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Verteilt Google Qualitätspunkte?

Google  |   |  , 11:43 Uhr  |  10 Kommentare

In seinem Artikel `Google’s Quality Score Patent: The Birth of Panda?´ hat Bill Slawski von seobythesea.com einige Patente beschrieben, mit welchen es der Suchmaschine Google möglich ist, Webseiten auf Grundlage eines Punktesystems zu bewerten. Durch dieses System ist es zumindest theoretisch möglich, Webseiten auch in Bezug auf vorher noch nicht gestellte Suchanfragen eine Relevanz zuzuordnen…

Keywordbezogene Relavanzbewertung

Vereinfacht gesagt funktionieren Suchmaschinen bislang so, dass jedem in Internet verfügbarem Dokument eine in Bezug auf dort enthaltene Wörter bzw. Wortgruppen bezogene Relevanz zugesprochen wird. Sucht jemand nach einem dieser Begriffe bei Google, werden die Webseiten entsprechend ihrer Relevanz in den Ergebnissen aufgelistet.

Allgemeine Relevanzbewertung

Jüngste Patente des Suchmaschinenbetreibers beschreiben eine zusätzliche Form der Relevanzbewertung, mit welcher nach Meinung von Bill Slawski womöglich auch die beim kürzlich stattgefundenen Panda-Update abgetraften Webseiten ausfindig gemacht worden sind.

A system analyzes one or more search streams to detect one or more associations between a document and one or more queries in the one or more search streams. The system further derives a value for the document based on the detected associations and uses the derived value in evaluating a quality of the document with respect to one or more subsequent queries.

Das ganze auf Deutsch

Auch nach fünfmaligem Lesen des gesamten Artikels habe ich obige Beschreibung ehrlich gesagt noch immer nicht genau begriffen. Hier das angesprochene Punktesystem so wie ich es verstanden habe, einfach einmal am Beispiel der Suchen nach `Hotel Hamburg´ bzw. `Hilton Hamburg´ erklärt.

Um insbesondere die brandspezifische Relevanz bestimmter Webseiten herauszufinden, weist Google den bei brandbezogenen bzw. konkret nach einer bestimmten Webseite suchenden Anfragen den hierbei angeklickten Webseiten Punkte zu. Sucht also jemand nach `Hilton Hamburg´ und verfügt die Webseite des Hilton in Hamburg zusätzlich womöglich noch über zahlreiche Links mit dem Achortext `Hilton Hamburg´, bekommt die Webseite eine gewisse Anzahl von Punkten. Sucht dagegen jemand einfach nach `Hotel Hamburg´ und klickt zufälligerweise auf die Webseite des Hiltons, bekommt die Webseite keine Punkte. Punkte bekommt man also vereinfacht gesagt nur, wenn der eigene Brand bzw. die eigene Webseite konkret gesucht bzw. angefordert wird.

Was soll das bringen?

Das wirklich neue an dieser Geschichte ist, dass Webseiten durch die unter gewissen Umständen zugeteilten Punkte eine von Suchbegriffen unabhängige Relevanz zugesprochen werden kann. Wenn wir uns erinnern, ist es bisher ja eher so, dass dem Inhalt von Webseiten stets nur eine in Bezug auf die enthaltenen Begriffe zugewiesene Relevanz beigemessen wird.

Das neue Patent von Google erinnert ein wenig an den PageRank-Algorithmus. Im Unterschied zum PageRank, bei dem ja bekanntlich die allgemeine Verlinkung einer Webseite als Kriterium herangezogen wird, ist es hier nur die Häufigkeit der brandbezogenen Suchanfragen in Kombination mit für einen Brand typsichen anderen Umständen (Linktexte usw.).

Empfehlung

Ich kann jedem nur empfehlen, sich das hier beschriebene Patent `Deriving and using document and site quality signals from search query streams´ einmal selbst zu Gemüte zu führen, womöglich nämlich habe ich es komplett falsch verstanden :-D

Klar ist, dass den Betreibern der Suchmaschine Google durch Ausbau ihrer Infrastruktur (Caffeine usw.) viele neue Möglichkeiten zur Verfügung stehen und klar ist auch, dass Google irgendwie sehen muss, wirklich gewünschte von eigentlich unerwünschten Serps/Suchanfragen zu trennen…

Gretus

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Diskussion zu diesem Beitrag:

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. McGeek sagt:

    Ich fände die Idee super! Würde sogar Geld dafür bezahlen einen besseren PR zu bekommen…

  2. Pascal Website sagt:

    Beim ersten Lesen hab ich damals auch gedacht, dass mir das alles sehr bekannt vorkommt – Webseiten, die als Ankertext das Keyword haben, werden höher gewichtet. Naja ;)

    Generell stehen dort viele Dinge drin, die man eigentlich so oder so berücksichtigt (Keyword im Titel und in der URL, prominent im Text platziert) oder von denen man erwartet, dass sie nen Einfluss haben. Zum Beispiel ClickStream Infos:

    Another way to accumulate quality points, as an indication that a particular query might be “asking” for a particular page relies upon other people using that query selecting the same page. The amount of previous searchers selecting the same page might be a specified minimum number, a specified percentage, or possibly a preponderance of searchers.

    So richtig erhellend fand ich das irgendwie nicht, auch wenn ich Bills Beiträge sehr schätze, weil man sich damit vor dem Lesen der Patente drücken kann ;)

  3. DoFollowBlogger Website sagt:

    Der englische Artikel liest sich äußerst schlecht, es scheint fast so, als hätte der Autor Bill Slawski absichtlich versucht, sich maximal kompliziert auszudrücken.

    Wenn ich es jedoch richtig verstanden habe, geht es in erster Linie um das Thema “Klick-Popularität” in Verbindung einer anschließenden Analyse der User-Navigations-Route. Google hatte bisher abgestritten, dass dieser leicht zu manipulierende Faktor der Klick-Zählung ins Ranking miteinfließe. Aber in Kombination einer bestimmten Navigationsroute wohl doch.

    Sucht dagegen jemand einfach nach `Hotel Hamburg´ und klickt zufälligerweise auf die Webseite des Hiltons, bekommt die Webseite keine Punkte.

    – Wenn ich es richtig verstanden habe, analysiert Google nicht nur die Keyword-Brand-Übereinstimmung, sondern auch die anschließende Navigationsroute des Benutzers, und ist diese bei einer allgemeinen Suche annähernd gleich der Route die für eine “exaktere Suchphrase” verwendet worden wäre, gibt es ab einem bestimmten Prozentsatz ähnlicher Suchmuster wohl doch ein paar Punkte. Und was noch interessanter ist: Die Anhäufung solcher “Punkte” soll angeblich den PageRank-Wert einzelner Seiten beeinflussen.

    Und wie kann man diese Erkenntnis jetzt verwenden um Googles Patent auszutricksen?

    -Man analysiert zuerst welche Keywords zu welchen Seitenaufrufen geführt haben und versucht eindeutige Muster zu erkennen anhand derer man eine “Laufroute” erstellt.
    -Dann lässt man per Bot die eigene Seite mit diesen Keywords aufrufen um dann genau diese ermittelte Laufroute immer wieder “abzugehen”.
    -Steigt der PageRank der am Ende der “Laufroute” stehenden Zielseiten an, hats geklappt. Fällt er dagegen auf Null, hats Google mal wieder germerkt. Hehe

    • Gretus sagt:

      Hallo,

      stimmt, einen von Dir erwähnten Punkt wollte ich in meinem Artikel eigentlich auch noch aufgreifen. Ganz wichtig:

      Google kann mit Hilfe des Systems simuliertes Besucherverhalten besser nachvollziehen und wertet entsprechende Webseiten womöglich sogar deswegen ab! Wer also z.B. meint, im Zuge des Panda-Updates für Brandsuchen/-klicks sorgen zu müssen, sollte es besser lassen bzw. sich demnächst dann was richtig Gutes einfallen lassen ;-)

      Grüße

      Gretus

      • Felix Lueneberger Website sagt:

        Interessant! Im Moment klappt es mit dem Amazon Mechanical Turk ganz gut, wenn man auf der Suche nach speziellen Klicks oder branded Traffic sucht…

        Aber es bleibt immer spannend, wie sich der Google Algorythmus entwickelt.

  4. Adam Website sagt:

    …enthaltene Wörter bzw. Wortgruppen bezogene Relevanz zugebrochen wird.

    zugebrochen oder zugesprochen?

    :-P

  5. Karl sagt:

    Hallo,

    gerade mal Sommersonnenwende und schon das erste Sommerlochs-Thema.

    Mfg, Karl

  6. Der SEO-Blog-Wochenrückblick KW 25 | SEO Trainee Website sagt:

    [...] Auch die Kollegen von seo-united.de haben sich mit dem Patent beschäftigt und das Prinzip an einem sehr anschaulichen Beispiel erklärt [...]

  • Tobias: Oben im Begriff “Webhamster Sprechstunden-Hangout” fehlt ein...
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