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Ab wann ist ein Text ein Plagiat?

Internet  |   |  , 10:30 Uhr  |  39 Kommentare

Die aktuelle Diskussion um die gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg gemachten Plagiatsvorwürfe zum Anlass genommen, werfen die Frage auf, wann man einen Text als den `eigenen´ bezeichnen kann? Da auch Suchmaschinen Texte auf ihre Einzigartigkeit hin prüfen, möchten wir mit einer Umfrage herausfinden, ab welchen Prozentsatz der Übereinstimmung mit einem bereits existierenden Text ein neuer Text als `Plagiat´ betrachtet werden muss…

Hier zunächst ein Beispieltext aus der Doktorarbeit zu Guttenbergs:

Dissertation

In deren Plädoyer für einen amerikanischen Bundesstaat lebt die damals geführte Diskussion wieder auf und es sind prinzipielle Überlegungen über die Probleme zu finden die Einigungsprozesse von solcher Größenordnung aufwerfen. Zudem ist eine Stringenz der Argumentation zu erkennen, die verwundern muss, wenn man die Entstehungsgeschichte der „Papers“ bedenkt.

Original

In deren Plädoyer für einen amerikanischen Bundesstaat lebt die damals geführte Diskussion wieder auf, doch nicht nur das: Hier sind prinzipielle Überlegungen über die Probleme zu finden, die Einigungsprozesse von solcher Größenordnung aufwerfen. Und es ist eine Stringenz der Argumentation zu erkennen, die verwundern muss, wenn man die Entstehungsgeschichte der „Papers“ bedenkt.

Wie man unschwer erkennen kann, hat zu Guttenberg den Text seiner Dissertation mehr oder weniger vom Original, einem 1997 veröffentlichten Artikel in der FAZ abgeschrieben. Da möglicherweise auch Suchmaschinen diese Methode zur Plagiatserkennung verwenden, streichen wir zur Ermittlung des genauen Prozentsatzes der Übereinstimmung einfach einmal sämtliche Füllwörter aus beiden Texten:

Dissertation

Plädoyer, amerikanischen, Bundesstaat, lebt, geführte, Diskussion, prinzipielle, Überlegungen, Probleme, finden, Einigungsprozesse, Größenordnung, aufwerfen, Stringenz, Argumentation, erkennen, verwundern, muss, Entstehungsgeschichte, Papers, bedenkt.

Original

Plädoyer, amerikanischen, Bundesstaat, lebt, geführte, Diskussion, prinzipielle, Überlegungen, Probleme, finden, Einigungsprozesse, Größenordnung, aufwerfen, Stringenz, Argumentation, erkennen, verwundern, muß, Entstehungsgeschichte, Papers, bedenkt.

Durch das Streichen der Füllwörter haben beide Texte eine Übereinstimmung von 100%! Obwohl Karl-Theodor zu Guttenberg den Text für sein Verständnis möglicherweise ausreichend verändert hat, hat er ihn aus Sicht einer Suchmaschine tatsächlich 1zu1 aus der FAZ übernommen.

Hätte zu Guttenberg die Hälfte der für einen Text wirklich aussagekräftigen Wörter geändert, hätten beiden Texte nur noch eine Übereinstimmung von 50%, hätte er drei Viertel der Wörter anders geschrieben, nur noch eine von 25% usw.

Ab welchem Prozentsatz der Übereinstimmung seid Ihr unter Verwendung beschriebener Vorgehensweise der Meinung, dass ein Text nicht mehr als unique, also als Plagiat ansehen werden muss?

Ab wann ist ein Text ein Plagiat?

  • Ab einer Übereinstimmung von 50% (25%, 276 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 30% (13%, 141 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 60% (12%, 128 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 90% (11%, 124 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 70% (11%, 118 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 10% (10%, 108 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 40% (8%, 83 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 80% (6%, 61 Votes)
  • Ab einer Übereinstimmung von 20% (5%, 59 Votes)

Total Voters: 1.098

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Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. eric Website sagt:

    Ist „Zudem ist keine Stringenz der Argumentation zu erkennen“ ein Plagiat zu „Zudem ist eine Stringenz der Argumentation zu erkennen“? (ich habe aus „keine“ „eine“ gemacht). Ne, oder?

    Was ich damit sagen möchte: Die „Füllwörter“ sind bei der Erkennung eines Plagiats nicht nur Füllmaterial sondern können sehr wichtig sein – das sehen auch die Suchmaschinen so. Deshalb zählen die Duplicate-Content-Erkennungen nicht einfach die Keywords durch. Diese Annahme ist nicht korrekt. Ist ja auch einleuchtend: Sonst wären ja viele Artikel auf seo-book.de zu vielen Artikeln auf seo-united.de Plagiate (und anders herum) – weil wir die gleichen Wörter verwendet haben. Allerdings können die Inhalte trotz gleicher Wörter sehr unterschiedlich sein…

    Wenn man sich copyscape.com anschaut, sieht man, dass eher komplette Sätze (bzw. andere Wort-Kombinationen) miteinander verglichen werden und keine statistische Zahlen.

    Das vielleicht als Erweiterung deiner Frage. Denn ein reines Verändern der Nicht-Füllwörter ist nicht die einzige Strategie zum Ent-Duplicaten von Inhalten. 😉

    • Gretus Website sagt:

      Hallo eric,

      das es mehrere Möglichkeiten zur Plagiatserkennung gibt, ist klar. Entscheidend ist vielleicht z.B. auch die Reihenfolge der verwendeten Schlüsselbegriffe (oben zu 100% gleich). Den genauen Algorithmus von z.B. copyscape.com kenne ich nicht, sinnvollerweise sollte man meiner Meinung nach aber schon eine Unterscheidung zwischen Füll- und sonstigen Wörtern machen. Wie auch immer, in Bezug auf den gefragten Prozentsatz einer wie auch immer gearteten Übereinstimmung ist die Vorgehensweise erst einmal zweitrangig…

      Grüße

      Gretus

      • DoFollowBlogger Website sagt:

        Howdy,

        OK, gerade gesehen, dass Ihr tatsächlich alle Kommentar-Links nachträglich mit NoFollow versehen habt. Jeder ist sein freier Herr im Web, deswegen will ich da auch gar nicht lang & groß draufrum reiten, ist halt Eure Entscheidung. Doch eine Botschaft würde ich schon ganz gerne da lassen, bevor ich diesen SEO-Blog verlasse. (Ja, ich werde hier wahrscheinlich nicht mehr aktiv kommentieren, weil mich diese Umstellung als Viel-Kommentierer beleidigt hat). Meine Botschaft an SEO-united.de lautet: respect yourself!

        Warum? Wer anderen keinen DoFollow-Link als kleine Belohung gönnt, der respektiert nicht, dass sich dieser jemand gerade freiwillig (!) Zeit genommen hat, sich Gedanken zu Eurem Content zu machen, um dann einen interessanten Beitrag FÜR EUCH zu verfassen. Und man muss nicht gerade Psychologie studiert haben, um zu wissen: Wer andere nicht respektiert, der respektiert in Wirklichkeit auch sich selbst nicht.

        Jetzt werdet Ihr wahrscheinlich zu eurem Schutz sagen, dass Ihr wegen des PageRanks umgestellt habt. Was ist Euch wichtiger: PageRank oder Seitenaufrufe? Haltet Ihr uns für doof? Wir wissen doch genau weshalb Ihr ab heute ein NoFollow-Blog seid: Ihr habt umgestellt, weil Ihr vermutlich einfach nur Bammel vor SEO.de habt, die Euch mit sicheren Schritten immer näher auf die Pelle rücken. Aber auch hier habe ich eine Botschaft für Euch: keep cool!!!

        GrusS DoFollowBlogger
        stay doFollow

  2. Raymond Appels Website sagt:

    Die Frage „Ab wann ist ein Text ein Plagiat?“ kann so nicht gestellt werden. Wie Eric schon erwähnt kommt es auch darauf an, wie und welche Füllwörter verwendet werden, weil eine oder wenige die ganze Bedeutung des Textes schon ändern können.

    Im obigen Beispiel ist es schon ziemlich eindeutig. Bei vielen Überprüfungen wird möglicherweise eine softwareseitige Lösung ausreichen. Der Anwalt, von dem ich Rechtslehre bekommen habe, sagte aber immer: „Es hängt davon ab!“

    Was ist ein Plagiat? Wie viele Wörter müssen bei der Plagiatprüfung in einem zu vergleichenden Textabschnitt enthalten sein? Wann ist es ein Zitat und wie viele Wörter dürfen zitiert werden? Viele Fragen können in diesem Rahmen gestellt werden, die zu der korrekten Beantwortung notwendig sind.

    Wenn hier nur softwaretechnisch vorgeht, passieren ähnlichen Sachen, wie bei der PR Abstufung dieses Blogs.

    Fazit: Ich denke, die Frage lässt sich so nicht beantworten. Prinzipiell sage ich aber ein Plagiat ist 100% kopiert und nicht 90%.

    Liebe Grüße aus Viersen
    Raymond

  3. Markus Website sagt:

    Du fragst, ab wann ein Text ein Plagiat ist? Ich frage (rhetorisch) zurück: Welcher absolute Umfang und welche Art von Text? 5 Zeilen oder 500 Seiten? Blogpost oder Dissertation? Aus wissenschaftlicher Sicht? Aus (urheber) rechtlicher Sicht? Gesetze welchen Landes? Aus Suchmaschinen-Sicht? Welche Suchmaschine?

    Oder geht es um die rein persönliche Sicht? Und ist Umformulieren immer ok? Auch moralisch? Also (xy%) Textklau geht noch bzw. nicht mehr, aber „Gedankenklau“ ohne Nennung der Inspirationsquelle ist kein Thema? Oder sollte (im Extremfall) sogar auf Twitter mit via @xyz auf den „Aufmerksam-Macher“ hingewiesen werden (müssen)?

    Will sagen: Spannende Frage, aber differenzierte Betrachtung notwendig. Und Beantwortung mit einfachen Prozentsätzen m. E. unmöglich bzw. wenig aussagekräftig. Deshalb wäre es interessant, weitere Kommentare zu „hören“.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo,

      da wir hier ein SEO Blog sind, spielt der Beitrag natürlich auf Duplicate Content an. Man kann also auch fragen, ab welchem Prozentsatz wertet Google einen Text als DC?

      Man neigt immer dazu, das Ganze viel zu kompliziert so sehen. Die Betreiber von Suchmaschinen überlegen nicht, wie man einen Text `am Besten´ als DC einstufen kann (Übereinstimmung der Schlüsselbegriffe, Übereinstimmung bestimmter Füllwörter, Reihung der einzelnen Begriffe, Genre des Textes, Länge des Textes usw.), sondern wie können wir es schaffen, auf dem `einfachsten Weg´ bzw. mit einer möglichsten `geringen Fehlerquote´ doppelte Inhalte zu ermitteln?

      Es könnte anders ausgedrückt also sein, dass Google die Anzahl bzw. Reihung der Keywords schon reicht…

      Grüße

      Gretus

  4. eric Website sagt:

    @gretus: Ein Prozentsatz ist ’ne gute Idee – irgendwelche Richtwerte braucht man schon. Und ich denke, es ist auch wichtiger, die Kernwörter zu betrachten als die Füllwörter. Schon allein, weil wir nach einer vernünftigen Keyword-Recherche ja ohnehin einen Text ändern würden…

    @markus: Ich finde, du hast ganz recht, dass dies auch von dem Inhalt und der Textart abhängig ist. Für Google News ist es bumsegal, ob der Text 100 % Duplicate ist, für einen Info-Text natürlich nicht. Andererseits ist es immer eine gute Idee, einen mittleren Maßstab zu haben – von dem aus man dann schön die Differenzierungen zu individuellen Texten zu entdecken.

    Deshalb finde ich die Frage hier auch super-interessant. Und ich freue mich auf viele Erfahrungs-Kommentare der Kollegen und Kolleginnen.

    Eine Erfahrung habe ich ja schon rein geworfen: Für Google News ist es egal. Und für ein „Mittelmaß“ habe ich noch von irgendeinem Test den Wert in Erinnerung, dass 20 % uniquer Content für die Suchmaschine ausreicht. Ich weiß nicht mehr, woher – vielleicht findet noch jemand die Quelle. Erfahrungsgemäß würde ich allerdings sagen, dass das nicht reicht. Und, Markus, weil du die moralische Sicht angesprochen hast: Für einen aufrechten Umgang mit Inhalten reichen 20 % allemal nicht! (Siehe Gutti…)

  5. Viktor sagt:

    Also ein Plagiat ist für mich, wenn einzelne Sätze oder Passagen Wort für Wort übernommen sind. Umgestellte bzw. neu formulierte Sätze sind dagegen in Ordnung, sonst wäre ja fast jeder Text ein Plagiat.

  6. kuddel68 Website sagt:

    Liebe Poeten!

    Hier liegt der Klassiker in Sachen Apfel und Birne vor. SEO Texte haben einen anderen Anspruch, als Wissenschaftstexte. Herr Guttenberg hat betrogen. Mich wundert, dass vorsichtig von einem Vorwurf gesprochen wird und irgend was zu prüfen sein. Vielmehr ist der Betrug eine Tatsache. Dabei zählen auch keine Prozente mehr. Das Beispiel im Text oben zeigt ja, dass aus SEO-Perspektive durch den Austausch von zwei Worte ein etwas uniquer mehr Text entstand. Aus Wissenschaftlicher Sicht ist die Änderung keine. Es ist 100 % Kopiert. UND nicht als Zitat ausgewiesen.

    Nschönen Tach,
    Kuddel

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Kuddel,

      wahrscheinlich hast du Recht. Man könnte es auch so formulieren. Hat Guttenberg bei der Anfertigung seiner Arbeit andere Texte konkret als Vorlage zur Abschrift bzw. Umschrift genommen oder hat er besagte Stellen womöglich aus dem Kopf und damit `unbewusst´ (ab)geschrieben?

      Schaut man sich die einzelnen Stellen an, vermute ich tatsächlich, dass Guttenberg sich an hunderten Quellen `entlanggehangelt´ hat, in der Praxis also platt gesagt einfach überall abgeschrieben hat.

      Grüße

      Gretus

      • Maxim Website sagt:

        Das Übernehmen von Textpassagen in eine Doktorarbeit, ist gängige Praxis und auch nicht anstößig, wenn es eben die beste Formulierung für einen Abschnitt ist, mann muss aber die Quelle also das Original exakt angeben. Genau hier liegt der Hase in zu Gutenbergs Arbeit begraben. Bei den beasgten „kopierten“ Stellen hat er keine Quellenangaben gemacht, obwohl er angeblich bei über 1000 anderen „Zitaten“ die Quellen eindeutig gekennzeichnet hat.

        Soweit mir bekannt ist handelt es sich bei den angeblichen „Kopien“ gerademal um ein knappes Duzent.

        Es muss also geklärt werden, ob er die paar fehlenden Quellenangaben absichtlich oder unwissentlich nicht gemacht hat.
        So Offtopic Ende.

        Der Comment ist so ellen lang geworden, dass ich da mal nen Artikel bei mir draus gemacht hab, aber mit Link is klar. ;P

        Grüße

        Maxim

  7. Valentin sagt:

    Gute Frage 🙂 Ab ca. 70% würde ich sagen. Auf der SEO Campixx werde ich den bzw. die Algorithmen vorstellen die Google und Co. höchstwahrscheinlich verwenden – Stärken und Schwächen inklusive.

  8. […] Copy und paste herrscht überall, so scheint es. Doch ab wann gilt ein Text als Plagiat? […]

  9. Philip sagt:

    Suchmaschinen bilden aus Texten Hashes und vergleichen dann diese. Normalerweise wird von einem Plagiat (oder Duplicate Content) bei einer Übereinstimmung von > 70% gesprochen.

    Ich habe mir einfach mal den Spaß erlaubt, beide Texte durch den Hashing Algorithmus von Google zu jagen und die Hashes dann verglichen: (Je nach Bitzahl) 85% – 88% Übereinstimmung.

  10. Pascal Website sagt:

    Meine Versuche haben ergeben, dass bei etwa 70% Übereinstimmung die Grenze liegt. Wenn es mehr ist, dann wird es kritisch mit der Indexierung. Ich habe mich relativ ausführlich damit beschäftigt, weil ich die Berechnung für meinen Article Wizard brauche. Brauche die Werte dabei als Schwellwerte der Artikelgenerierung.

    Bei der Berechnung der Übereinstimmung wird vor der Bildung der Hashwerte ein Text in sogenannte Shingles zerlegt, deren Übereinstimmung danach berechnet wird. Die „leicht nachzuvollziehende“ Variante habe ich hier mal exemplarisch erklärt. Der tatsächlich verwende Algorithmus wendet eigentlich noch eine zufällige Permutation auf die Fingerprints der einzelnen Shingles an und berechnet die Übereinstimmung auf Grund Basis des Minimums – das ist für das Ergebnis aber irrelevant, senkt die Laufzeit aber deutlich.

    Ich schreibe meine Bachelorarbeit über Suchalgorithmen/Information Retrieval Systeme und bin dabei unter anderem auf eine Online Vorlesung der TU Braunschweig gestoßen, bei der der Algorithmus nochmal erklärt wird. Etwa ab 01:44:00.

    Grüße
    Pascal

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Pascal,

      danke für die ausführliche Antwort. Da man zwei einzelne Wörter nicht wirklich miteinander vergleichen kann, macht die Formierung loser Gruppen schon Sinn. Wusste ich so genau aber gar nicht…

      Grüße

      Gretus

    • Valentin sagt:

      Der Artikel ist sehr gut. Auf den bin ich vor kurzen auch gestoßen. Mich persönlich interessiert allerdings der Teil mit dem effizienten Verfahren (also dem Hashing) mehr – auf den Du ja nur kurz eingehst. Mein Workshop wird sich sehr viel um diesen Teil drehen. Meinen Code (sowohl in Javascript als auch Python) werde ich dann auch veröffentlichen. Über fachkundige Teilnehmer am Workshop würde ich mich sehr freuen.

      • Pascal Website sagt:

        Ich werds leider nicht zur Campixx schaffen, wäre aber sehr am Vortrag interessiert. Falls du die Slides veröffentlichst, sag mal bitte Bescheid (Kontaktdaten stehen auf meiner Homepage), würde mich freuen.

        Bin mal gespannt, wie du das Thema aufarbeitest und der Zuhörerschaft präsentierst, ich hab das Paper von Brodei (Identifying Near Duplicates) bestimmt 5 mal oder so gelesen ^^

  11. Wann ist Double Content witklich double - seopinion.de sagt:

    […] SEO-United hat anlässlich von Theodor zu Gutenbergs Doktorarbeit, zu der Fragestellung “wann ist ein Text ein Plagiat?” eine Kleine Umfrage gestartet […]

  12. kuddel68 Website sagt:

    @Maxim Du schreibst: „Das Übernehmen von Textpassagen in eine Doktorarbeit, ist gängige Praxis und auch nicht anstößig, wenn es eben die beste Formulierung für einen Abschnitt ist, mann muss aber die Quelle also das Original exakt angeben.“

    Sorry, das ist so nicht richtig. Zitiert wird mal ein Satz, auch zwei oder drei. Aber ganze Artikel abschreiben? Das ist auch nicht mehr üblich, wenn man Vorne und Hinten Anführungszeichen pappt und sagt, wo das schon mal gestanden hat. Bei Guttenbergs Copy-paste-Wissenschaft kommt trügerischer Weise noch dazu, dass er Rechtschreibfehler übernommen hat. Also, wenigstens sollte man doch die FREMDEN Texte vorher lesen, bevor man sie zu EIGENEN ummodelliert. Oder? Ebenso pikant ist, dass der Nachwuchswissenschaftler, Familienvater und Politiker in Personalunion, statt eines eigenen Vorwortes, lieber einen Artikel aus einer Tageszeitung seinem Werk voran gestellt hat. Mit der Nummer, hier würden nur ein paar Fußnoten fehlen, kommt man objektiv nicht weiter. Meine These: Die Arbeit ist gekauft.

    Herr Guttenberg ist also ein wissenschaftlicher Ladendieb.

  13. Maxim Website sagt:

    @Knuddel Ich meine nur, dass es durchaus viele Doktorarbeiten geben dürfte, die sich allerhand bereits geschriebenem Material bedienen und dies mit Quellenangaben rechtfertigen, wonach dann auch kein Hahn kräht. Das zu Gutenbergs arbeit nicht gerade von eigener Kreativität strtzen dürfte kann ich mit auch denken, und auch dass er wiete Teile der Arbeit vieleicht gar nicht mal selbst geschrieben hat. Ghostwriter?

    Ich bin jetzt auch kein Fan von zu Gutenberg, aber ich finde mann solte den Doktorant zu Gutenberg bestrafen und nicht den Politiker.

  14. Immovation Website sagt:

    Beobachte diese ganze Affäre mit einem leichten schmunzeln 🙂 Der feine Herr von und zu! Langsam sind die Beweise wirklich erdrückend. Dank seines Kampfblatts (BILD Zeitung) werden jegliche Konsequenzen wohl ausbleiben. Trotzdem ist dieser Mensch für mich nicht mehr tragbar!

  15. Marc sagt:

    Ich werf mal was in den Raum. Wenn mich einer fragt wie ich zu Religion stehe Antworte ich, Wenn die Menschen Beten wird ein Gott geboren der die Ewigkeit verändern kann. Ich hab diesen Satz häufig benutzt musste aber mehr zufällig hab ich festgestellt das ich diesen wie ich finde sehr passenden Satz zu der frage aus nem Computerspiel namens Black & White habe. Wenn ich diesen Satz jetzt in ner Dissertation verwenden mit oben genannten Thema ist es jetzt ein Plagiat oder nicht denn auf den Satz kann man durchaus auch ohne dieses Computerspiel kommen.

  16. Raymond Appels Website sagt:

    @Marc ein toller Satz der von mir hätte seine können 😉 Wie von irgend jemand, der mal gesagt hat „Gewonnen oder verloren hast Du zwischen deine Ohren“.

    Deswegen habe ich ganz ganz oben schon geschrieben gehabt: „Wie viele Wörter müssen bei der Plagiatprüfung in einem zu vergleichenden Textabschnitt enthalten sein?“

    Da kann man durchaus noch hinzu fügen: Ist der Satz oder Absatz dermaßen üblich im Sprachgebrauch, dass darauf eher kaum Auteursrechte gelten können oder ein einzigartig, hochkarätig getextetes authentisches Unikat?“

    Liebe Grüße
    Raymond

  17. Claudia Website sagt:

    Ob Guttenberg – mit oder ohne Absich t- Textpassagen als eigenen Content ausgegeben hat, spielt hier eigentlich keine große Rolle. Ist ja eigentlich kein Politik-Blog. Als DC würde die Doktorarbeit im SEO-Sinn nicht gelten. Die wohl beste kostenlose Möglichkeit zur Überprüfung bietet zur Zeit wohl nicht copyscape, sondern plagaware.de – zumindest für deutsche Texte…

  18. Claudia Website sagt:

    PS: wegen der Umstellung auf NoFollow werde ich wohl auch keine Kommentare mehr hier abgeben und mir ein anderes Forum dazu suchen – schade eigentlich 🙁

  19. Claudia Website sagt:

    PPS: wie verkaufen sogar erfolgreich und legal Plagiate (sofern der Autor mindestens seit 70 Jahren verstorben ist): chinamaler.de 🙂 – Je höher die Nachfrage danach ist, desto mehr ist der Ersteller wert – auch wenn dieser dann nichts mehr davon hat.

  20. Starnberg Website sagt:

    @Claudia: Solche „Plagiate“ lasse ich mir gefallen. Ich melde mich mal deswegen. Was bedeutet eigentlich das DoFollow bzw NoFollow?

  21. Raymond Appels Website sagt:

    @Starnberg Ob der Link zu deiner Webseite, den du beim Kommentar angegeben hast, von den Suchmaschinen weiter verfolgt wird oder nicht.

    Wenn er weiter verfolgt wird (do follow), „erbt“ deine Seite ggf. einen guten Ruf und kann durch diesen externen Links in den Suchmaschinen besser gelistet werden.

    Viele Blogger schreiben nur aus diesem Grund Kommentare. Warum es hier nicht aktiviert ist, kann ich (noch) nicht nachvollziehen, aber es wird einen Grund geben. Man kann aber auch „ohne Alkohol“ spaß haben 😉

    Wenn man z.B. über den Suchmaschinen bezüglich seinem Tätigkeits- oder Hobby-Bereich besser gefunden werden will, dann macht es schon Sinn, in populären Blogs zu schreiben, auch wenn die Funktion „NoFollow“ aktiviert ist. Siehe hier (an 4. Stelle mit diesem Artikel).

    Die Aufregung einiger Co.-Autoren geht im Grunde darum, dass sie der Meinung sind, dass sie durch NoFollow weniger „Wert“ zurück bekommen, als sie SEO-united.de geben. Freiheit von Meinungsäußerung ist gestattet – manche Menschen kommen und andere gehen 😉

    Liebe Grüße
    Raymond

  22. […] Die Umfrage auf SEO-united.de, ab wann ein Text ein Plagiat ist (und mit der eigentlich der Frage nachgegangen werden sollte, was Duplicate Content ist) fand ich nicht überzeugend […]

  23. Matthias Website sagt:

    Aus wissenschaftlicher Sicht ganz klar geregelt ab 3 Wörtern. So lernt man es im Studium. Google wird wohl etwas toleranter sein. Kommt wahrscheinlich auch auf die Menge des sonstigen Textes einer Seite an. Wie ihr z.B. hier auch zitiert habt, ist das ja üblich und wird nicht bestraft, wenn es kleine Teile sind (und aus wissenschaftlicher Sicht gekennzeichnet ist).

  24. Frank Website sagt:

    Was ist schon ein Plagiat. Man kann jeden Text nur genau einmal verfassen, alle weiteren über das selbe Thema sind dann Plagiate. Es kommt aber halt auf die Schöpfungshöhe an, ob das Kopieren rechtlich zulässig ist oder nicht. Und da urteilt so ziemlich jedes Gericht anders…

  25. B2B Website sagt:

    Aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung sind Plagiate mehr oder weniger an der Tagesordnung um Backlinks zu generieren. Die Frage, ab wann es sich hier um ein Plagiat handelt, kann sicher bis zum Erbrechen diskutiert werden. Meiner Meinung nach sind Beiträge, die einen erweiterten Informationsgehalt beherbergen durchaus legitim. Vermutlich gibt es aber auch darüber andere Meinungen…

    Als absolut positiv sehe ich die Änderung des Algorithmus der Google-Relevanz-Bewertung, die endlich sogenannten Content von minderwertigen Fließband-Produktionen der „Content-Farmen“ abstraft!

  26. The Catman sagt:

    Ich denke, dass das jeder mit sich selbst vereinbaren muß. Ich kann auch über die Straße laufen und jemand seinen Geldbeutel wegnehmen. Schnelles Geld. Über Zeit ernte ich die Früchte meiner Taten.

    Contentklau und Diebstahl sind im Grundsatz nicht vergleichbar aber irgendwie doch, weil die Essenz, die dahinter steckt, ein schneller Lohn für wenig Arbeit ist (oder gar keiner Arbeit). Und die Wertigkeit jetzt nur am Lohn festzumachen wäre mir zu simpel – also vergleiche ich beides eben doch bewusst 😉

    Und zum Thema Mehrwert für User oder absichtlicher Täuschung möchte ich eben auch auf den Konsumenten eingehen – wer sich täuschen lässt trägt doch selbst die Verantwortung.

    Die Suche nach guten Inhalt dauert im Netzt mittlerweile einfach wieder ein wenig länger, und damit müssen wir alle wohl leben.

    Zum Thema: Wer sich einen Text durchließt und über ein brauchbares Gehirn verfügt, kann im Anschluss etwas frei von Hand dazu wiedergeben. Wer es simpel möchte, muss, wie schon geschrieben – mit den Konsequenzen seines Handels leben. Dauerhaft.

  27. dirk sagt:

    Sind vor nicht allzu langer Zeit gleichermassen abgemahnt worden, wobei wir Texte selber! erstellen. So gibt es Site-Betreiber, die einfach Texte kopieren und Urheber abmahnen! Allerdings ist die Beweislast des Abmahnenden sehr spannend gewesen 😉

    Ein Richter benannte mal folgendes: Wer im Internet ‚Dinge‘ veröffentlicht, muss mit dem kopieren rechnen. Das hört sich nach Freifahrtschein deluxe an…

  28. Markus Goldbach Website sagt:

    Ich kann mich prinzipiell Matthias nur anschließen. Die 3-Wörter-Regelung ist auch nicht aus der Luft gegriffen, sondern basiert auf einem althergebrachten und vielfach bestätigten linguistischen Gesetz (Zipf, 1950).

    Aber so eine scharfe Abgrenzung ist nicht für jede Sorte von Text anzuwenden. Z.B. ist es in den Naturwissenschaften weitestgehend irrelevant, wenn ein Absatz in der Einleitung tatsächlich auch mal wörtlich angegeben wird ohne Anführungszeichen (vorausgesetzt die Quelle steht wenigstens in der großen Übersicht). Hier kommt es primär auf die empirischen Ergebnisse an. Auf der anderen Seite sind Lehrer in der Mittelstufe auch schon froh, wenn es Schüler in diesem Alter verstehen Texte sinnvoll zusammenzufügen und Überleitungen zu schaffen. Dann aber schreibt veröffentlicht man vielleicht einen wenige 100 Wörter langen Revisionsbericht zu einem Medikament, auf einer Seite, die damit ihren Traffic bekommt – Kopieren davon ist echter Diebstahl.

    Am Ende muß jeder Bildungsbereich, jede Branche, jedes Wissenschaftsgebiet selbst definieren was in ihrer Welt erlaubt ist, und wen kopieren zum Vergehen wird.

  29. […] Ab wann ist ein Text ein Plagiat? – Aufgrund der Vorwürfe gegenüber Karl-Theodor zu Guttenberg warfen wir die Frage […]

  30. Geschädigte sagt:

    Hallo,

    ich hätte da mal eine Frage zum Thema: was ist, wenn jemand (ich) einen Text verfasst hat. Dieser dann von einem anderen in nur leicht „verdrehter“ Weise benutzt wird? Der gleiche Inhalt, die gleichen Wörter. Bloß eben die Sätze umgedreht. Meiner Meinung nach ist das der totale Textklau und somit 100% Plagiat.

    Ich nenne euch mal ein grad erfundenes Beispiel:

    A) Wenn man sich die Schuhe zubinden will, muss man sich bücken.

    B) Man muss sich bücken, wenn man sich die Schuhe zubinden will.

    C) Mann muss sich bücken, um sich die Schuhe zuzubinden.

    A) wäre mein Text. B) der geklaute und C) ebenfalls der geklaute Text. Wobei es zumeist wie B) ist…

    Das ist doch ein Plagiat oder nicht?

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