schliessen Wir sind ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Experten auf dem Gebiet der Suchmaschinenoptimierung. Wir analysieren Ihre Webseite und helfen Ihnen bei der Suche nach einer SEO Agentur...

Google Public DNS

Google - Constantin am 4. Dezember 2009 - 09:23  |  9 Kommentare »

Jeder von uns benutzt, meistens ohne es überhaupt zu wissen, täglich den Dienst so genannter DNS-Server. DNS steht hier für Domain Name System. Die Aufgabe dieser Systeme ist die Zuordnung von Domainnamen zu IP-Adressen. Möchte man also wieder einmal die Domain www.seo-united.de besuchen und fragt diese über den Browser an, leitet dieser die Anfrage an einen DNS-Server. Dieser weiß, dass sich die Domain auf der IP 85.13.143.103 befindet und leitet die Anfrage entsprechend über die Traceroute durch.

Um den Service möglichst performant zu gestalten, verteilt sich der Dienst über tausende Server auf dem gesamten Globus, die sich gegenseitig auf dem Laufenden halten und über Veränderungen informieren.

An welchen DNS-Server man letztendlich seine Anfrage richtet, entscheidet im Normalfall der Provider. Ist man damit jedoch nicht zufrieden, kann man den DNS-Server selbst bestimmen. Unternehmensnetzwerke greifen in der Regel sogar auf eigene DNS-Server zurück.

Als einen weiteren technischen Service bietet Google nun einen solchen DNS-Service an, den Google Puplic DNS. Wer die Testphase des kostenlosen Services von Google nutzen möchte, kann die IP-Adresse 8.8.4.4 bzw 8.8.8.8 als DNS wählen und somit laut Aussage von Google die eigenen Zugriffszeiten auf Internetangebote beschleunigen. Aktuell ist die Verarbeitungszeit der Requests allerdings noch nichts wirklich besonderes. Bei meinem Test antwortete der Google Public DNS zwar durchaus schneller als der DNS-Server meines Providers, aber das nächste Google-Rechenzentrum ist auch nur wenige Kilometer entfernt. Um den Geschwindigkeitsvorteil also für alle nutzbar zu machen, müsste Google weitere Server verfügbar machen.

Als Betreiber eines solchen Dienstes lässt sich allerdings sehr genau analysieren, wer, wann und von wo welche Domains anfragt. Ist die Nutzungsdichte hoch genug, lässt sich daraus folglich der Traffic einer Internetseite ziemlich genau bestimmen. Für eine Suchmaschine sind diese Daten über das Nuzerverhalten natürlich sehr interessant.

Darüber hinaus hat man als Betreiber eines DNS-Servers selbstverständlich auch die Möglichkeit, die Daten zu manipulieren. Um bei dem obigen Beispiel zu bleiben, kann es also passieren, dass die Domain SEO-united.de nicht mehr an die richtige IP durchgereicht wird. Google selbst beruft sich vorsichtshalber schon einmal darauf, dass man von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen wird.

Neben dem selbstlosen Ziel, die Zugriffszeiten auf Websites zu verkürzen, dürfte aber noch eine weitere Motivation hinter der Veröffentlichung des Dienstes stehen. Wer über DNS-Daten verfügt, der kommt DNS-Cloaking wesentlich besser auf die Spur. So darf der Google Public DNS auch als Warnschuss an die Blackhat-SEOs gesehen werden.

Constantin

Ähnliche Nachrichten:

  • Zukünftige Rankingfaktoren: Zu jedem nur erdenklichen Suchwort gibt es mittlerweile unzählige Webseiten, welche um die vorderen …
  • Firmenportrait: TAMECO Onlinemarketing: Hallo, neben unseren Steckbriefen bekannter SEOs möchten wir Euch zukünftig auch einige SEO Agenture…
  • AJAX was nun?: Kaum eine Technologie hat das Internet in den letzten Monaten so vorangetrieben wie die asynchrone D…

»»» Wir analysieren Ihre Webseite und helfen bei der Suche nach einer SEO Agentur «««

Kommentare / Tweets:

 
  1. Thomas Website sagt:

    Ich ahne ja auch nichts böses, wenn bei Vertippern auf einmal Suchvorschläge angeboten werden und das wieder ein nicht geringer Anteil an Einnahmen im Weltmachtunternehmen Google wird….

  2. SEO-untied.de Constantin Website sagt:

    Hallo Thomas,

    darauf haben sich ja seit einiger Zeit T-Online, Kabel-Deutschland & Co auch schon gestürzt. Google zeigt aktuell allerdings einen klassischen Ladefehler an.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  3. Alf Website sagt:

    Würde nicht auf den Google DNS umsteigen, es sind mir einfach zu viele Produkte die Google zurzeit anbietet… und wenn ich zuviele Produkte bei nur einem Anbieter nutze habe ich ziemlich viele Nachteile daraus. Das Risiko möchte ich einfach nicht eingehen, da es ja sowieso kaum Sinn macht den DNS vom ISP auf Google umzustellen. Wo Google Chrome mir schon zuweit in die Privatsphäre ging wird der Google DNS sicherlich noch einen neuen Maßstab setzen.

    Sind zwar alles nur vermutungen, aber ich denke jeder darf sich seine eigene Meinung bilden und ich bin halt dieser ;-)

    Ist keine Empfehlung für andere!!!

  4. Thomas Website sagt:

    Hallo Constantin,

    bei mir kommt automatisch eine Google Seite mit Treffern.

    Beste Grüße
    Thomas

  5. Daniel aus Köthen Website sagt:

    Immer gleich dieser Aufschrei: “Google macht jetzt was mit den Daten”. Wer weiß schon wirklich, welchen DNS er nutzt und wer dahinter steckt. Ob dann die Daten noch in irgend eine Statistik fließen…

    “Google weiß doch sowie alles” – so die allgemeine Annahme. Naja, dann können sie auch noch meine DNS-Statistik haben. Ist hier vielleicht besser aufgehoben, als bei Provider XY, der bei einem Anruf von irgend einer Bundesbehörde aus allen Wolken fällt und die Informationen umgehend per Word-Anhang in einer E-Mail preisgibt.

    Was aber bringt’s wirklich, wenn ich nun ggf. 100ms beim DNS-Lookup spare, die Seite aber 300kB Daten überträgt und der Server schon den gesamten Swap-Speicher nutzt. Sicher eine schöne Alternative, vielleicht als 2nd DNS – mehr denke ich aber erst einmal nicht.

  6. SEO-untied.de Adolf Stoll Website sagt:

    Ich habe momentan nur eine GPRS-Internet-Verbindung in Thailand. Mit der – problemlosen – Umstellung auf Google-Public-DNS hat sich meine Verbindung sofort massiv beschleunigt. Ohne Berücksichtigung aller anderen schon erwähnten Bedenken: Die Umstellung lohnt sich 10-mal.

  7. OMC Website sagt:

    Sehr schön erklärt. Bin auch der Meinung das Google diesen Service einzig und allein zur Verfügung stellt um noch mehr Daten analysieren und auswerten zu können. Auch wenn man die 8.8.8.8 sicherlich gut merken kann…. ich brauchte die letzten 10 Jahren NIE einen Reserve DNS weil die meines ISP Down gewesen wären. Würde also jedem davon abraten, diese NS zu benutzen.