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Google offenbart Schwächen

Google  |   |  , 17:03 Uhr  |  9 Kommentare

Noch bis vor einigen Jahren haben die Betreiber von Google stets behauptet, niemals manuell in die Ergebnisse ihrer Suchmaschine einzugreifen. Auf einer Veranstaltung in den USA hat Matt Cutts, Mitglied im Search Quality Team, gegenüber Danny Sullivan kürzlich nun bestätigen müssen, dass Google die Auswirkung einiger Algorithmen durch so genannte `Exception Lists´ aufhebt…

Like other search engines (including Microsoft’s Bing), we also use exception lists when specific algorithms inadvertently impact websites, and when we believe an exception list will significantly improve search quality. We don’t keep a master list protecting certain sites from all changes to our algorithms.

Um die Qualität der Suchergebnisse zu wahren, müssen die Betreiber bekannter Suchmaschinen unentwegt Änderungen am Algorithmus zur Bewertung von Webseiten vornehmen. Da diese Änderungen manchmal auch zur Folge hätten, dass einige eigentlich qualitativ hochwertige Seiten von ihnen betroffen wären, müssen diese manuell nachsortiert werden.

Eine `Exception List´ ist also nichts anderes als eine manuell gepflegte Liste mit Namen von Webseiten, welche zukünftig nicht mehr von bestimmten Änderungen am Algorithmus betroffen sein sollen.

Of course, we would much prefer not to make any manual changes and not to maintain any exception lists. But search is still in its infancy, and our algorithms can’t answer all questions.

Letztere Aussage macht deutlich, dass es immer schwieriger zu werden scheint, sämtliche Inhalte des World Wide Webs mithilfe eines mathematischen Algorithmus über einen Kamm zu scheren. Google bestätigt selbst, dass ihr derzeitiger Algorithmus längst nicht alle Fragen beantwortet bzw. die Suche im Internet ganz allgemein noch in den Kinderschuhen steckt.

Es ist interessant zu beobachten, wie ein ehemals als `unfehlbar´ geltendes Unternehmen im Zuge der neuesten Entwicklungen des Internets (Social Search usw.) immer mehr Schwächen offenbart. Googles Vorhaben, sämtliche Informationen dieser Welt lediglich durch mathematische Formeln bzw. pure Rechenpower koordinieren zu wollen, steht auf der Kippe.

Wenn es Google nicht schafft, durch aus dem Social Web resultierende Möglichkeiten der nutzerbasierten Bewertung ihren Algorithmus grundlegend zu reformieren, werden sich bei der Bewertung von Webinhalten immer neue Fragen ergeben. Das heutige Web macht eine zumindest teilweise manuelle Bewertung von Inhalten nötig, die niemals Google wird allein bewerkstelligen können…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Dennis Farin sagt:

    Ok, also nicht wirklich was Neues :)

  2. activetraffic Website sagt:

    …jup und Frank (Bing) hat das ja auf der Campixx auch nochmal gesagt!

    Grüße
    Nicos

  3. Mustafa Ulusoy Website sagt:

    Hm, dann sollen die mal meine Seite auch in die Whitelist nehmen :)

  4. Andy sagt:

    Bedeutet doch, dass der Alogrithmus von Google Seiten abstraft und diese dann manuell wieder gepusht werden. Was ist mit der allgemeinen Gleichberechtigung? Wer entscheidet eigentlich was gut oder böse. Das ist ganz klar Beeinflussung und Zensierung. Wo ist die Grenze? Es gab mal eine Firma die sagte: Tue nichts böses? Oder sehe ich das falsch?

  5. Dennis Farin sagt:

    Hey Gretus,

    na da hast du Recht, der Begriff und die öffentliche Bekanntgabe ist natürlich neu. Bzw. so kannte ich das auch noch nicht. Aber die Theorie dahinter, nuja, das Google nicht alles mit einer Maschine löst, bzw. lösen kann zeigen doch auch die ganzen zusätzlichen Möglichkeiten Google zu „helfen“.

    Ob nun per Browser Plugin, manueller Spam Meldung oder eben auch die „Nachprüfung“ nach einem vermeidlichem Penalty, alles sind Hinweise darauf das der Google Algorithmus nun mal doch nicht unbedingt so sauber arbeitet wie die uns das immer weiß machen wollen.
    Es gibt keine perfekte Welt – und Google ist ein Teil davon. :)

  6. Raymond Appels Website sagt:

    Logisch,

    ein Auto fährt auch nicht vollautomatisch und wird es vermutlich auch nie tun.

    Menschen und ihr Wahrnehmungsvermögen sind nicht von Maschinen oder Software zu ersetzen.

    Alles auf der Welt ist Zensiert und wird beeinflusst, nur die NICHT bösartige Absicht kann gesetzlich, aber auch nur im bestimmten Rahmen, abgegrenzt werden.

    Google hat mit gut 85% Marktbeherrschung mehr als ein bisschen Macht und Bestimmung in dieser Welt. Wer das nicht will, sollte eine andere Suchmaschine verwenden, aber wird damit vermutlich nicht viel erreichen.

    Unstoppable!

    Liebe Grüße
    Raymond

  7. Markus Website sagt:

    Da gebe ich Dir recht, die „offene“ Kommunikation ist zunächst einmal bemerkenswert. Ob Matt die manuellen Eingriffe allerdings einräumen „musste“, oder ob er das vielleicht sogar ganz bewusst hat, sei mal dahingestellt. Ob manuelle Whitelist oder Blacklist: Denkbar wäre jedenfalls auch, dass die Botschaft „keine Regel ohne Ausnahme“ und „stetige Veränderung“ sein sollte. Kein Website-Betreiber soll sich in Sicherheit wiegen: Was bei A funktioniert, muss nicht auch bei B funktionieren, und was heute funktioniert, kann schon morgen überholt sein.

  8. Nedim Sabic Website sagt:

    Endlich haben sie es zugegeben, obwohl sie es schon immer machen. Aber auch mal gut, dass sie nachlassen.

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