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Google Profiles – Superkräfte vs. Interessen

Google | | 18.04.2009, 11:51 | 2 Kommentare

Gerade in Internet sind personenspezifische Informationen bares Geld wert. Wenn man weiß, welche genauen Interessen die Besucher einer Webseite haben oder was sie im Durchschnitt im Monat verdienen, kann man Werbung gezielter einblenden und die daraus resultierenden Einnahmen erheblich steigern…

Bei der Frage nach persönlichen Daten reagieren die meisten Internetnutzer eher skeptisch. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese nicht immer vertraulich behandelt werden, sondern nicht selten einfach an Dritte weitergegeben bzw. verkauft werden.

Um an personenspezifische Informationen heran zu kommen, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Mit welchen raffinierten Tricks bei deren Erhebung gearbeitet wird, zeigen die folgenden drei Fragen aus dem Fragebogen zur Erstellung eines persönlichen Profils bei Google:

Google Profil

In erster Linie interessant für Google sind die Antworten auf die Frage nach den Interessen. Durch möglichst genau definierte Interessen kann Google dem entsprechenden Nutzer zielgerichtete Werbung anbieten. Die Angaben unter dem Punkt `Was ich mit Google nicht finde´ bzw. `Meine Superkräfte´ dürften Google dagegen relativ egal. Die bei diesen beiden Fragen vorgegeben Antwortmöglichkeiten machen bereits deutlich, dass man die Fragen nicht zu ernst nehmen, sondern sich möglichst lustige bzw. kreative Antworten einfallen lassen sollte.

Wer sein Profil bereits ausgefüllt hat, wird mir bestätigen können, dass es jedoch gar nicht so einfach ist, eine Antwort auf die ersten beiden Fragen zu finden. Man muss schon eine ganze Weile überlegen, bis einem etwas einfällt, was man mit Google nicht findet bzw. welche vermeidlichen Superkräfte in einem schlummern.

Ich bin auf diesem Gebiet zwar kein Experte, aber genau um diese vorherige Auseinandersetzung mit möglichst geeigneten bzw. kreativen Antwortmöglichkeiten geht es Google in Bezug auf die für das Unternehmen wichtigen Informationen bei der dritten Frage.

Wahrscheinlich ist es so, dass durch die lange Antwortfindung bei den ersten beiden Fragen die Antworten bei der dritten Frage genauer werden bzw. man sich einfach mehr Zeit lässt, auch hier möglichst konkrete Angaben zu machen.

Wenn ich mir fünf Minuten lang mein Hirn zermartere und schlussendlich darauf gekommen bin, über Superkräfte im Bereich `Aschluophobisches Hellsehen´ zu verfügen, werde ich bei der Frage nach meinen Interessen wahrscheinlich auch drei Minuten überlegen und nicht einfach `Musik´ und `Filme´, sondern `Rock und Pop´ und `Serien aus den 80ern´ angeben…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Elmar Website sagt:

    Oder ich bin nach der Beantwortung der ersten beiden Fragen so geschlaucht, dass mir bei der dritten Frage nur noch “Internet” und “Computer” einfällt. Das Szenario halte ich für realistischer.

  2. Gretus sagt:

    Hallo Elmar,

    oder das. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass dieses `wichtige einfache Frage folgt unwichtiger schwerer Frage´ bei der Erstellung von Fragebögen gerne mal verwendet wird ;-)

    Grüße

    Gretus

  • Mark: Erstaunliches Ergebnis, damit hätte ich nicht gerechnet!
  • Harald Tschuggnall: Bei uns hat sich nicht viel getan einige nach oben einige nach...
  • azella: Also für die meisten Ergebnisse der Studie reicht auch gesunder...
  • Diet: Ich hab noch nie von einem konkreten Fall gehört in dem das eingetreten ist....
  • Stefan: Dann bin ich mal gespannt…
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