Einem offiziellen Antrag an die amerikanische Börsenaufsicht SEC zufolge, planen die beiden Google Gründer Larry Page und Sergey Brin in den nächsten fünft Jahren Teile ihres Aktienbesitzes am eigenen Unternehmen zu verkaufen. Momentan halten beide zusammen 57,7 Millionen Anteile bzw. 59% der Stimmrechte. Geplant ist eine Reduzierung der Stimmrechte auf 48%…
Der bereits Ende letzten Jahres eingereichte Antrag besagt, dass Larry Page und Sergey Brin ihren Aktienbesitz um jeweils 5 Millionen Aktien auf zusammen 47,7 Millionen Anteile reduzieren möchten. Mit dann nur noch 48% der Stimmrechte wäre Google Inc. zumindest offiziell nicht länger unter Kontrolle von Page und Brin.
[...] Larry and Sergey currently hold approximately 57.7 million shares of Class B common stock, which represents approximately 18% of Google’s outstanding capital stock and approximately 59% of the voting power of Google’s outstanding capital stock [...]
[...] If Larry and Sergey complete all the planned sales under these Rule 10b5-1 trading plans, they would continue to collectively own approximately 47.7 million shares, which would represent approximately 15% of Google’s outstanding capital stock and approximately 48% of the voting power of Google’s outstanding capital stock [...]
Über Gründe für den geplanten Verkauf bzw. die dahinter stehende Intention, vermag ich mir bei Zahlen derartiger Größenordnung kein Urteil zu bilden, gut möglich aber, dass die beiden Gründer ihr Unternehmen nach außen ein Stück weit `demokratisieren´ wollen, während man zusammen mit den Aktien und den damit verbundenen Stimmrechten von Eric Schmidt das interne Führungszepter weiter fest in eigenen Händen weiß…
Gretus




























Naja also zurückziehen würde ich das nun wirklich nicht nennen. Sie geben halt ein paar Stimmrechte ab, wobei nicht mal gesagt wird an wen. (ihre Frauen?
) Und ihnen fehlen dann 2% + eine Aktie an der Mehrheit, das ist doch eher Augenwischerei und BWL-Schönrechnerei als wirklich ein Kontrollverlust oder dergleichen.
Hallo Max,
es geht auch darum, einen möglichen `Kontrollverlust´ mit den angekündigten 48% überhaupt erst zur Debatte gestellt zu haben. Man hätte ja auch sagen können, man behält zusammen weiterhin 51% der Stimmrechte. Da aber war wohl Eric Schmidt dagegen…
Grüße
Gretus
So lapidar sind die 2% keineswegs, die zählen mehr als man glaubt.
[...] Google-Gründer ziehen sich zurück [...]
Tatsächlich ziemlich interessant. Die Frage ist, ob das aus einer Not heraus geschieht – bzw. welcher? Normalerweise sagt man doch: “Never change a running system”. Also: wer spielt da gegen wen? Oder brauchen die beiden einfach Kohle? Kaum anzunehmen
Ein interner Machtkampf bei Google – zum Beispiel über die Nexus-Strategie oder Chrome OS – hätte sicherlich weitreichende Folgen. Spannend…
2% zählen halt 2%
Es kommt halt immer darauf an, wieviel des stimmberechtigten Kapitals vorhanden sind usw.
@Mißfeld Ich vermute weniger einen Disput als vielmehr eine Vorsichtsmaßnahme falls einem der beiden was passiert oder so und man mit einer großen Erbengemeinschaft eventuell eine gewisse Zeit nicht unbedingt handlungsunfähig aber gesellschaftsrechtlich gebremst aggieren müsste. Was im Internet als Unternehmen bekannterweise nicht gerade förderlich ist. Also ich vermute primär einen juristischen/steuerrechtlichen Grund.
Da bei sämtlichen Hauptversammlungen etc. sowieso nicht 100 % der Aktionäre anwesend bzw. vertreten sind, reichen auch 48 % zur Kontrolle aus.
Vielleicht wurden die beiden rausgemobbt?
In Anbetracht der Tatsache, dass sie gleichzeig mit der Bekanntgabe der Verkaufsabsicht zugesagt haben, bis mindestens 2024 bei Google zu bleiben, halte ich die Überschrift für etwas übertrieben reißerisch (um nicht zu sagen falsch).
Wie teuer ist den Google? Kann es wahr sein, dass eine Aktie so um 380,- EUR kostet? Dann kriegen die beiden 1,9 Mrd., nicht schlecht