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Google – Ist die Party schon vorbei?

Google - Gretus am 31. Juli 2010 - 12:05  |  31 Kommentare »

Wer am Wochenende etwas Zeit hat, sollte sich wirklich einmal den kürzlich auf cnn.com veröffentlichten Artikel `Google: The search party is over´ durchlesen. Kaum ein anderer Artikel hat es meiner Meinung nach bisher geschafft, die sich aus den Veränderungen des Internets ergebenden Probleme des Unternehmens Google Inc. besser auf den Punkt zu bringen…

Die einfache Tatsache, dass `Freunde´ bei Google immer noch `Kontakte´ heißen, verdeutlicht wohl am ehesten das Dilemma, in welchem sich das Unternehmen Google befindet. In einem sich immer mehr zu einem globalen Miteinander entwickelnden Internet, hat es Google bis heute nicht geschafft, ein echtes Gefühl für die tatsächlichen Bedürfnisse der Internetnutzer von heute zu entwickeln. Experten kritisieren, dass man viele der jüngst von Google veröffentlichten Produkte (Google Buzz, Google Wave usw.) technisch gesehen zwar als innovativ bezeichnen muss, sie in der Praxis an den Wünschen der Nutzer jedoch völlig vorbeigehen.

Um den Veränderungen eines mittlerweile in Echtzeit stattfindenden Internets gerecht zu werden, konzentriert sich Google auf die vier Bereiche Mobile Web, Display Werbung, Videos und Applikationen. Skeptiker bezweifeln, dass es Google jemals schaffen wird, sich mit einem dieser Bereiche ein zweites Standbein für das eher stagnierende Geschäft im Bereich Internetsuche aufzubauen.

Die Suche nach Inhalten im WWW wird sich in den nächsten Jahren erheblich verändern. Wo man heute noch einer Frage am ehesten entsprechende Suchbegriffe in eine das Internet nach Relevanz sortierende Maschine eingibt, wird die Internetsuche von morgen wahrscheinlich so aussehen, dass man viele seiner Fragen über sein soziales Netzwerk (Facebook Questions) beantwortet bekommen wird.

Liest man zwischen den Zeilen des Artikels, könnte Google Me, ein angeblich einem sozialen Netzwerk ähnelndes Produkt aus dem Hause Google für das Unternehmen die letzte Chance darstellen, den bislang zumeist technisch orientierten Anwendungen ein `menschliches´ Gerüst zu verleihen.

Genau wie die beiden Gründer Larry Page und Sergey Brin mit dem PageRank eine bahnbrechende Methode entwickelt haben, Inhalte des World Wide Webs zu sortieren, braucht Google dringend eine Idee, welche das Social Web revolutioniert.

Übeträgt man einfach die Idee des PageRanks auf das Social Web, ließe sich ein nach dem bisherigen Aktivitäten der Nutzer hierarchich sortiertes Netzwerk kreieren. Womöglich ist es tatsächlich eine Art `HumanRank´, welcher der Maschine Google zu neuem Leben verhelfen wird…

Gretus

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Tweets zu diesem Beitrag:

 
  1. motom Website sagt:

    In einem sich immer mehr zu einem globalen Miteinander entwickelnden Internet

    …würde ich als Behauptung sehen, aber nicht als Tatsache! Überhaupt ist der ganze Artikel aus Sicht einer socialmedia-afinen Person geschrieben. Eine Suchmaschine ist halt eine Suchmaschine und die wird auch immer gebraucht werden.

  2. Domi Website sagt:

    Muss denn wirklich alles sozial sein? Ich mein Google ist für den gemeinen SEO an sich nach wie vor “nur” eine Suchmaschine, da spielt es keine Rolle, was die sonst noch so anbieten.

    Für das Unternehmen Google mag das zutreffend sein, aber Pleite werden die so shcnell auch nicht gehen.

  3. Benjamin Website sagt:

    Mir hat Google bisher immer gelangt. Ich bekomme nirgends bessere Ergebnisse auf meine Suchanfragen, das ist Fakt, deswegen wird Google so schnell auch nicht die Segel streichen. Solange die Qualität der Suchergebnisse so bleibt, bleibt Google Haupttrafficlieferant.

  4. Malte Landwehr Website sagt:

    Die einfache Tatsache, dass `Freunde´ bei Google immer noch `Kontakte´ heißen, verdeutlicht wohl am ehesten das Dilemma, in welchem sich das Unternehmen Google befindet.

    Wieso sollte man Kontakte als Freunde bezeichnen? Aktuelle Untersuchungen (unter anderem von Google, die das Thema angeblich verschlafen haben) zeigen, dass wir die meisten Kontakte in Social Networks in Gruppen einsortieren würden, in denen das Wort “Freund” gar nicht vorkommt ((Ex)Kommilitonen, (Ex)Mitschüler, Sportpartner, Kollegen, usw.). Insofern geht Google hier eher den saubereren Weg.

    StudiVZ, Facebook, usw. laufen gerade alle in das Dilemma, dass eine Art von Kontakten (nämlich Freunde) nicht ausreicht um echte Freunde, Eltern und Arbeitskollegen in einem Social Network unter einen Hut zu kriegen. Das ist einer der Gründe, weshalb Google in diesem Feld noch keinen (großen) Move gemacht hat.

  5. SEO-untied.de Gretus sagt:

    Hallo Malte,

    viel weiter als in Familie, Freunde und Arbeitskollegen lassen sich die Kontakte nicht unterteilen. Bereits hier bekommst Du das Problem, dass einige Deiner Arbeitskollegen wahrscheinlich auch Deine Freunde sind, einige sicher aber auch nicht.

    Den User die Einteilung und damit Bewertung seiner Kontakte zu überlassen halte ich für problematisch. Dann eventuell besser ein Algorithmus, welcher mir den Grad meiner Beziehung zu einer Person in % ausliefert. Obwohl dann wird die Geschichte richtig scary…

    Grüße

    Gretus

  6. Robert Website sagt:

    Ich denke auch, dass Google sich was einfallen lassen wird und so schnell nicht vertrieben werden kann. Dafür haben Sie einfach eine zu hohe Macht. Sie müssen trotzdem etwas tun, denn die ganzen Social Network wachsen wie Pilze auf dem Boden und Google schläft in der Branche…

    Aber vielleicht auch ganz gut so, weil ihr Kerngebiet ist ja immernoch SUCHERGEBNNISE?!

    Grüße,
    Robert

  7. Chef@SEO Website sagt:

    Ich finde das Wort Kontakt definitiv besser als Freunde. Mir stößt es eh auf, das irgendein dahergelaufener “Freund” bei Facebook sich mit mir verknüpfen will. Ist das denn gleich nen Freund? Ne! Nen Kontakt :-)

  8. [...] Nach dem lesen des Berichts von SEO-united.de hatte ich erst in den Kommentaren angefangen zu schreiben [...]

  9. Sascha Kramer Website sagt:

    Sehe ich ähnlich wie die anderen. Ich habe “Kontakte” auch lieber als Freunde. Ich glaube Google betreibt das so schon relativ bewusst. Diese Art ist eben Straight und passt zum Image. Und ganz ehrlich muss ich gestehen das ich im privaten Bereich diesen ganzen Social-Hype auch nicht mitmache. Beruflich siehts natürlich anders aus…

  10. Dominik Website sagt:

    Da kann ich mich nur motom und Malte anschließen.

  11. Hansi Website sagt:

    Ich empfinde das Social Thema auch etwas zu aufgeblasen. Denke nicht dass Google von dieser Seite etwas fürchten muss. Suchmaschinen werden auch noch in den nächsten 10 Jahren ausreichend Verwendung finden.

  12. djmaki Website sagt:

    Das mit den Kontakten ist auch für mich nicht schlimm. Sind eben Kontakte. Wen ich da drinnen habe bzw. was diese Kontakte eigentlich sind (Freunde, Arbeitskollegen,..) das ist doch allein meine Sache. Um mit diesen Kontakten in Verbindung zu bleiben, muss ich diese nicht Kategorisieren.

    Google Buzz, google wave, sind Apps die eben für bestimmte Benutzer stehen, nämlich die jenigen die sich damit auskennen. Vielleicht will man nicht jedes “Kiddie” ansprechen wie facebook & Co.

    Wird aber bestimmt interessant, was von Google in nächster Zeit kommt ;-)

  13. Marcus Website sagt:

    Interessantes Thema und finde das auch sehr gewagt. Ich kann aber nicht nachvollziehen, wieso Facebook Questions die klassische Google Suche ablösen soll. Die Google Suche besitzt immer bessere Erkennbarkeit in Form von ähnlichen Begriffen (semantik). Auf jede Antwort müsste man bei einem “Forum” warten.

    Ich denke es ist eher eine intelligente Suchfunktion in Socialen Netzwerken wie z.B in Facebook die Zukunft, die eine Google Suche ablösen könnte – denn warum von der Seite aus nicht suchen, wo man sich gerade befindet? Evtl. werden Sucheingaben getrackt und beim nächsten mal naheliegende Themen besser gefunden. So das es mittels eines einzigen Accounts bei Facebook eine Personalisierung ermöglicht.

  14. Olli1974 sagt:

    motom´s Kommentar “Überhaupt ist der ganze Artikel aus Sicht einer socialmedia-afinen Person geschrieben.” kann ich mich nur anschließen. Auch wenn die so genannten sozialen Netzwerke (sind diese auch wirklich sozial?) eine immer stärkere Rolle im Web spielen, so sind und werden sie nie allein das Non-plus-ultra im Internet darstellen.

    Auch finde ich die dort extrem inflationäre Verwendung des Begriffes FREUND unschön. Einen Freund lade ich zum Geburtstag ein, gehe mit ihm ein Bier trinken oder mache vielleicht auch mit ihm Urlaub. Eine Person, die ein nettes Facebook-Profil hat und mit der ich vielleicht bestenfalls ab und an Mailkontakt habe, ist für mich noch lange kein FREUND!

  15. Infidel Website sagt:

    @Olli1974 Volle Zustimmung. So ziemlich das Gleiche hätte ich auch geschrieben. Außerdem wird ein soziales Netzwerk nie ein Ersatz für eine Suchmaschine sein können. Wenn ich eine Frage habe, suche ich darauf SCHNELL eine VERLÄSSLICHE Antwort, das können SN Mitglieder nicht leisten. Social Networks werden in meinen Augen gehypt und deutlich überbewertet.

  16. seaman sagt:

    dass man viele seiner Fragen über sein soziales Netzwerk (Facebook Questions) beantwortet bekommen wird.

    Und genau hier liegt der Hund begraben! Was ist denn an diesem ganzen “sozialem Netzwerk”- und “Web 2.0″-Müll so toll? Mich würden keine 10 Pferde dazu bringen, mir einen Facebook-Account zuzulegen.

    Ich finde, entgegen des Artikels auf cnn.com, dass Google immer noch alles richtig macht und zu Recht ganz oben steht. Viele haben es probiert, aber haben es doch nicht geschafft eine Suchmaschine zu entwickeln die der Suchmaschine von Google ebenbürtig ist. Außerdem ist die Suchmaschine bei weitem nicht das einzige Standbein von Google.

    Fazit: Ein soziales Netzwerk wird nie eine Internetsuchmaschine ablösen können. Ich will jetzt nicht persönlich werden oder, aber der Blog-Eintrag ist sehr einseitig, egoistisch und nach dem Motte “Ich bin der King, alles was ich nutze, müssen auch andere nutzen” geschrieben. Ein bisschen mehr Neutralität hätte diesem Blogeintrag nicht geschadet. Nicht jeder findet Facebook und Co. toll!

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