Die moderne Informationsgesellschaft in der wir heute leben, basiert – zumindest in weiten Teilen der Weltbevölkerung – auf Millionen von Rechenoperationen, durchgeführt von Google. Man könnte sogar die These aufstellen, dass die gesamte Effektivität der heutigen Gesellschaft signifikant von der Effektivität Googles abhängig ist. Je schneller Google rechnet und Suchanfragen beantwortet, desto schneller laufen auch die Prozesse in den Unternehmen ab.
Wir sind es gewohnt, dass Suchanfragen in der Regel in 0,2 Sekunden beantwortet werden, unsere Mails sowie Kalender blitzschnell zur Verfügung stehen und sogar neue Seiten innerhalb weniger Minuten indexiert werden. In unserer Freizeit schauen wir hunderte von Youtube-Videos oder blättern uns durch Google News. Die große Zuverlässigkeit Googles lässt uns kaum mehr einen Gedanken an einen möglichen Ausfall verschwenden.
Und so verlagern wir immer mehr unserer Arbeitsprozesse auf Projekte aus dem Hause Google. Auch viele Webmaster und Unternehmen hängen direkt oder indirekt vom Googletraffic ab. Bereits heute ist Google zu großen Teilen an der Wertschöpfungskette Internet beteiligt. Fällt Google komplett aus, ist anzunehmen, dass auch ein wichtiger Teil der Wertschöpfungskette still steht. Folglich spürt also jeder die Folgen eines solchen Komplettausfalls, egal ob kleiner User oder großes Unternehmen.
Um das Risiko eines Ausfalls zu minimieren, setzt Google auf Redundanz und baut millionenteure Datencenter quer über den Erdball verteilt. Fällt ein Datencenter aus, übernimmt ein anderes automatisch den Betrieb. Zusätzlich setzt man auf Cloud Computing, was zusätzlich die Ausfallsicherheit erhöhen soll.
Koordiniert wird der gesamte Datenfluss vollautomatisch über das GFS, das Google File System. Diese Software wurde bereits von Larry Page und Sergei Brin als Universitätsprojekt entwickelt und ständig verfeinert. Das GFS ist quasi das Betriebssystem von Google. Es stellt automatisch Speicherplatz, Rechnerkapazität sowie gesuchte Daten blitzschnell zur Verfügung. So werden Millionen von Computern verwaltet und miteinander vernetzt.
In meinen Augen kann das GFS inzwischen als die wichtigste Software der Welt angesehen werden, steuert sie doch im Wesentlichen unseren Zugang zu Informationen. Doch wie sicher ist diese Art der künstlichen Intelligenz?
Gelingt es beispielsweise Hackern das GFS zu manipulieren und eine Kettenreaktion in Gang zu setzen, könnte dies den Kollaps der gesamten Informationsstruktur bedeuten. Ich will an dieser Stelle nicht den Teufel an die Wand malen, aber dafür sensibilisieren, dass ein Komplettausfall vielleicht wahrscheinlicher ist, als viele denken. Und die Folgen wären bereits heute fatal.
Deswegen halte ich es für sinnvoll, so viele Daten wie möglich privat zu backupen und nicht 100prozentig auf das GFS zu vertrauen. Google zu nutzen, ist das eine. Auf Google zu bauen das andere.
Constantin
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Nunja, ich glaube nicht das es soweit kommt. Ich will mal behaupten: Wenn es Hacker gäbe, die das Zeug dazu haben, dann hätten sie es bereits getan. Also gibts entweder keine Hacker, die das schaffen, oder das GFS ist “unknackbar”. Mhhm, ist ja eigentlich das gleiche
Ich bin sicher, es gibt viele Leute, die das theoretisch schaffen bzw. viel rumlabern, aber es letztendlich trotzdem nicht können. Von daher: Google ist sicher.