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Urteil – Google darf das Wetter anzeigen

Google  |   |  , 09:19 Uhr  |  12 Kommentare

Google LogoWie in dem auf searchengineland.com veröffentlichten Artikel `Google Wins Vertical Search Antitrust Case In Germany´ nachzulesen, wurde die Klage des Verbands Deutscher Wetterdienstleister bezüglich Googles Einblendung eigener Wetterdaten in die Suche offenbar abgewiesen. Der Verband hatte geklagt, weil Google bei Suchanfragen wie zum Beispiel `Wetter Berlin´ seit geraumer Zeit eine eigene Wetterbox einblendet und den anderen Wetterseiten dadurch massive Verluste entstehen…

Indeed the court argued that the weather association was essentially seeking to protect ad-revenue stability for its member publishers and shield them against the impact of market competition. It further asserted that Google was changing precisely in response to market forces and competition and that it had a right to do so, to provide what it regarded as the best overall user experience.

Fast man das Urteil des Gerichts auf die wesentliche Aussage zusammen, kann Google nicht dafür verantwortlich gemacht werden, wenn im Zuge des technischen Fortschritts bzw. der Verbesserung der User Experience der Nutzer einer Suchmaschine bestimmte `Business Modelle´ irgendwann auf der Strecke bleiben. Anders ausgedrückt, kann man seinen bisherigen Traffic bzw. die darüber generierten Einnahmen nicht einfach bei den Betreibern von Suchmaschinen einklagen und sich auf ewig darauf verlassen, unentwegt kostenlosen Traffic über Google und Co. zu erhalten:

Das bezüglich der Einblendung von Wetterinformationen gemacht Urteil könnte wegweisend auch für zu-künftige Rechtsstreitigkeiten bezüglich der Einblendung eigener Inhalte durch Google sein.

Auch einem Marktführer steht es im Zuge des Konkurrenzkampfes mit anderen Suchmaschinen zu, sich entsprechend der Ansprüche seiner Nutzer weiterzuentwickeln! Ob es bestimmten Webseitenbetreibern gefällt oder nicht, Der Nutzer einer Suchmaschine will nicht mehr lange nach etwas suchen, sondern die von ihm gewünschten Informationen am besten gleich auf dem Tablett serviert bekommen…

Weiterführende Informationen

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Tom sagt:

    Ja das ist schon eine harte Sache. Einerseits ist es schlecht für die Betreiber, die durch die neuen Content-Boxen Visits verlieren. Andererseits ist es für mich als Anwender wiederum besser.

    Ich würde es ja auch noch wünschenswert finden, wenn es direkt auch eine Übersetzung gibt – in so einer Box.

  2. […] Urteil – Google darf das Wetter anzeigen […]

  3. Jörg Website sagt:

    Inhaltlich absolut nachvollziehbar. Wer sich auf SEO als einzige Traffic-Quelle für ein großes Business verlässt, ist verlassen. Und zwar von allen guten Geistern. Für kleine Projekte kein Thema, aber große Geschäftsmodell sollte man dann doch irgendwie nachhaltig aufbauen.

  4. Max Adler Website sagt:

    Nur 16 Grad in Berlin? Zum Glück bin ich in Spanien 😀

  5. Rainer Safferthal sagt:

    Macht Google nicht damit einen Teil seiner Geschäftsgrundlage kaputt? Nämlich AdSense. Der Treffer nach der Wetter Berlin Box ist doch ordentlich werbeverseucht. Da sind doch bestimmt auch ein paar Google-Werbeblöcke dabei.

  6. Stefan Wienströer Website sagt:

    @Rainer: Nö, eigentlich nicht. Denn wenn die Leute auf der Seite bleiben verdient Google direkt das Geld für die Werbung und muss es nicht noch an externe Seiten weitergeben.

  7. Matthias Website sagt:

    Im Gegensatz zu anderem Content den Google anzeigt, die umstrittene neue Bildersuche sei dabei mal erwähnt, ist es bei den Wetterdaten was völlig anderes. Google kann sich die Daten wie jeder andere Wettbewerber einkaufen und auf seinen Seiten anzeigen. Seiten mit 10% Wetter und 90% Werbung braucht kein Mensch…

    • Frank Weber Website sagt:

      Vielleicht schimpfen dann mal mehr Leute auf Google was die für sch… Wetter wieder gemeldet haben.

  8. Volker Website sagt:

    Das Urteil ist in meinen Augen ein Schlag ins Gesicht für alle Webmaster, die sich mit viel Mühe eine Seite basteln, mit gutem Content füllen und diese dann später monetarisieren wollen. Zumal ja nicht unwahrscheinlich ist, dass sich zukünftige Rechtsprechung daran orientiert. Das macht eine Vielzahl an Webseiten und Geschäftsmodellen von heute auf morgen überflüssig. Einfach mal eben schnell die Kompaktinfos rechts in die Box gepackt und das Aufrufen entsprechender Webseiten ist nicht mehr nötig.

    In anderen Bereichen ist es ja teilweise auch schon so. Wenn ich Content von anderen Webseiten veröffentliche, habe ich ganz schnell Ärger am Hals. @Jörg: Jedes Geschäftsmodell im Internet ist letztlich vom Traffic von großen Suchmaschinen abhängig, oder du hast ein derart großes Budget dass du dir den Traffic anderweitig kaufst. Dadurch stehen den Einnahmen, die vor allem bei Infoseiten vergleichsweise gering sind, hohe Ausgaben gegenüber. Aussagen wie der entsprechende Webmaster sei von allen guten Geistern verlassen, finde ich sehr gewagt.

  9. Bernhard Website sagt:

    Trotz alledem ist die User Experience meiner Meinung nach nur das Argument und nicht der wahre Grund für die Veränderungen in den Ergebnissen. Letztlich geht es nur um die Werbeeinnahmen, so ehrlich muss man sein.

  10. Christopher Website sagt:

    Ich finde es ausnahmsweise mal ok dass Google die Wetterdaten einblendet. Es handelt sich hierbei um (hoffentlich) eingekaufte Daten und nicht wie sonst um die kostenlose Verwertung von Content.

    Für die Anzeige der Temperatur und die Wettertendenz reichen die Infos aus, wenn man aber z.B. als Sportler darauf angewiesen ist, wie sich das Wetter in den nächsten Stunden entwickelt, braucht man Seiten wie z.B. wetteronline.de, wo man ein gute Vorschau bekommt.

  11. Dave sagt:

    Ich finde diese Entwicklung bedrohlich. Sie wird irgendwann dazu führen, dass es keine Webseiten mehr gibt. Warum sollte ich noch eine Webseite betreiben, wenn diese nicht monetarisieren ist? Über Google war das bisher sehr gut möglich, aber andere Wege sind so gut wie nicht zu finanzieren.

    Zukünftig kann Google dann eben auch Vergleiche von Produkten und tiefergreifende Infos über Themen schnell selbst bieten und diese natürlich an Platz 1 der Suche setzen oder eben gesondert aufzeigen. Somit wird das Internet tatsächlich irgendwann überflüssig. Auch Google-Shops wird mehr und mehr direkt vor den Suchergebnissen angezeigt.

    Ich frage mich, warum Menschen überhaupt noch Google nutzen. Die Suchergebnisse sind zum Teil grottig (bei allen Money-Keys steht auf dem ersten Bildschirm – ohne scrollen – zu 90% Werbung und es sind fast nur noch die großen Anbieter auf den ersten Plätzen) und darüber hinaus macht Google das Internet mehr und mehr kaputt. Irgendwann nennen wir es dann eben Google-Net, weil Google alle Inhalte liefert und Nachrichten netterweise auch gleich filtern kann :)

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