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Googles lascher Umgang mit Negative SEO

Google  |   |  , 15:25 Uhr  |  12 Kommentare

Google LogoNachdem wir bereits vor einiger Zeit mit unserem Artikel `Negative SEO – Was tun bei einem Angriff?´ darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Gefahren von Negative SEO, d.h. der bewussten Manipulation des Rankings fremder Webseiten, nicht zu unterschätzen sind, hat unlängst nun auch Google offiziell zugeben müssen, dass Negative SEO ein Thema ist…

Wo die Betreiber der Suchmaschine Google noch bis vor einiger Zeit stets behauptet haben, dass es aufgrund des ausgefeilten Algorithmus zu Berechnung des Rankings von Webseiten (nahezu) unmöglich sei, dem Ranking einer fremden Seite z.B. durch den Kauf von minderwertigen Links gezielt zu schaden, zeigt die simple Änderung eines einzelnen Satzes auf den Hilfeseiten des Suchmaschinenbetreibers nun die ernüchternde Wahrheit.

Can competitors harm ranking?

Schaut man sich Googles noch immer recht knapp gehaltene Hilfeseite zum Thema `Can competitors harm ranking?´ etwas genauer an, so wurde unlängst dort der Satz

There’s almost nothing a competitor can do to harm your ranking or have your site removed from our index.

entfernt und durch folgende Aussage ergänzt:

Google works hard to prevent other webmasters from being able to harm your ranking or have your site removed from our index.

Nachfolgend noch einmal der komplette Text von Googles aktueller Hilfeseite zum Thema Negative SEO:

Google works hard to prevent other webmasters from being able to harm your ranking or have your site removed from our index. If you’re concerned about another site linking to yours, we suggest contacting the webmaster of the site in question. Google aggregates and organizes information published on the web; we don’t control the content of these pages. (Quelle)

Es ist begrüßenswert, dass Google die Existenz von Negative SEO nun endlich zugibt, die möglicherweise davon betroffenen Webseitenbetreibern diesbezüglich angebotene Hilfe ist aus unserer Sicht jedoch nach wie vor völlig unzureichend.

Anstatt von Negative SEO betroffenen Webseitenbetreibern den Ratschlag zu geben, bitte doch einfach nur die womöglich zu Tausenden urplötzlich aus aller Herren Länder auf ihre Seiten verlinkenden Webmaster zu kontaktieren, sollte Google an dieser Stelle zumindest auch auf die Möglichkeit der automatischen Entwertung von Links über das Disavow-Tool (siehe Video oben) hinweisen und wenn irgendwie möglich sogar individuellen (!) Support bieten…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger
Sie befinden sind hier: Googles lascher Umgang mit Negative SEO

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Sebastian sagt:

    Google soll die ganzen Spam-Links einfach nicht negativ werten und schon ist die Sache gegessen. Dann besteht nämlich auch keinen Grund mehr, solche Methoden anzuwenden, weil sie nichts bringen.

  2. Christian Website sagt:

    Ja, das stimmt, aber die „News“ ist ja nicht gerade neu muss ich hinzufügen :) Schau mal hier (updated 03/30/2012).

    Aber der Grundsatz von Sebastian wäre ja schon ein richtiger Schritt. Bei dem Disavow Tool bin ich mir noch nicht so sicher, ob die Daten ohne „Reconsideration Request“ auch verarbeitet werden. Soweit was ich gelesen habe, ist dies nicht der Fall.

  3. Alex Website sagt:

    Sebastian, da setzt du ja voraus, dass der Algo immer weiß was genau ein „Spam-Link“ ist, soweit ist Google aber nicht. Und dann kommt noch das Problem dazu, dass heute durch die ganzen Anzeigen in der Google-Suche quasi organisch kein ordentliches Ranking mehr Sinn macht auf bestimmte Keys. Selbst wenn du Platz 1 organisch hast, hast du 4 Top-Anzeigen drüber, drunter (oder rechts) im schlimmsten Fall noch Shopping-Ergebnisse, dann Videos oder Bilder oder noch Maps?

    Denke die Negative SEO Sache wird 2013 erst noch ordentlich Fahrt aufnehmen! Einer meiner Shop-Kunden musste einen seiner 4 Mitarbeiter entlassen, weil die Google-Anzeigen inzwischen so viel Budget auffressen. Daran sieht man doch gut, in welche Ecke die Unternehmen inzwischen gedrängt werden. Wenn ich also organisch noch eine gute Nische habe und mein Konkurrent über mir kauft ständig spamy Links und bleibt oben, muss ich unternehmerisch betrachtet schon überlegen ob ich jetzt auch mal 2-3.000 Euro in Backlink-Kauf (wie die Konkurrenz) investiere oder ob ich nicht lieber mal nen Tausender in Negative SEO investiere und den oben abschieße.

    Denn so wie Google sagt, saubere Seite ist oben, ist es halt eben nicht im Netz. Und so wie Gretus sagt, finde ich die Umgangsweise von Google absolut unzufriedenstellend.

    • Maxim Website sagt:

      Ich glaube schon, dass Sebastian da gar nicht so unrecht hat. Es geht nicht darum alle Spamlinks als Spamlinks zu erkennen. Die Penguin Updates beweisen doch eindeutig dass Google sehr wohl in der Lage ist spammige Linkstrukuren zu erkennen.

      Negative SEO würde sofort aussterben wenn Google die spammigen Links einfach nur „entwerten“ oder eben „nicht werten“ würde statt den Webseitenbetreiber dafür „bestrafen“ zu wollen. Hier liegt nämlich der Hund begraben. Durch die Bestrafungspolitik hat Negative SEO ja überhaupt erst richtig Fuß gefasst. Jetzt wo es teilweise ja sogar sehr viel einfacher wird Webseiten mit Negative SEO zu traktieren oder zu erpressen fängt das Geschäft in diesem Bereich ja erst richtig an. Und das hat Google mit Penguin sich selbst und auch den Webmastern eingebrockt – Weil soweit einfach nicht gedacht wurde :)

      Der Linkkäufer und Spamlinkprofilbauer wären gestraft genug gewesen wenn ihre teuren Links einfach nicht gewertet und keinen Nutzen bringen würden. Da hätte man keine Abstrafungen gebraucht und die Spamseiten und den exzessiven Linkkauf zu drücken. Ich bin bestimmt kein Anhänger von Verschwörungstheorien, aber es ist doch schwer zu bestreiten, dass das die penguinsche Bestrafungspolitik für klingelnde Adwordskassen sorgt 😛

  4. Linda Website sagt:

    @Alex: Wenn die Suchmaschine einem „schädlichen“ Link einfach nur keinen Wert beimessen würde, wäre das Problem aus der Welt. Dafür spielt es keine Rolle, ob Google algorithmisch erkennt, dass es sich dabei um negativ SEO handelt.

    Meiner Meinung nach, geht es hier gerade darum, den Gebrauch des Disavov Tools zu fördern. Google spricht es zwar auf den Hilfeseiten nicht direkt an. Aber jeder SEO, der kurz nachdenkt, kommt wohl von selbst darauf, dass es wesentlich bequemer ist, Links mit dem Tool zu entwerten, als mit dem potentiellen Spammer zu verhandeln. Zuerst das Disavov Tool, dann das Penguin Update, das die Angst vor schlechten Links weiter schürt, und jetzt auch noch das Eingeständnis beim nagativ SEO – soll das Zufall sein, dass in letzter Zeit immer wieder dezent darauf hingewiesen wird, dass SEOs sich gegenseitig denunzieren sollen? Ich kann nur an die Vernunft aller appellieren, da nicht mitzumachen.

  5. Alex Website sagt:

    @Linda Gleiche Frage an dich nochmal wie an Sebastian: WIE soll denn der „schlechte“ Link erkannt werden? Ab sofort alle Kommentar- und Foren-Links? Oder „nur“ generell Footer-Links? Alle Gästebücher-Links? Oder wenn 100.000 Links auf zwei Tage reinkommen? Dann sollen die alle entwertet werden? Natürlich würden dann die Unternehmen Ihre Dienstleistung auf mehr/längere Zeit verteilen, das wäre die klare Reaktion.

    Dann die nächste Frage „mit dem potentiellen Spammer zu verhandeln“ – da möchte ich mal wissen wie du das rausfinden möchtest, wer das ist. Und verhandeln, bei > 100.000 Backlinks? Was willst du da verhandeln, selbst wenn du den „erwischt“ – was ich für äußerst unwahrscheinlich halte. Die Firma kann die schließlich technisch auch nicht wieder „wegzaubern“. Alles in Allem eine Diskussion die wir wohl führen müssen.

    Denn die Ausbeutung der Unternehmen in Deutschland von Google und damit der „Abzug des Kapitals“ wird weiterhin zu Entlassungen und (noch) härterem Konkurrenzkampf im Web um Positionen und Sichtbarkeit führen. Und dazu, dass uns SEOs sicher nicht die Arbeit ausgeht – was Google nicht so will, aber sie machen z.B. AdWords ja auch immer unübersichtlicher, das kann niemand mehr nebenbei machen.

  6. Sunny Website sagt:

    Ein richtiger Support seitens Google wäre wirklich begrüßenswert. Bisher bekommt man ja mehr oder weniger nur Unterstützung, wenn es um AdWords Konten geht. Gerade bei den Abstrafungen sollte klarer werden was, wie warum und wieso. Aber man ist ja lieber bemüht sich nicht in die Karten schauen zu lassen – was auch nicht unverständlich ist, es nervt halt nur.

  7. Benny Website sagt:

    Naja. AdWords sind ja wirklich ganz gut und schön. Aber Support in anderen Bereichen wären durchaus wünschenswert. Ich nerv mich mittlerweile selbst mit dem nicht vorhandenen Support von Google und sehe es fast als Bestrafung an mit denen irgendwas zutun zu haben. Wäre einfach nur schön, wenn sie etwas in ihrem Supportsystem ändern könnten, bzw würden.

  8. Linda Website sagt:

    @Alex: Ich weiß nicht ob ich kapiert habe, worauf du hinaus willst. Nehmen wir an, jemand setzt ein paar tausend ausländische Kommentar-Links für dein Projekt. Dann war es doch bisher so, dass diese mehr oder weniger wirkungslos verpufft sind. Bestenfalls gab es sogar einen kurzfristigen positiven Effekt. Google hat diese Links also für Spam gehalten und ignoriert. Wenn du mich fragst, nützt es auch heute nicht viel, der Konkurrenz solche Links aufzubauen. Was wahrscheinlich klappen könnte, wäre, wenn man immer wieder mit demselben Linktext verlinkt. Allerdings glaube ich auch hier, dass man schon etwas stärkere Links dafür nehmen muss, damit sie nicht von vornerein ignoriert werden.

    Was das verhandeln mit dem Spammer angeht sind wir uns einig. Ich wollte nur verdeutlichen, dass die meisten eben gerade NICHT versuchen werden, den Verantwortlichen anzuschreiben (bzw ausfindig zu machen). Auch wenn Google das so in der Hilfe empfiehlt. Trotzdem: Ich bin der Meinung, dass die Gefahr, dass SEOs sich durch das Disavow Tool den Ast, auf dem sie sitzen, absägen größer ist, als der Nutzen des Tools. Insbesondere weil wahrscheinlich sehr viele Links von unerfahrenen Webmastern fälschlicherweise als schädlich eingestuft werden.

  9. Sebastian G. Website sagt:

    Haha, Support! Von Google!! Da oben ist ein sehr aufschlussreicher Link bezüglich rechtlicher Aspekte; wenn das Ganze schon juristisch äußerst kompliziert ist, wie sollen Geschädigte dann angemessen reagieren? Disavow-Tool oder Google Spamreport wären wohl Maßnahmen – aber wahrscheinlich bei massiven Angriffen sehr zeitaufwändig. Also doch warten auf Support?

  10. Alex Website sagt:

    Der „Support von Google“ ist lachhaft, ja, LEIDER! Wenn ich mir das erhöhte Spam-Aufkommen in letzter Zeit ansehe und was sogar Akismet damit für Probleme hat, ist doch wohl klar dass die Aktivitäten von Google die Firmen momentan sehr bedrücken. Es werden jetzt ALLE Mittel ausprobiert, weil der Kampf wesentlich härter geworden ist – mit und dank Google. Und der Umsatz welcher in Deutschland erwirtschaftet wird, fließt ohne deutsche Steuer-Abgaben direkt ins Ausland. Darüber sollte man auch mal nachdenken und bloggen, finde ich.

    Denn DIE Unternehmen, die uns SEOs und Agenturen ernähren, müssen dank der Abgaben an Google das Budget für Ihre Mitarbeiter sowie für uns einschränken. Google schluckt dank AdWords ja immer mehr und nimmt sich gleichzeitig gut laufende Nischen selbst – die es dank unserer AdWords-Schaltungen auch noch rauspicken kann aus dem Markt. Darum sind die Firmen nicht nur vorsichtiger mit Agenturen, sondern auch aggressiver im Markt geworden. Viele haben schon „geschnuppert“ was gute Positionen bringen. Und: viele haben Google inzwischen als „Gegner entlarvt“ – erkannt dass Google nur der Geldbeutel interessiert. Deshalb denke ich, dass wir von „Negative SEO“ dieses Jahr noch viel hören werden – und das mE eben NICHT weil „die SEOs sich gegenseitig anschwärzen“ würden. Denke eher der Markt wird mit uns und ohne uns ablaufen. An der Stelle nehmen wir uns zu wichtig. Gibt genug Anbieter von Negative SEO, hab ich schon per eMail, per Post oder auch direkt über Skype Anfragen dazu bekommen. Sogar mal über ein Call-Center. Also das Tor zur Hölle ist schon lange + weit offen. Google hat es damals aufgesperrt als es AdWords-On-Top brachte und sich in die organische Suche einmischte mit Videos (inzwischen nur noch YouTube), Maps und nicht zu vergessen, sowas wie /hotels und /cars oder das Wetter…

    Vielen (vor allem den „Nutzern“ und „Käufern“) ist heute noch nicht klar, welche gigantischen Summen Online-Marketing inkl. SEM die Unternehmen kostet. Doch die ersten Entlassungen sind da. Wie bei den neuen Google-Änderungen, kommt das alles schleichend.

    Hier noch ein Link i.S. „Versteuerung“. War das 2012 nicht mal im Gespräch, Umsätze die in Deutschland getätigt werden auch in Deutschland zu versteuern? Gemacht wird wieder mal nix.

  11. Alex Website sagt:

    @Linda: Stimme mit dir überein, daß Google will daß wir uns durch das Disavow-Tool gegenseitig „anschwärzen“ und Google so Arbeit abnehmen sollen – Marke Ameisen. Doch der Plan wird nicht mehr aufgehen, denn wie man jetzt beim letzten Update schon gesehen hat, werden wir alle nicht mehr so leicht nervös. Google hat sein Revier klar abgesteckt in den letzten Monaten – nämlich: „ALLES MEINS“.

    Wir können uns da einfügen oder eben nicht. „Brot und Spiele für das Volk“ – für uns bedeutet dass tierische Updates und MC-Wahrsager-Videos. Doch für unsere deutschen Unternehmen bedeutet das einen schleichenden Tod, so schleichend wie die dadurch „unsichtbaren“ Google-Updates für normale Benutzer und damit Kunden.

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