geschützt werden…
- Nutzern die schnelle Löschung ihrer Konten bzw. Daten zu ermöglichen…
Die zumeist längst in den Datenschutzbestimmungen bekannter Internetunternehmen verankerten Forderungen sowie die erneute Kritik an Google Street View bzw. Google Buzz, lassen den Eindruck entstehen, als würde es den Initiatoren des Schreibens nicht um Einhaltung des Datenschutzes, sondern lediglich darum gehen, dem Image des Unternehmens Google zu schaden.
Schaut man sich den Umgang mit den Datenschutz von anderen Firmen, allen voran den von Facebook Inc. an, so kann man wirklich nur hoffen, dass die ewige Kritik an Google langsam ein Ende findet und man sich darauf konzentriert, wie man mit derartigen Unternehmen sinnvoll zusammenarbeiten kann, anstatt immer wieder nur zu versuchen, die natürlichen Veränderungen einer sich vernetzenden Gesellschaft durch teilweise sinnlose Forderungen aufzuhalten…
Gretus





























Grundsätzlich Zustimmung zur Bewertung. Zwar habe ich kein Facebook-Konto, aber was ich so über Facebook Inc. und deren Umgang mit dem Datenschutz gelesen habe, schlägt Google in der Tat um Längen.
Ich bin intensiver Nutzer von einigen Google-Diensten. Lediglich Google Analytics kommt mir definitiv nicht ins Haus, denn Besuchererfassung mit JavaScript ist m.E. viel zu ungenau und ich will keinem Dritten die Daten der Besucher überlassen.
Meines Erachtens ist das Medieninteresse genau das richtige. Was Google macht ist wichtig, aber Datenschutz ist auch ein Thema, wofür die Menschen sensibilisiert werden sollten.
Das Problem: Alle haben mehr oder weniger Recht, denn es geht nicht immer um das, was vielleicht faktisch bei Google an gemeinsamer Datenanalyse aus der Vielzahl an Quellen passiert oder eben auch nicht, sondern die ganze Diskussion wird von dem getrieben, was möglich wäre.
Da dagegen zu halten – vor allem vor dem Hintergrund des aktuellen Gegenwinds aus vielen Richtungen und weniger hilfreichen Aussagen des Herrn Schmidt – ist eben eigentlich kaum möglich. Das geht noch gaaaaaanz lange so weiter.
Ich staune doch immer wieder, wie unkritisch hier Google betrachtet wird. Es geht doch bei der Kritik nicht um das Unternehmen, sondern um das Problem, dass Google in absehbarer Zeit das Monopol auf dem Suchmaschinenmarkt haben wird und auch der wichtigste Freemail-Anbieter sein wird. Damit kontrolliert ein einziges Unternehmen die wichtigsten Informationsströme und hat Zugriff auf dier wichtigsten Daten. Dass man da ein gesteigertes Augenmerk drauf wirft, ist doch völlig verständlich und absolut berechtigt.
Und das Argument, dass Facebook datenschutztechnisch viel säuischer vorgeht, ändert doch nichts daran. Ausserdem: An Facebook komme ich als Internetnutzer noch vorbei, an Google nicht.
Hallo,
von Dir beschriebenes Augenmerk zielt jedoch darauf ab, selbst die Informationen zu kontrollieren. Politiker nutzen die Kritik an Google um ihre eigenen Belange durchzusetzen…
Grüße
Gretus
Meiner Ansicht nach, gibt es immer zwei Wege, gut, wenn nicht überall, dann aber in diesem Fall. Zum einen denke ich, dass Google, wie schön öfter angeführt, die Vormachtstellung übernimmt, allerdings nur ein kleiner Teil etwas sagt bzw. versucht darauf aufmerksam zu machen. Andererseits kann jeder der in der Lage ist Google aufzurufen, auch den “Datenschutz” (glaub so heißt es auf der Startseite) durchlesen. Dann kann man immernoch gegen Google wettern oder man sucht sich einen anderen Dienst.
Für SEO’s ist Google die wichtigste Suchmaschine. Ich jedenfalls lege mein Augenmerk auf Google und nicht etwa auf Bing, da wie wir alle wissen, die meisten User über Google suchen. Wenn ich nun anfange mich mit dem Datenschutz in so einer Weise auseinander zusetzen, dann empfehle ich, dass man das rote “X” rechts oben anklickt und anschließend das Internet abschaltet.
Bevor man den Browser öffnet, sollte man sich darüber im klaren, dass jeder einzelne Schritt spuren hinterlässt, überprüft werden kann und man mit jeder Angabe Daten über sich preis gibt. Wenn man nun alle Newsletter von jeder x-beliebigen Seite abonniert, dann soll man sich auch nicht wundern, wenn irgendwann der Werbewust zunimmt …
Ich stimme dem Gastbeitrag voll und ganz zu. Man kann diese neuen Entwicklungen nicht aufhalten und Twitter, Facebook, Google, etc. werden sich weiter entwickeln – so, oder so. Ich bin jedenfalls dafür.
Wer das Internet nutzt, sollte sich im klaren sein, dass er damit öffentliches Terrain betritt und wenn er etwas publiziert, so auch seine persönlichen Daten, dass diese eben öffentlich sind. Würde jemand in einer Zeitung etwas veröffentlichen, ist ihm doch auch klar, dass jeder, der die Zeitung kauft, lesen kann, was darin steht.