Wer am Wochenende etwas Zeit hat, sollte sich wirklich einmal den kürzlich auf cnn.com veröffentlichten Artikel `Google: The search party is over´ durchlesen. Kaum ein anderer Artikel hat es meiner Meinung nach bisher geschafft, die sich aus den Veränderungen des Internets ergebenden Probleme des Unternehmens Google Inc. besser auf den Punkt zu bringen…
Die einfache Tatsache, dass `Freunde´ bei Google immer noch `Kontakte´ heißen, verdeutlicht wohl am ehesten das Dilemma, in welchem sich das Unternehmen Google befindet. In einem sich immer mehr zu einem globalen Miteinander entwickelnden Internet, hat es Google bis heute nicht geschafft, ein echtes Gefühl für die tatsächlichen Bedürfnisse der Internetnutzer von heute zu entwickeln. Experten kritisieren, dass man viele der jüngst von Google veröffentlichten Produkte (Google Buzz, Google Wave usw.) technisch gesehen zwar als innovativ bezeichnen muss, sie in der Praxis an den Wünschen der Nutzer jedoch völlig vorbeigehen.
Um den Veränderungen eines mittlerweile in Echtzeit stattfindenden Internets gerecht zu werden, konzentriert sich Google auf die vier Bereiche Mobile Web, Display Werbung, Videos und Applikationen. Skeptiker bezweifeln, dass es Google jemals schaffen wird, sich mit einem dieser Bereiche ein zweites Standbein für das eher stagnierende Geschäft im Bereich Internetsuche aufzubauen.
Die Suche nach Inhalten im WWW wird sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Wo man heute noch einer Frage am ehesten entsprechende Suchbegriffe in eine das Internet nach Relevanz sortierende Maschine eingibt, wird die Internetsuche von morgen wahrscheinlich so aussehen, dass man viele seiner Fragen über sein soziales Netzwerk (Facebook Questions) beantwortet bekommen wird.
Liest man zwischen den Zeilen des Artikels, könnte Google Me, ein angeblich einem sozialen Netzwerk ähnelndes Produkt aus dem Hause Google für das Unternehmen die letzte Chance darstellen, den bislang zumeist technisch orientierten Anwendungen ein `menschliches´ Gerüst zu verleihen.
Genau wie die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin mit dem PageRank eine bahnbrechende Methode entwickelt haben, Inhalte des World Wide Webs zu sortieren, braucht Google dringend eine Idee, welche das Social Web revolutioniert.
Übeträgt man einfach die Idee des PageRanks auf das Social Web, ließe sich ein nach dem bisherigen Aktivitäten der Nutzer hierarchich sortiertes Netzwerk kreieren. Womöglich ist es tatsächlich eine Art `HumanRank´, welcher der Maschine Google zu neuem Leben verhelfen wird…
Gretus
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…würde ich als Behauptung sehen, aber nicht als Tatsache! Überhaupt ist der ganze Artikel aus Sicht einer socialmedia-afinen Person geschrieben. Eine Suchmaschine ist halt eine Suchmaschine und die wird auch immer gebraucht werden.