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Sind Google+ Views der neue PageRank?

Google  |   |  , 10:11 Uhr  |  18 Kommentare

Google PageRankNachdem bei Pages bzw. Personen nun die Anzahl der Views bei Google+ angezeigt wird, mehren sich die Gerüchte, dass dieses Googles neue Kennzahl im Kampf gegen Spam bzw. zur besseren Relevanzberechnung der SERPs sein könnte. Nachfolgend einige Begründungen, warum es ausgerechnet die Views bei Google+ sein könnten, welche nach und nach den PageRank ersetzen könnten…

1. Das Phänomen Yonatan Zunger

Nachdem Google+ die Anzahl der Views eingeführt hat, hat bislang nur +Yonatan Zunger ein offizielles Statement vonseiten Google dazu abgegeben. Der Name Yonatan Zunger dürfte den meisten Webseiten-betreibern eher unbekannt sein, dennoch hat er durch seine rege Teilnahme bei Google+ bereits mehr als 23.000.000 Views (!) generiert. Zum Vergleich, +Matt Cutts hat gerade einmal gut 9.000.000 Views und selbst +Larry Page bislang nur knappe 30.000.000:

Yonatan Zunger

2. Das Phänomen GoogleWatchBlog

Die zweifelsohne mit Google in einem engeren Kontakt stehenden Betreiber des GoogleWatchBlog haben in ihrem Artikel über die Einführung der Views bei Google+ gewohnt direkt (!) darüber berichtet und stellen noch einmal klar, dass weder die Manipulierung der Anzahl der Follower noch die der +1´s entscheidend für ein gutes Ranking bei Google+ bzw. in den SERPs sind:

Wem dieser Count dennoch suspekt ist, und diesen nicht im eigenen Profil anzeigen möchte, kann dies jederzeit in den Einstellungen ausblenden lassen. Es bleibt abzuwarten wie sich das Interesse an dieser Anzeige entwickeln wird. Wer bisher +1 und Follower gesammelt hat, hat nun noch eine weitere Zahl für das Ranking des eigenen Profils. (Quelle)

3. Das Phänomen der Views an sich

Yonatans Erklärungen über die Eigenschaft eines Views sind ungewöhnlich genau und beinhalten einen konkreten Hinweis, dass in einem immer mehr auf einen sozialen Stream aufbauenden Web die ledigliche Ansicht eines Webinhalts (nicht der Klick darauf und als zweites (!) erst dessen Share) das einzig wahre bzw. kaum zu manipulierende Kriterium für dessen Qualität ist:

What constitutes a „view?“ For your profile, when someone goes to view your profile page. For other things, it’s when they look at it — e.g., when one of your posts shows up on someone’s screen. (That’s because this is how most people read posts: showing up in a stream, without clicking on it explicitly) Looking at your hovercard doesn’t count. (Quelle)

4. Das Phänomen Matt Cutts

Nur einen Tag nach Integration der Views bei Google+ hat Matt Cutts in einem Webmaster-Help Video erklärt, dass Google kurz davor steht, eine Algorithmus-Änderung einzuführen, welche dazu führen soll, dass Google die Autorität einer Webseite bzw. die Popularität einer Person unabhängig (!) von der Re-putation bzw. dem PageRank irgendeiner Webseite berechnen kann:

Wem Googles spielerischer Umgang mit sich selbst ein wenig bekannt ist, der wird erahnen, dass es wahrscheinlich tatsächlich der Post von Yonatan Zunger ist, der unserer Vermutung über die zukünftige Wichtigkeit der Views bei Google+ am meisten Flügel verleitet. Warum hat sich genau der Mitarbeiter von Google über die Wichtigkeit der Views bei Google+ geäußert, welcher mit Abstand davon am meisten hat?

Eure SEO-united.de Blogger

P.S: Wer jetzt meint, mit einer eher mainstreamig-lastigen Beteiligung bei Google+ (über Lady Gaga usw.) die SERPs zu erobern und somit indirekt das Ranking seiner Nischenseite zum Thema Urlaub in Pose-muckel zu manipulieren verbessern, der hat recht! Das ist Google wie es leibt und lebt, ein wenig Platz für SEO bzw. Spaß wird es immer geben 😉

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Mole sagt:

    Ich kenne Texte von Wissenschaftlern deren Qualität ist um ein Vielfaches höher als ähnlicher Bockmist von den ganzen Teenies oder Techbloggern. Leider haben diese Leute keinen Google+ Account oder interessieren sich für Facebook etc. und werden so für die Google-Suchmaschine der Zukunft nicht mehr relevant sein. Google schafft sich ab. Wolfram|Alpha hat vielleicht doch eine Chance. Ich bin gespannt.

    Google nervt einfach nur noch.

    • Nina Website sagt:

      In einem Punkt muss ich dir Recht geben. Personen die sich nicht für soziale Netzwerke interessieren durch den neuen Algorithmus noch mehr ins Abseits gedrängt werden. Jedoch ist es auch so, dass wenn qualitativ hochwertige Artikel im Netz erscheinen, diese doch von der Community bzw. den Lesern so verbreitet werden sollten, dass Google darauf aufmerksam wird. Klar wird ein Blog mit 10 Posts, keine Spitzenplatzierungen erreichen. Doch ich glaube, dass die Qualität eines Artikels später alleine dazu führen wird, in den Top-Platzierungen zu landen und sich so eine Art Schneeballeffekt auf die ganze Seite auswirken wird.

      Das Google die Ergebnisse jetzt mit „realen“ Personen verbinden will, halte ich gar nicht für verkehrt und ist ein Schritt in die richtige Richtung. Mal schauen was sich dort noch tut, bin gespannt.

    • Yan Website sagt:

      „Google schafft sich ab“, genau das habe ich bei dem Text auch gedacht…

  2. Gretus Website sagt:

    Hi Mole,

    zu erkennen was gut ist ist nicht Googles Problem, nicht umsonst haben sie auch diverse Bücher usw. eingescannt. Googles Problem sind die schlechten Inhalte bzw. diejenigen Inhalte, welche aufgrund des immer schneller werdenden Internets immer gehäufter bzw. sogar in immer ähnlicherer Form auftreten. Hier bietet eine differenzierte Betrachtung über Google+ eine gute Chance…

    Grüße

    Gretus

    P.S.: Wolfram|Alpha ist eine gute Suchmaschine, leider ressourcentechnisch nur nicht wirklich mainstreamtauglich.

  3. Mole sagt:

    Google+ wie auch z.B. die Seitenverweildauer sind Parameter die nur Google messen kann bei Mitgliedern von Google. Ein Nichtmitglied von Google wird hier nicht erfasst und somit ist eine objektive Bewertung einer Webseite nicht gewährleistet. Google bildet seine eigene Blase und entfernt sich so immer mehr von einer Suchmaschine hin zu einem kleinem Googleversum oder Googlenet. Google durchsucht nicht mehr wirklich das Internet sondern nur noch Google.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo,

      ja genau, und morgen machen wie es wieder! Jede Minute sogar mittlerweile fast, da nicht wenige nach aktuellen Dingen suchen und nicht nach wissenschaftlichen Abhandlungen. Naja, jeder so wie er meint es gerade brauchen zu müssen…

      Grüße

      Gretus

  4. Adrian Website sagt:

    Google+ Views als Rankingkriterium halte ich für ziemlichen Schwachsinn. Aktive Blogger, die auch auf Google+ posten hätten dann einfach ungerechte Vorteile gegenüber statischen Websites, auf denen kein neuer Content kommt oder Webmastern, die nicht auf G+ sind (ja, das gibt es noch)

    Die Möglichkeiten zur Manipulation wären enorm, das hat nichts mehr mit SEO zu tun. Ich vermute eher, dass der Einfluss auf die SERPs kaum messbar sein wird.

    • Gretus Website sagt:

      Hi Adrian,

      letztendlich geht es womöglich ja auch um die Inhalte die (vom wem) betrachtet werden. Man muss noch nicht mal selbst bei Google+ dabei sein also…

      Grüße

      Gretus

  5. Maxim sagt:

    Es geht doch einfach nur um den Author-Rank. Die Anzeige der Views im G+ Account ist meiner Meinung nach einfach nur die Darstellung der möglichen Autorität.

    Viele Views = Populär, wenig Views = Unbekannt.

    Direkte Rankingvorteile, ob in Google oder in den SERPs wird das kaum haben, dafür eher indirekte. Wenn einer im Rampenlicht steht und entsprechend viele „Views“ auf seinem G+ Profil hat wird wohl auch entsprechend viele Shares und +1s für Beiträge einsammeln, was dann wiederum dazu führt, dass diese aufgrund der Popularität evtl. besser gerankt würden als weniger populäre Beiträge.

    Die einfachste Lösung ist meistens die richtige – Würde ich auch in diesem Fall tippen. :)

  6. […] SEO-United hat das Thema ebenso in einem Post aufgegriffen […]

  7. Andy sagt:

    Google hat kein Interesse daran qualitativ hochwertige Inhalte zu erkennen, das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Google wird nur alles daran setzen die Masse zu erreichen und das hat selten etwas mit Qualität zu tun. Dafür sind die Views als Faktor keine dumme Idee, um es salopp auszudrücken. Das Views eventuell noch besser zu manipulieren sind, steht auf einem ganz anderen Blatt. Als weiterer Indikator jedoch sicherlich nicht uninteressant.

  8. Comeso Website sagt:

    Wirklich wirklich krasser Eingriff. Letztlich weiß ich gar nicht, was es dann *wirklich* über eine Seite aussagt, wenn es dann sogar zum großen Teil um den Author Rank geht…

  9. Rainer Safferthal Website sagt:

    Super. Ich werde dann mal mein G+ Profil über Besucher- und Mailtausch etwas bewerben. Zusätzlich baue ich noch ein 1×1 Pixel großes Iframe mit meinem G+-Profil in meine Domains ein. :-) Zum Glück interessiert mich das Googlenet von Tag zu Tag immer weniger.

  10. […] SEO-united.de argumentiert, warum Google Plus Views möglicherweise bald den PageRank ersetzen könnten […]

  11. Venaticor Website sagt:

    Also geht es jetzt los mit Google+. Da will wohl jemand etwas pushen, damit es eine ernst zu nehmende Konkurrenz zu Facebook wird…

    SEOs werden so wohl die nächsten Jahre nicht mehr arbeitslos.

  12. Franny Website sagt:

    Google predigt doch immer, dass die Qualität der Texte das A + O sind. Also gehe ich mal stark davon aus, dass das auch immer noch die größte Relevanz hat oder etwa nicht? Hab bei Google+ 204.000 Views, welchem PR dürfte das dann wohl entsprechen? PR2? 😉

  13. Tina-Maria Website sagt:

    Bin ein aktiver Blogger :) und meine Beiträge werden automatisch mit Google+ verbunden. Sehe ich das jetzt richtig, das dies auch mit in den PR mitzählt?

  14. Anton Website sagt:

    Ich stelle immer mehr fest, dass das Angebot bzw. der Inhalt der Seite immer geringere Rolle spielt. „Content is king“ ist irgendwie nicht. Obwohl erst relativ kurz dabei in den Reihen der Online-Merketer, müssen wir bereits feststellen, dass unsere Bemühungen um sinnvolle Inhalte uns nichts bringen.

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