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Urteil gegen Google – Interview mit PsykoMaN

Google  |   |  , 10:51 Uhr  |  40 Kommentare

Kürzlich hat der Künstler Thomas Horn vor dem Landgericht in Hamburg eine Klage gegen den Suchmaschinenbetreiber Google gewonnen. Google ist es nicht länger gestattet, die Bilder des Künstlers in der Bildersuche aufzuführen. Das Urteil hat für viel Aufsehen gesorgt, könnte es doch das Ende für die Google Bildersuche bedeuten. Thomas Horn hat sich bereits erklärt, SEO-united.de ein Interview zu geben…

H. Hemken: Zunächst einmal vielen Dank, dass Sie sich zu einem Interview bereit erklärt haben. Wer sind Sie und was machen Sie?

T.  Horn: Ich lebe seit 1969 in Hamburg und habe Einzelhandelskaufmann für Mode gelernt. Nach meiner Lehre habe ich 9 Jeansläden als Verkaufsleiter betreut und war Einkäufer und Personalchef bei Jean Pascale. Mit dem Inhaber zusammen, habe ich die Shops konzipiert und erfolgreich eingeführt.

Seit 1984 bin ich selbstständig und habe in Italien „Domani“ Kollektionen produziert. Seit 1992 kreiere ich hauptsächlich T-Shirt Kollektionen und arbeite mit anderen Künstlern zusammen. Seit 1994 mache ich zusammen mit einem Freund PsykoMaN. Von mir und meinem Freund Csabi stammen viele bekannte T-Shirt-, Spruch- und Funmotive, It`s cool Man, Pudel u.v.m. Das Pudel Motiv wird mittlerweile weltweit gefakt, sogar von Puma. So ist die Welt, überall Rechtsanwälte die mitreden und mit abkassieren wollen.

H. Hemken: Sie haben vor einigen Tagen vor dem Landgericht Hamburg einen Prozess gegen den Suchmaschinenbetreiber Google gewonnen. Gegen was haben Sie konkret geklagt?

T.  Horn: Google, Telekom, Freenet und AOL hatte ich aufgefordert, meine PsykoMaN Bilder aus der Bildersuche zu entfernen. Google + Co. haben dieses abgelehnt, lediglich Freenet hat später die Ergebnisse unter PsykoMaN komplett gelöscht. Klage habe ich schlussendlich eingereicht, weil die Anwälte der Multis nicht wahrhaben wollten, dass ich lebe und mir die  PsykoMaN Comicdarstellungen tatsächlich gehören.

H. Hemken: Für viele überraschend, haben Sie die Verhandlung gewonnen. Haben Sie selbst damit gerechnet, mit Ihrer Klage durchzukommen?

T.  Horn: Ja, denn das weltweit gültige Urheberrecht schützt uns Kreative. Google hat bereits 2003 einen Prozess in Hamburg verloren. Dieses ist den meisten aber unbekannt, da Google sich wohl seinerzeit heimlich mit dem Kläger geeinigt hat, zur Hauptsacheverhandlung ist es nämlich nie gekommen. Google Deutschland wurde danach im Handelsregister Hamburg abgemeldet und später erneut angemeldet, dieses Mal mit einem anderen Geschäftsfeld,  nur noch zur Werbeaquise für die Google Inc. USA. Somit konnte ich auch nicht gegen Google Deutschland, sondern nur gegen Google Inc. USA klagen.

Die Google Anwälte sind schon „tricky“ und „abgezockt“. Das Urheberrechtsgesetz gewährt den Urhebern Rechte zweierlei Art. Zum einen sind es Vermögensrechte, d.h.  die eigenen geschützten Werke auf verschiedene Art und Weise zu nutzen oder nutzen zu lassen. Üblicherweise gestattet der Urheber dieses dann nur gegen Zahlung eines entsprechenden Honorars, so dass er am Erlös aus sämtlichen einzelnen Nutzungsarten angemessen beteiligt ist. Darin liegt das materielle Interesse des Künstlers.

Zum anderen gibt es ideelle Rechte, die sicher stellen, selbst zu bestimmen, ob, wie, wann und in welcher Form z.B. eine PsykoMaN Darstellung an die Öffentlichkeit gelangt, sich vorzubehalten, ob und in welcher Form diese verändert werden darf, es unter eigenem Namen oder unter einem Pseudonym erscheinen zu lassen, sowie das Recht, sich gegebenenfalls von dem „Werk“ zu distanzieren, wenn es nicht mehr seiner Überzeugung entspricht. 

H. Hemken: Laut Urteil ist es Google nun nicht länger gestattet, Ihre Bilder in der Bildersuche anzuzeigen. Wurden die Bilder bereits entfernt?

T.  Horn: Nein. Google ignoriert die Gesetze und respektiert die Künstlerrechte nicht. Gleichzeitig hat bekanntlich auch noch der Fotograf  Michael Bernhard geklagt und ebenfalls gewonnen. Da kommt meines Erachtens noch mehr auf Google + Co. zu. Ich hoffe, dass die Comicverbände, Künstlerverbände, Buchautoren und weitere Künstler ihre Rechte endlich wahrnehmen und auch durchsetzen. Irgendwann läuft das Fass über. Allerdings wollen die meisten Künstler mit Juristen und Gerichten nichts zu tun haben. Die Feingeistigen empfinden die Wortklauber und Sinnverdreher eher als ein Geschwür und leben lieber in ihrer eigenen Welt.

H. Hemken: Entscheidend für das Urteil war die Verletzung Ihrer Urheberrechte. Hatten Sie auch konkrete Nachteile durch die Listung Ihrer Bilder?

T.  Horn: Konkrete Nachteile hatte ich definitiv. Ich war verwundert und konnte es nicht glauben, dass der Verkauf von z.B. Postern seit 2002 extrem zurückgegangen war. 2002 konnten wir für 30.000 Euro Poster verkaufen, 2004 waren es dann nur noch 2000 Euro. In diesem Jahr entdeckte ein Freund Anzeigen mit PsykoMaN- Handybildern in der Computer Bild sowie der TV Digital welche nicht von mir waren.

Im Internet über die Bildersuche von Google waren 52000 PsykoMaN Anbieter angegeben. In den USA, England, Frankreich, Japan u.v.m. wurden PsykoMaN Poster angeboten für die niemand eine Lizenz erhalten hatte. Da wusste ich was die Stunde geschlagen hatte und einiges wurde mir klar.

H. Hemken: Auf der anderen Seite gibt es mit Sicherheit auch Künstler, welche durch die Verbreitung Ihrer Werke im Internet profitieren. Sehen Sie da genauso?

T.  Horn: Mag sein, meine Erfahrung ist jedoch eine andere. Ich habe noch keinen Künstler kennen gelernt, der über das Internet wirklich Geld verdient hat. Ich weiß z.B. aus der Fashionszene, dass Designer alles dran setzen, Vorlagen für Motive vor der Veröffentlichung im Internet zu schützen.

Ein gutes Beispiel ist da die „Gorilla“ Kollektion aus Kopenhagen, diese basiert ausschließlich auf aus dem Internet geklauten Motiven. Der Inhaber von Gorilla hat sein Geschäft nach einem Jahr für 1 Millionen Euro verkauft und lebt jetzt in den USA. Da können Sie nichts machen.

Wenn man als Künstler sein Recht einklagen will, hat man schon in Europa große Probleme und kann selbst mit einem Koffer Geld nichts erreichen. Ich habe festgestellt, dass in dem Moment wo ein Motiv von mir im Internet steht, der Verkauf quasi tot ist. Nehmen Sie bekannte Marken wie Dolce&Gabbana, da muss man gar nicht mehr aus dem Haus, um die neuesten Motive und Ideen zu bekommen. Schauen Sie auch an was bei den Musikern passiert. Klasse finde ich es wie es AC/DC gemacht haben. 5 Jahre abgewartet, iTunes boykottiert und in 12 Minuten alle Konzertkarten verkauft.

H. Hemken: Es gibt bestimmte Methoden (robots.txt etc), mit welchen man die Inhalte einer Webseite vor der Indexierung durch Google sperren kann. Wie konnten Sie sich gegen dieses mit Sicherheit von Google angebrachte Argument zur Wehr setzen?

T.  Horn: Ich habe nie eines meiner Motive ins Internet gestellt und auch nie jemanden dafür die Erlaubnis erteilt. Meinen Lizenzpartnern habe ich verboten PsykoMaN Motive ins Internet zu stellen. Jetzt lese ich in verschiedenen Blogs, dass selbst wenn die robots.txt genutzt wird, der Inhalt der Seite trotzdem ins Internet gelangt. Rechtlich ist die robots.txt auch ein unverbindliches Angebot wie man mir sagte.

H. Hemken: In der Tat hat nie ein Webseitenbetreiber sein Einverständnis gegeben, dass Google dessen Inhalte indexieren darf. Sind Sie sich der möglichen Auswirkung Ihrer Klage bewusst? Sie könnten den Anstoß dazu gegeben haben, einem Milliardenunternehmen dessen Fundament, sprich unser aller Inhalte zu entreißen?

T.  Horn: Das glaube ich nicht. Google hat es selbst in der Hand und auch die Technik um „sauber“ zu arbeiten. Das Unternehmen könnte ohne weiteres die Künstler an der Vermarktung ihrer Werke beteiligen. snap.com und orange.co.uk z.B. nutzen heute schon technische Lösungen um einfaches Downloaden von Bildern zu verhindern.

Momantan gibt aber Google den Takt vor. Solange Google die Künstlerrechte nicht respektieren will, können die zur Zeit noch konkurrenzfähigen Bildersuchen von Yahoo und MSN auch nicht anders, da die Bestätigung des Urteils aus Hamburg, also die Klage bis zum Bundesgerichtshof noch fünf Jahre dauern kann. Danach kann theoretisch noch das Verfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof bemüht werden.

Die Gerichtsbarkeit hechelt dem digitalen Zeitalter hinterher. In Hamburg haben es die Richter immer schwerer, weil der Justizminister Personal verweigert. Das weiß Google, darauf setzt Google.  Google hat ja auch ein Politikbeeinflussungskonto angelegt. Das „Schmieren“ geht heute mit Beraterverträgen und gut bezahlten Gutachten. Verlockend sind auch Sitze im Vorstand. Die Politiker machen die Gesetze, sehen zu dass Sie was vom „Kuchen“ abbekommen.

Es gibt einen Spruch: Ehrlich währt am Längsten und letztendlich wird Google den kürzeren ziehen, wenn sie so wie bisher weitermachen und aus allen Ländern der Welt den Inhalt von Rechteinhabern klauen und rechtswidrig vermarkten. Wer lässt schon diesen immensen volkswirtschaftlichen Schaden den Google ausübt auf dauerhaft auf sich sitzen? „Don` t be Evil“ war am Anfang. Mittlerweile strebt Google das weltweite Monopol an. Das was ich in diesem Moment schreibe steht später  weltweit im Netz und wird gespeichert. Big Brother is watching you.

H. Hemken: Sie klingen sehr überzeugt. Es könnte durchaus sein, dass Google auch in Ihrem Fall eine außergerichtliche Einigung anstrebt. Würden Sie sich darauf einlassen?

T.  Horn: Nein, Google und deren Anwälte haben extrem ehrverletzend und menschenverachtend gehandelt. Sicherlich hätte man sich vorgerichtlich mit meinem Freund und mir einigen können.

Die Welt besteht nicht nur aus Google. Meine Klage zeigt, dass in Deutschland das Rechtssystem noch funktioniert und die Gesetze greifen. David kann gegen Goliath bestehen. Die Politik sollte nicht fortwährend Richterstellen streichen und die Prozesskostenhilfe reduzieren. In Hamburg hat die Urheberrechtskammer große Probleme, sie hat einfach zu wenig Richter. Bei den anderen Kammern sieht es genauso aus, Verfahren dauern deshalb oft Jahre.  Die Staatsanwaltschaft in Hamburg hat für Wirtschaftsangelegenheiten 3,5 Planstellen für 2 Mio. Einwohner. Die Politik scheint zu wollen, dass Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft wird.

Aber zurück zu Ihrer Frage. Wenn ein korrekter Unternehmer mir einer kreativen Programmierercrew sich bei mir melden würde kann man über alles reden. Ich bin überzeugt, dass Künstler sich nicht mehr verweigern, wenn diese über ein Beteiligungsmodell an den Einnahmen profitieren. Ein Modell wie die Gema für Musiker könnte es sein.

H. Hemken: Als Befürworter unseres Rechtssystems bin ich der Meinung, dass Klagen wie Ihre notwendig sind und Unternehmen wie Google ihr Handeln immer wieder vor Gericht rechtfertigen müssen. Ich wünsche Ihnen alles Gute und bedanke mich für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

T.  Horn: Ich danke Ihnen dafür, das Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, mich hier äußern zu dürfen und würde mich freuen, wenn Ihre Leser mich zumindest teilweise verstehen. Bildersuchen stehen nicht vor dem Aus, sie werden besser davon bin ich überzeugt.
 

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Nila Website sagt:

    Interessantes Interview. Doch die Rechtslage ist auf der Seite des Klägers, da Google sein Urheberrecht verletzt hat. Dies ist meines Erachtens ein Urteil mit Lawineneffekt…

    Zumindest ist Herr Horn mit seinem PsykoMan durch diese Klage bzw. dank Google jetzt in aller Munde und somit bekannt geworden.

  2. Phil Website sagt:

    Interessantes und aufschlussreiches Interview, da stimme ich Nila zu. Aber „die Politik scheint zu wollen, dass Wirtschaftskriminalität nicht bekämpft wird.“, das glaube ich nicht sonderlich…

    Gruß

  3. […] abzubilden. Auf SEO-United findet Ihr dazu ein Interview mit Thomas Horn, einem der Kläger: Urteil gegen Google – Interview mit PsykoMaN […]

  4. anonym sagt:

    Eigentlich bin ich nur ein stiller Leser dieses Blogs. Aber bei diesem Thema nöchte ich mich nun doch mal zu Wort melden!

    Natürlich erhoffen sich viele der Webmaster einen Vorteil, wenn sie ihre Inhalte bei Google listen. Ob das aber wirklich so ist und ob die Vorteile für das Unternehmen nicht größer sind ist hierbei fraglich.

    Spannend wird es, wenn man sich die Masche anschaut. Google hat nie auch nur einen Webmaster gefragt, ob man die Inhalte speichern darf. Es ist, als ob jemand vorbeikommt, in die Wohung geht und alles fotographiert, analysiert und anderen in aufbereiteter Form zur Verfügung stellt. In meinen Augen ist das sogar Diebstahl geistigen Eigentums, nicht nur im Bezug auf die Bildersuche.

    Ich finde die Diskussion hoch spannend und frage mich, wohin das noch führt. Hoffentlich zieht hier mal jemand eine Grenze!

    Eigentlich komisch, dass nicht längst die Datenschützer auf der Matte stehen, der einfache Vergleich in meinem Kommentar zeigt die Prägnanz dieser Situation.

  5. Martin Website sagt:

    Wenn du nicht willst, dass jemand in dein Haus geht, dann schließt du es ab und hast (hoffentlich) zumindest Türen. Jeder der eine Website betreibt sollte wissen, dass diese grundsätzlich erst einmal für alle offen ist – außer man schließt bestimmte Benutzerkreise aus.

    Ich verfolge die Diskussion mit gemischten Gefühlen: Bei Websites und darauf befindlichen Bildern/Texten habe ich kein Problem, dass Google die Sachen auswertet und bewertet. Anders sieht mein Gefühl aus, wenn ich durch München laufe und ein Google Car fotografiert mich ungefragt. Also hier bekomme ich dann tendenziell auch Bauchschmerzen.

  6. Gretus Website sagt:

    Hallo Martin,

    das Interview macht deutlich, dass die ungefragte Listung von Bildern gerade für Künstler problematisch ist. Nimmt man Poster als Beispiel, suche ich mir einfach ein beliebiges Motiv und lasse mir ein Poster nach Hause schicken. Das gleiche bei T-Shirts, ich wette bei entsprechenden Anbietern fragt keiner nach den Rechten der Bilder…

    Grüße

    Gretus

  7. Jan sein Blog > Interview mit dem Googlebezwinger Website sagt:

    […] Ein Interview mit dem Künstler Thomas Horn, der vor dem Landgericht Hamburg mit einer Klage gegen den Suchmaschinenbetreiber Google […]

  8. Target-Tom sagt:

    Mich erinnert die ganze Diskussion an das Thema illegale Musik-Downloads. Meiner Meinung nach haben Herr Horn und andere Künstler einfach die Zeit verschlafen und suchen jetzt einen Sündenbock. Genau wie damals die Musikindustrie als sie den Einzug ins Internet verpasst hatten und dann nur noch geklagt haben ohne sich mal Gedanken über vernünftige Konzepte zu machen.

  9. Interview - PsykoMaN gegen Google - Nilas Blog Website sagt:

    […] Auf SEO-UNITED kann man das ganze Interview mit Herrn Horn nachlesen […]

  10. emediablogger Website sagt:

    Schönen Dank für den Artikel und die eigentliche Darstellung des Gegenstandes. Schon an der inhaltlich eigentlich nicht richtigen Weiterverbreitung einer Urheberrechtsverletzung seitens Google sind die hier vertretenen unterschiedlichen Interessen zu erkennen. Offenbar hat gar nicht Google die Urheberrechte verletzt, da ja Bilder nicht seitens des Künstlers ins Netz gestellt wurden sondern durch Dritte. Dies ist zweifelsohne ein Problem, das einer entsprechenden Bearbeitung bedarf. Wenngleich eine Entfernung der Bilder aus einen Index ab einer gewissen Verbreitung sinnvoll ist, würden behördliche Maßnahmen zur Ermittlung der Verursacher des Mißbrauchs der Allgemeinheit einen größeren Dienst erweisen. Hiervon sind nämlich viele betroffen, z.B. auch Webmaster deren Inhalte für illegale SEO Methoden verwendet werden. Ein Gegenstand von dessen Würdigung ich noch nichts gehört habe und der immerhin Webseiten bis hin zum Verschwinden aus einem Index mit Folge des Geschäftsverlustes schädigen kann. Suchmaschinen betrachte ich jedoch als wesentlichen Teil der Infrastruktur des Internet, ohne welche dieses nicht dasselbe wäre und auch nicht den Nutzen hätte. Gute Suchmaschinen sind ohne Zweifel ein bedeutender und von der Allgemeinheit geschätzter Bestandteil der Informationsgesellschaft und informationellen Infrastruktur. Daran solten und werden Gegenstand des Verfahrens und Urteil wohl auch nichts ändern und das sollten sie auch nicht.

  11. Uwe sagt:

    Hehe, was heute als „Interview“ durchgeht, unglaublich. Die vielen „Recht Schreib Fehler“ sind lästig beim Lesen, aber verzeihbar.

    Der Letzte Satz des Interviewers(!) zeigt mir, was für ein Schwachsinn das komplette Interview ist. „Kritischer Journalismus“ sozusagen, Hut ab!

  12. Morgens verlinkt am 24.10.2008 | Alles 2null - Die Web 2.0-Welt sagt:

    […] hat ein Interview mit dem Google Verkläger geführt und veröffentlicht. Hintergrund: PsykoMaN (der Künstler) hat es erfolgreich verboten, […]

  13. Anke Website sagt:

    Mühsam erstellte Texte sind im Gegensatz zu Bildern und Musik kaum geschützt – und es ärgert mich ungeheuer, wenn die einfach von jemand anderem eingesetzt werden, und ich frage mich dann, warum Texte eigentlich anders behandelt werden,als Bilder . Andererseits könnten Suchmaschinen zumachen, wenn Texte genauso geschützt wären, wie Bilder….. Schwieriges Thema….

  14. Konrad Website sagt:

    @Martin: Wenn ich nicht will, dass jemand in mein Haus geht, brauche ich es nicht abschließen. Das Betreten ist auch nicht erlaubt, wenn es offen ist.

    Analog geht darum, dass Google die Erlaubnis haben muss, um Dinge zu speichern (= das Haus zu betreten) und das Google nicht davon ausgehen darf, dass wenn jemand nicht explizit die Nutzung verbietet (robots.txt, analog ein Türschloss), es nicht bedeutet, dass die Zustimmung zur Nutzung (zum Betreten des Hauses) gegeben wurde. Und Google verwertet nunmal die Werke anderer, z.B. durch Werbung. Ich hoffe man kann ungefähr verstehen, was ich meine 😀

  15. […] Näheres zu den Hintergründen und den Motiven des Klägers erfährt man in einem Interview, das seo-united.de mit dem Künstler Thomas Horn aka “PsykoMaN” geführt […]

  16. Martin Website sagt:

    @Konrad: Ja, bei einem Haus/Wohnung hat es sich eingebürgert, dass man nicht ungefragt eintritt – das hat die Gesellschaft so bestimmt. Übrigens, in anderen Ländern ist das scheinbar gar nicht so üblich dass die Häuser verschlossen werden – ich erinnere mich z.B. noch wage an Bowling for Columbine, dem Film von Michael Moore – dort ist er einfach bei Kanadier und bei US-Amerikaner reinspaziert – die Reaktionen waren durchaus unterschiedlich.. (Ok, Moore ist auch ein Populist.. ;-)!)

    Was ich damit sagen will: Privatwohnungen sind gesellschaftlich tabu, das ist okay. Bedient man sich des Internets, dann muss man einfach wissen, dass die Website für jeden grundsätzlich erst einmal erreichbar ist – auch für Google & co. Ansonsten funktioniert ja das Prinzip Internet auch nicht. Vielleicht fehlt dem Internet auch einfach eine AGB: „Wenn Sie im Internet präsent sein wollen, dann akzeptieren Sie, dass Ihre Website ausgelesen und besucht werden kann. Ansonsten kennzeichnen Sie Ihre Website entsprechend…“

    Wenn einen die Sonne blendet, dann zieht man übrigens auch eine Sonnebrille auf! 😉

    Was natürlich gar nicht geht, ist dass irgendwelche dubiose Posterfirmen ohne Lizenz Materialien nachdrucken und verkaufen. Das will ich gar nicht gut heißen.. Ob die eingeblendete Werbung bei Google schon zu viel ist, finde ich auch grenzwertig. Letztendlich kann jeder Markeninhaber bei Google eine Sperrung seines Markennamens bei AdWords & co bewirken.

    Fazit für mich: Ich halte nicht allzuviel von diesem Urteil bzw. betrachte es mit sehr, sehr gemischten Gefühlen.

  17. earliest adopter sagt:

    Seien wir uns ehrlich, diese Praktiken sind essentiell für das derzeitige Internet und alles, was moderne Kommunikationstechnologien betrifft. Es sind alles Technologien, die kommunikations-kulturell undurchdacht sind. Um das zu verstehen, braucht man zum Beispiel nur das Chatten anschauen. Es verbreitete sich wie ein Lauffeuer, alle waren sofort Feuer und Flamme, es war ein Hype. Nun, ganz ehrlich, was sind die Folgen? Es hat dazu geführt, dass alle Menschen jederzeit verfügbar sind, wenn sie Online sind. Das wissen wir alle! Doch man sieht auch, wie oberflächlich die Online-Kommunikation inzwischen geworden ist, man kommuniziert nicht mehr wirklich. Die Respektkultur hat in der durchschnittlichen Kommunikation abgenommen und wird mit Füssen getreten. Genauso ist das mit den Bildern wie von Herrn Horn. Alle Business-Modelle von den Web 2.0-Angeboten basieren darauf. Das Ziel ist, schnell bekannt zu werden und dann absahnen. Es ist wie in der Finanzwelt, schnell Kohle machen und hoffen, dass alles gut geht zum persönlichem Nutzen. Das Internet ist gerade noch im Teenageralter und wird endlich erwachsen werden müssen, indem sie nachhaltig wird in jeder Hinsicht. Hier brauchen wir das real sustainable Web!

  18. […] bekommen. Ein Interview mit dem Künstler, das interessante Hintergrundinfos liefert, wurde von SEO-United […]

  19. Martin sagt:

    Gerne hätte ich mich im Internet informiert, was der Junge denn so gestalterisch leistet …

    … aber das will er ja nicht. Schade.

  20. GoogleWatchBlog - Interview mit dem Bildersuche-Kläger sagt:

    […] Die Kollegen von SEO-United haben jetzt ein Exklusiv-Interview mit ihm der das ganze aus seiner Sicht schildert […]

  21. Unverständnis sagt:

    Ist das mehr als eine ärmliche Geschäftsidee, weil`s mit den Postern nicht mehr läuft? Wenn er nie ein Bild ins Internet gestellt hat, kann er doch Google für die Aufklärungsarbeit im Vorfeld seiner Prozesswelle nur dankbar sein. Die Bilder stehen ja im Netz, ob G. das indiziert oder nicht. Nur ist bei G. sicher mehr zu holen, als bei xyz…

    „…über ein Beteiligungsmodell an den Einnahmen profitieren. Ein Modell wie die Gema für Musiker könnte es sein.“
    Alles klar…

  22. Michael Website sagt:

    OK, Dritte haben also unerlaubt die Bilder ins Netz gestellt und diese frei zugänglich gemacht, wodurch sie von Google gefunden wurden. Geht man nun von dem Fall aus, dass es in Deutschland keine Bildersuche mehr gibt (egal von welcher Suchmaschine/Dienst) ändert es nichts daran, dass die Bilder a) im Netz bleiben und es b) schlichtweg andere Wege geben wird, diese zu finden.

    In meinen Augen wurde der Falsche verklagt und der Dumme ist der, der seine Bilder mit dem Wunsch das sie gefunden werden ins Netz gestellt hat bzw. die Informationssuchenden. Und das nur, weil wenige Kriminelle sich das zu Nutzen machen.

    Auch für den Urheber der Bilder wird es nun schwerer die unerlaubt veröffentlichten Bilder zu finden, muss er sich ja auch auf die Suche nach den anderen Wegen machen.

    Ich finde, es sollten die wirklichen Täter belangt werden und nicht der Aggregator (als was ich Google betrachte) und hoffe, das Urteil wird in nächster Instanz einkassiert.

  23. Gerhard Schoolmann Website sagt:

    Sehr geehrter Herr Horn,

    Sie sagen/schreiben: „Ein Modell wie die Gema für Musiker könnte es sein.“ Haben Sie noch nie etwas von der Verwertungsgesellschaft bildkunst.de gehoert.

    Diese Verwertungsgesellschaft macht doch fuer Kuenstler (so auch konkret fuer Designer) genau das, was die GEMA fuer musikalische Auffuehrungsrechte macht. Wenn Sie dort kein Mitglied sind, brauchen Sie sich eigentlich nicht zu wundern, dass Ihre Rechte nicht beachtet werden.

    Mit freundlichem Gruss aus Bamberg

  24. […] “PsykoMaN” Horn gegen die Google Bildersuche zu lesen. Gestern hat SEO-united ein Interview mit Thomas Horn veröffentlicht, in dem letzterer die Gelegenheit bekommt, seine Position in dem Rechtsstreit zu […]

  25. Loewenherz Website sagt:

    Das ist doch mal wieder ein richtig guter Linkbait. Hut ab! Spannend, den Kläger einmal selbst zu Wort kommen zu lassen.

    Ein Freund von Verwertungsgesellschaften bin ich nur begrenzt. Gerade GEMA ist für mich ein Reizwort. Wenn wir als Musiker aufgetreten sind, musste der Veranstalter Gebühren an die GEMA abführen, selbst wenn wir nur unsere eigenen – GEMAfreien! – Songs gespielt haben. Seit damals assoziiere ich eher Mafia mit solchen Gesellschaften. Insofern ist auch der Kommentar von Target-Tom zu bedenken: Man muss frühzeitig Konzepte für neue Medien/Distributionskanäle entwickeln, als hinterher zu jammern.

  26. Millus Website sagt:

    Also, ich bin Künstler (und ich kann schn sagen erfolgreich) und das Internet hat mir sehr geholfen. Das mit der Anklage find ich übertrieben und nicht notwendig. Falls Google verliert und die Bildersuche abgeschafft wird ist das eine traurige Sache.

    Es ist doch nicht Google´s Schuld, wenn die irgendwelche Firmen urhebergeschützte Bilder benutzen. Der Kläger hätte lieber Computer Bild etc. verklagen sollen, wenn diese seine Bilder ohne Genehmigung benutzen. Und es gibt zahlreiche Methoden, um seine Bilder selbst zu schützen. Der Kläger ist selbst schuld. Und es liegt bestimmt nicht an Google, dass die Künstler jetzt keine Ware mehr verkaufen. Irgendwann hatten wohl die Kosumenten genug von den Figuren. Manchmal ist eine Idee ausgebraucht. Ich hoffe Google gewinnt und ich denke, die Chancen stehen gut.

    Den wenn ich z.B. meine Wohnung nicht abschließe und die Tür noch weit offen lasse, dann darf ich mich nicht wundern, wenn bei mir eingebrochen wird oder sich jemand unerlaubt Zutritt verschafft. Man handelt fahrlässig. Vielleicht wurden diese Suchmaschienen nur angeklagt, weil man sich so Geld erhofft hat. Wenn also angeklagt wird mit dem Ziel ein Konzern Geld abzuzocken und dabei noch ein System abschafft, dass den ganzen Bürgern stets eine Hilfe war – und dies noch durch Detektive etc. bewiesen werden kann, könnten die Anwälte von Google es versuchten Betrug und Behinderung des gesellschaftlichen Systems nennen. Und wenn sie noch beweisen können, dass der Kläger selbst Schuld hat, dann hat Google gute Chancen zu gewinnen.

    Auch kann einfach bewiesen werden, dass Google nicht schuld am schlechten Geschäft des Klägers hat. Google muss nur paar andere Künstler und Firmen suchen, die in der selben Situation waren und das selbe Problem haben – aber keine Verluste machen. Jetzt werden richtige Staranwälte kommen und Statistiken und Nachprüfungen gemacht, um zu beweisen das der Kläger Unrecht hat. Und eine Firma wie Google hat genug Geld, um diese Beweise zu finden und mit Fakten zu hinterlegen. Gleichzeitig ist das auch eine gute Möglichkeit für Google sich für alle Mal von all diesen möglichen Klagschriften abzusichern. Ich hoffe, der Kläger muss dann nicht später Google Schadenersatz oder so zahlen, denn Google könnte ihn echt viel bezahlen lassen, um ein Beispiel zu setzen und Nachahmer abzuschrecken.

  27. Millus Website sagt:

    Und man sollte vor solchen Behaupten auch aufpassen: „Google hat ja auch ein Politikbeeinflussungskonto angelegt. Das “Schmieren” geht heute mit Beraterverträgen und gut bezahlten Gutachten. Verlockend sind auch Sitze im Vorstand. Die Politiker machen die Gesetze, sehen zu dass Sie was vom “Kuchen” abbekommen.“

    Vielleicht fühlt sich Google oder ein Politiker durch so eine Äußerung im Ruf geschädigt und klagt zurück, denn in dieser Aussage wird Google Korruption vorgeworfen. Ob die sich das Gefallen lassen?

    Als Tipp würde ich sagen: keine Interviews, nur noch Presseerklärungen, die von Anwälten oder Leuten, die vom Gesetz Ahnung haben, vor der Veröffentlichung abgesegnet werden.

  28. jens Website sagt:

    Herr Horn hat leider wirklich keine Ahnung und stellt sich leider zu dämlich für die Welt des 21 Jhd an. Sorry, aber die von ihm genannten Bildersuchen haben seine Bilder NICHT gesperrt, weil es nicht geht. Sie haben einfach das Wort „Psykoman“ gesperrt (dafür gibt es einfach keine Ergebnisse), wer aber nach anderen Begriffen sucht, kann seine Bilder immer noch finden.

    Und diese „ich bin so ein guter Mensch“ Geschichte ist einfach nur Heuschelei. Immerhin kann er erst mithilfe der Bildersuche diejenigen finden, die „seine“ Figur für T-Shirts oder so nutzen und diese dann abmahnen. So aber kann jetzt jeder T-Shirts mit seiner Figur verkaufen und er wird es leider nicht mehr erfahren. Sehr dämlich, Herr Gutmensch….

    Fazit: Unser Künstler findet sich leider im 21 Jhd nicht mehr zurecht (was ja der Musikindustrie ähnlich geht) und will zurück in die 80er. Viel Spaß!

  29. Elradon sagt:

    Also ich kann Herrn Horn nur beglückwünschen. Gerade, wenn die Rechtsverletzung so extrem ist, hat man einen guten Grund vor Gericht zu treten.

    Mir macht im Moment aber etwas mehr Sorgen, was aber im Zusammenhang mit der Googlebildersuche steht: Personensuchmaschinen, die Bilder aus google „klauen“ und bei sich einbinden. Die Argumentieren auch so: „so können Sie Rechteverletzer besser finden“ – danke auch, von der Behauptung halt ich nichts!

  30. […] Prozess gewann PsykoMaN vor einigen Tagen. SEO-United hat PsykoMaN interviewt und einige Interessante Antworten entlocken können. Ein sehr gutes […]

  31. Daniel Website sagt:

    Wenn die Bildersuche wieder eingestampft werden würde wären wir wieder Steinzeitalter! Wie schnell geht man auf die Suche nach einem Bild? Und wie schnell hat man dann eine Copyright Er wird nicht umhin kommen alle abzumahnen die seine Bilder widerrechtlich nutzen.

  32. […] hier sogar ein Interview zwischen SEO-United und dem Künstler Thomas Horn sowie viele […]

  33. […] Nachhinein haben sich noch einige interessante Details zu den Ursachen der Klage gestellt, die geradezu grotesk anmuten. Der eigentliche Klagegrund war das die Comicfiguren auf […]

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  35. […] Update: Ein Interview mit dem betroffenen Psykoman gibt es jetzt übrigens auf seo-united. […]

  36. […] SEO-United gibt’s ein ausführliches und unbedingt lesenswertes Interview mit Künstler und […]

  37. […] der letzten Ausgabe motivierte mich allerdings ob der hanebüchenen Darstellung der Causa PsykoMaN zu meinem ersten Leserbrief, und zwar als Reaktion auf diese Kolumne […]

  38. Gilly Website sagt:

    Kinners, habt ihr schon mal von .htaccess gehört?!

  39. Ryo sagt:

    Lol, weckt mich jemand wenn der Typ im 21. Jahrhundert angekommen ist?

  40. Interview mit dem Kläger gegen Google: SuMa Blog sagt:

    […] Das komplette Interview bei Seo-United […]

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