Google Suggest wurde in erster Linie aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt. Durch die bei einer Anfrage gemachten Vorschläge werden die Suchvorgänge verkürzt und die Nutzer auf nicht selten in Bezug auf Google AdWords teure Ergebnisseiten geleitet…
Die von Google aufgrund des momentanen Suchvolumens bzw. der vorhandenen Ergebnisse generierten Vorschläge liefern immer wieder Grund für Diskussionen. Jüngst haben die Kollegen von The Next Web bzw. Search Engine Land darüber berichtet, dass auf google.com im Gegensatz zu anderen Religionen bei der Suchanfrage `Islam is´ keine ergänzenden Vorschläge geliefert werden.
Google selbst hat mittlerweile in einem kurzen Statement jegliche Vorwürfe der Zensur abgewiesen und erklärt, dass es sich hierbei um einen Bug, also einen simplen Fehler handelt. Wie überall gilt zwar auch hier das Motto `im Zweifel für den Angeklagten´, schaut man sich jedoch einfach einmal die gemachten Suggestions zu `Jesus is´ bzw. `Mohammed is´ an, so wird deutlich, dass eventuell doch einige Anhänger des Islam etwas gegen die in der Vergangenheit gemachten Vorschläge gehabt haben könnten und Google die Vorschläge zum Islam manuell entfernt hat (?)
Wieder einmal steht Google Suggest in der Kritik und wieder einmal muss man sich die Frage stellen, ob zum einen die gemachten Vorschläge meinungsbildend sind, und zum anderen womöglich gemachte Korrekturen oder auch auftretende Fehler eine Zensur darstellen?
Wir von SEO-united.de haben erst kürzlich über einige fragwürdige Vorschläge bei Google Suggest berichtet und würden gerne von Euch wissen, was Ihr über die dauernde Diskussion über bzw. die Funktion generell für eine Meinung habt? Sollte Google überhaupt alternative Suchvorschläge anbieten, sollten diese wenn zensiert werden oder wäre es nicht vielleicht auch besser, die Funktion wieder zu deaktivieren?
Eure SEO-united.de Blogger





























Ich persönlich glaube, daß dieses Thema eines ist, was viel deutlicher diskutiert werden müsste, vor allem gesellschaftspolitisch. Denn im Gegensatz zu einer ersten auf der Hand liegenden Vermutung, hier werde ja nur ein semantisches Database-Mining durchgeführt und für die (zugegeben manchmal auch lustigen) Ergebnisse könne die Datenbank ja nichts (meine Mutmaßung) ist es in Wahrheit aktives Handeln. Es sind absichtlich gemachte Vorschläge, die ein Ziel haben.
Nicht alles, was technisch geht, ist auch angemessen. Und gerade weil die Menschen in überwiegendem Maß die Konsequenzen ihres Handelns an den extremen Rändern (Beispiele aus dem Screenshot: “wie töte ich einen Menschen”, “sex mit ***) nicht überblicken können, ist es fatal, Ideen-Förderung zu betreiben.
Allerdings sehe ich da keinerlei Licht am Horizont. Politik versteht das Internet leider nicht.
Hallo Bernhard,
sehr guter Kommentar, kann ich mich nur anschließen. Hast Du Deinen Namen falsch geschrieben?
Grüße
Gretus
Name ist schon ok. Unique. SEO halt.
Das ist cool!
Angela Merkel ist …
Guido Westerwelle ist …
OH MANN!
Hallo @Brenrhad,
sehe ich das dann richtig, dass Du der Meinung bist, die doch etwas kuriosen Vorschläge von Google Suggest seien “von Hand” (also von Menschen) gesteuert?!?? Was für ein Ziel soll dann Google mit einem Vorschlag wie oben gezeigt wie “wie töte ich mich selbst” oder den andern sehr anstößigen Vorschlägen verfolgen? Wenn mittels Suggest eine Marke oder ein Keyword wie z.B. Kredit oder Versicherung erweitert wird, kann ich “ein Steuern” von Google zwecks Adwords ja noch verstehen, aber bei “töten”, sex mit ….”?
Aber was macht man nun mit Suggest? Befürworten kann ich diese nicht! Suggest wieder abschalten? Suggest von Menschen “zensieren” lassen? Vielleicht ein Filter wie bei SAPM-E-Mails. Bestimmte Wörter können doch ohne bedenken gespert werden. Gut, aber manche auch nicht! Wer steuert dann die Liste? Viele Fragen und nur wenige Antworten.
Mal eine andere Frage in die Runde: Lasst ihr euer Suchverhalten von Suggest beeinflussen? Oder tippt ihr einfach weiter?
Schönen Tag noch,
Euer Sluter
Morgen zusammen,
dass die Vorschläge in irgendeiner Art und Weise gesteuert ist aber klar, ich glaube ich erinnere mich gerade an einen Blogbeitrag, bei dem Screenshots mit Adwords-Anzeigen innerhalb von Suggest angezeigt wurden. Weis nur leider nicht mehr wo ich das gelesen habe.
Man kann über das Thema Zensur hier natürlich sehr kontrovers diskutieren. Zensuren dienen an dieser Stelle dazu unangenehme aber gleichzeitig realistische Abbilder der Gesellschaft unter den Tisch zu kehren. Das wäre bei Suggest dann genauso wie mit anderen brisanten Themen, die in den Medien einfach nicht erwähnt werden, weil sie für uns alle unangenehm sind und davon gibt es mehr als genug. Ich bin auf jeden Fall gegen Zensur. Auch aus praktischen Gründen, da ich Google Suggest aus Usersicht klar als Mehrwert empfinde.
Marcel
Man sollte diese Funktion wieder deaktivieren, weil so man selbst von seiner Suchanfrage manipuliert wird und nicht das sucht was man wirklich suchen möchte. So geht man solche Wege gleich im vorraus aus dem Weg.
Wirklich eigenartig, dass solche Sachen zugelassen werden. Gerade so Sachen wie Sex mit ***** oder Selbstmord Keywords sollten gesperrt werden. Google sollte erst gar nicht versuchen jemanden zu unterstützen, der sich selbst umbringen will.
Wenn man mal gesehen hat, was der arme Karikaturist aus Dänemark jetzt für ein Leben führen muss, könnte es doch schon sein, dass Google Angst hat, selbst Opfer solcher Angriffe zu werden. Vor Fanatikern zu kapitulieren finde ich extrem schwach.