Die Suchmaschine Bing hielt im Februar 12.5% der Anteile des Suchmaschinen-marktes und zeigte damit in den letzten beiden Monaten ein erstaunliches Wachstum. Obwohl die Qualität der Suchergebnisse von Microsoft meiner Meinung nach noch weit von denen von Google entfernt ist, überzeugt der neue Brand Bing immer mehr Nutzer…
Noch im Dezember letzten Jahres hielt Google 67.3%, Yahoo 14.4% und Bing 9.9% Anteil am Suchmaschinenmarkt. Im Februar, also nur drei Monate später, sieht das Ganze schon ein wenig anders aus. Google verliert 2.1% und Bing gewinnt 2.6% im Vergleich zum Dezember.

Bing und Google im Vergleich
Ich selbst bin mit den Suchergebnissen von Bing bis heute nicht zufrieden, nüchtern betrachtet hat sich die Qualität der Ergebnisse zu MSN/Live Search Tagen nicht besonders verbessert. Bing legt immer noch zu viel Gewicht auf leicht zu manipulierende Onpage-Faktoren, was bedeutet, dass nicht selten dort auch qualitativ schlechte, z.B. lediglich durch die URL oder mehrfache Keywordnennung als relevant eingestufte Seiten zu finden sind.
Der Index von Google hat nahezu das gesamte Internet erfasst und wird zukünftig immer mehr davon in Echtzeit aktualisieren. Noch vor wenigen Wochen erklärte der Deutschland-Chef von Bing in einem Interview, er sei stolz, dass man bei Bing nicht so viele für den Suchenden verwirrende Ergebnisse findet wie bei Google. Dieser verzweifelte Versuch, einen Nachteil in einen Vorteil zu verwandeln, zeigt letztendlich nur, dass sich unter der Motorhaube von Bing noch nicht viel geändert hat.
Ich habe nichts gegen einen Konkurrenten für Google, aber so ein Konkurrent müsste mit besserer Leistung und nicht nur mit einer neuen Verpackung überzeugen. Google verfügt mit seinen über eine Millionen Servern und angeschlossenen Rechnern über das wahrscheinlich größte und dank der einzigartigen Architektur auch effizientesten und schnellsten Computernetzwerke weltweit. Somit mag die Suchmaschine Bing zwar Marktanteile gewonnen haben, deren Erfolg aber gründet lediglich auf einem Trugbild bzw. einer immer teurer werdenen PR-Kampagne.
Alexander Sczakiel
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Bing fehlt meiner Meinung nach die Substanz. Dies wurde in dem Beitrag sehr gut angemerkt. Man benötigt ein besseres Produkt im Bereich Search-Engine, um dauerhaft ein ernsthafter Konkurrent zu werden. Aber wenn ich bedenke, wie lange es dauert, bis überhaupt mal ein Robot auf einer neuen Seite vorbeischaut, bezweifle ich ernsthaft, dass dies bald was wird.