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Google und der rot-grüne Panda

Google  |   |  , 17:36 Uhr  |  9 Kommentare

Google Panda UpdateMatt Cutts und Amit Singhal haben sich in dem kürzlich auf wired.com veröffentlichten Artikel `The Panda That Hates Farms´ unter anderem auch zum von Google gemachten `Panda Update´ geäußert. Da es relativ selten ist, dass Mitarbeiter von Google etwas über von ihnen gemachte Änderungen am Algorithmus verraten und man jedes diesbezügliche Wort von ihnen auf die Waagschale legen muss, haben wir uns im Folgenden einmal die Mühe gemacht, entsprechende Passagen frei (!) ins Deutsche zu übersetzen…

Wired.com: Wie lautet der Name dieses Updates?

Amit Singhal: Wir haben es nach einem unserer Mitarbeiter benannt, sein Name ist Panda. Wir haben das Update intern als `Big Panda´ bezeichnet. Der Mitarbeiter war maßgeblich an der Realisierung dieses Updates beteiligt.

Wired.com: Welche Absichten werden mit dem Update verfogt?

Amit Singhal: Durch die Einführung von Caffeine ist unser Index enorm gewachsen, wir können dadurch sehr viel schneller indexieren. Viele der von uns indexierten Webeiten sind gut, einige leider weniger. Webspam hat sich von früher relativ einfach durch unser Spam-Team zu identifizierenden Inhalten zu auf dem ersten Blick zwar gut geschriebenen, eigentlich aber doch eher flachen Inhalten entwickelt.

Matt Cutts: Die Inhalte kamen uns wie `Welches sind die minimalen Anforderungen, nicht als Spam eingestuft zu werden?´ vor. Wir waren uns bezüglich deren Einschätzung nicht immer einig und haben uns deswegen entschlossen, gemeinsam zu überlegen wie wir mit diesen Inhalten fortan umzugehen haben.

Wired.com: Wie erkennt Ihr `flache´ Inhalte? Ist es Euch gelungen, alle minderwertigen Inhalte als solche zu identifizieren?

Amit Singhal: Die genaue Identifizierung ist ein Problem, an welchem wir auch zukünftig hart arbeiten müssen. Wir wollten es nach unseren gewohnten Maßstäben lösen und haben daher auch hier unser bestehendes System zur Einschätzung der Qualität von Webseiten verwendet. Wir haben unseren Quality Ratern Webseiten gezeigt und ihnen dazu Fragen gestellt, beispielsweise `Würdet Ihr dieser Seite die Daten Eurer Kreditkarten anvertrauen?´ oder `Würdet Ihr die auf dieser Seite empfohlenen Medikamente Euren Kindern verabreichen?´

Matt Cutts: Einer unserer Mitarbeiter hatte eine genaue Liste von Fragen ausgearbeitet, beispielsweise auch `Schätzt Ihr diese Seite als vertrauenswürdig ein?´, `Würden sich diese Inhalte auch für ein Magazin eignen?´ oder `Verfügt diese Seite über zuviel Werbung?´ Viele Fragen in dieser Form.

Amit Singhal: Auf Grundlage der gemachten Antworten haben wir versucht Eigenschaften zu formulieren, welche auf minderwertige Inhalte hindeuten. Diese Eigenschaften haben wir dann auch mit den über den Chrome Site Blocker gemeldeten Webseiten verglichen und eine Übereinstimmung von 84% festgestellt. Dieses bestätigte uns, auf dem richtigen Weg zu sein.

Wired.com: Wie aber habt Ihr dieses nun in Euren Algorithmus eingebaut?

Matt Cutts: Man sucht nach Signalen, welche für den negativen Eindruck unserer Mitarbeiter bzw. der Besucher einer Seite verantwortlich waren. Immer wenn wir auf die am härtesten vom Update betroffenen Seiten schauen, bestätigen diese unseren Eindruck. Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch Seiten, welche einen ähnlichen Eindruck vermitteln, dem Besucher letztendlich aber doch einen Mehrwert bieten. Wir mussten uns entscheiden und konkrete Klassifizierungsmöglichkeiten für gute bzw. schlechte Inhalte entwickeln. Diese sind am Ende tatsächlich mathematischer Natur…

Amit Singhal: Wann kann sich das Ganze wie einen virtuellen Raum mit vielen kleinen Punkten vorstellen, einige davon sind rot, einige grün und wieder andere rot-grün. Unser Job war es eine Möglichkeit zu finden, mit deren Hilfe man sagen kann, diese Webseite entspricht eher einem roten Punkt und diese Seite eher dem Gegenteil von rot.

Wired.com: Habt Ihr das Gefühl das Update hat seinen Zweck erfüllt?

Matt Cutts: Ich würde sagen ja.

Amit Singhal: Es macht wirklich das was wir angenommen haben.

Matt Cutts: Was nicht bedeutet, dass wir nicht auch auf Feedback achten.

Eure SEO-united.de Blogger

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Gerhard Zirkel sagt:

    Aha, das hieße dann aber, dass sämtliche Frauenzeitschriften, die meisten Onlineshops und auf jeden Fall BILD-online aus dem Index fliegen – so von wegen „flacher Inhalt“ 🙂

    Gerhard

  2. activetraffic Website sagt:

    Wow, wieder was von Matt gelernt heute: das Gegenteil von rot ist grün. Soso… 🙂

    Grüße
    Nico

  3. […] In einem Interview mit Wired haben die Googler Matt Cutts und Amit Singhal mehr oder weniger freundlich auf die vielen Fragen zum Farner Update beantwortet […]

  4. Mama sagt:

    Hehe, dürft ihr das einfach so übersetzen und abschreiben? 😉 Mich würde echt verdammt interessieren, welche Signale das sind, die sie zur Unterscheidung heranziehen…

  5. SEO-Spekulationen um Farmer-Update - seo-ambulance.de sagt:

    […] Am Wochenende gab es hierzu weitere Hinweise von Matt Cutts und einem Kollegen, die ein Interview dem wired zum Panda-Update gegeben haben, das teilweise von seo-united.de übersetzt wurde […]

  6. Christopher Website sagt:

    Die Signale würden mich auch interessieren. Ärgerlich wäre natürlich ausgefiltert zu werden, obwohl man ordentlichen Content anbietet.

  7. […] Gerade bin ich auf einen interessanten Blogpost aufmerksam geworden, welcher im Seo-Blog von SEO-united.de veröffentlicht wurde […]

  8. Mathuseo Website sagt:

    Als Frage für Webseiten mit journalistischem Charakter: „Würden Sie diesen journalistischen Inhalt Ihren Kindern in der Schule vermitteln lassen“?

    Und ‚bye bye Bild-Online!‘ Google, meinen Segen habt ihr!

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