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Blogger werden müde

Bloggen | | 30.01.2009, 12:06 | 6 Kommentare

Inzwischen betreiben wir unseren Weblog schon fast zwei Jahre. Es gab Zeiten, in denen es Spannendes zu berichten gab und Zeiten, wo nicht viel passiert ist. Seit einigen Monaten kann man eher von einer weniger spannenden Phase sprechen, zumindest was die Aktivität in vielen SEO Blogs angeht. Viele Themen wiederholen sich und es gibt wenig Neues zu lesen…

Diese Entwicklung bestätigt unter anderem auch unser Crawler, der für SEO-nachrichten.de nach neuen Meldungen sucht. Seit einigen Wochen meldet er eine abgeschwächte Postingfrequenz.

Heute habe ich darüber hinaus einen Blick auf das Kommentarverhalten unserer Leser geworfen. Zwar konnten wir unsere Besucherzahlen kontinuierlich steigern, im Bereich der Kommentare stagniert dieses Wachstum allerdings seit einiger Zeit.

Kommentare pro BeitragDie erste Grafik „Kommentare pro Beitrag“ zeigt die Verteilung unserer Kommentare auf die einzelnen Beiträge. Es gibt zwar es hin und wieder einmal größere Pieks, ein eindeutiger Trend ist jedoch nicht zu erkennen.

Kommentar-WachstumDie zweite Grafik „Kommentarwachstum“ zeigt den kumulierten Wert im Bezug auf die Anzahl der Blogbeiträge. Das gleichmäßige Wachstum bestätigt den Anfangsverdacht, dass die Anzahl der Kommentare nicht unbedingt mit der Besucherzahl zusammenhängt.

Kommentar-DurchschnittDie dritte Grafik „Kommentardurchschnitt“ zeigt den Verlauf des durch-schnittlichen Kommentarvolumens pro Beitrag. Hier wird deutlich, dass sich dieser Wert „einzupendeln“ scheint, obwohl die Leserzahlen immer weiter zunehmen.

Betrachtet man den allgemeinen Trend im Bereich Suchmaschinenoptimierung, 2009 wurde als das SEO-Jahr schlechthin bezeichnet, kann man diese Stagnation sogar als Rückschritt werten. Ich denke, dass SEO zwar einer immer breiteren Masse zugänglich wird, die Bereitschaft jedoch, aktiv an der Entwicklung mitzuwirken, nimmt eher ab.

Es gibt zwar eine wachsende Anzahl interessierter Webseitenbetreiber, hier scheint jedoch ein gesellschaftliches Phänomen zum Tragen zu kommen. Ist man in einer kleineren Gruppe noch bereit sein Wissen zu teilen, nimmt diese Bereitschaft bei wachsender Gruppenstärke ab. Der Wert einer Insiderinformation nimmt zu. Man möchte niemanden in die eigenen Karten gucken lassen , sondern die Informationen lieber für sich behalten.

Vor zwei Jahren war ich mir sicher, dass SEO Blogs auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen haben. In Anbetracht des bereits existierenden Informationsfundus sehe ich das Ganze heute etwas anders. Viele SEO Blogs können ihre einstmalige Daseinsberechtigung nur noch bedingt verteidigen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis viele auch offiziell nicht mehr existieren.

Constantin

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Chris B. Kerndter Website sagt:

    Das war doch absehbar! Diese ganze Hype-SEO-Bloggerei nur um des Bloggens und “ich bin auch jemand”-Willen war doch sowieso weitestgehen Blödsinn. Ich verfolge nun schon seit längerem über RSS Feeds mehrere dieser Sites. Wirklich neues für mich gabs und gibts da wirklich nicht zu erfahren. Und wenn, fäng einer mit einem Artikel über etwas an und die anderen spielen Lemming, nur um blos kein Platz bei Google abzugeben. So eine Zeit und Ressourcenverschwendung. Jungs und Mädels, sucht Euch einen ordentlichen Job :-)

    Gruß zurück!

    Chris

  2. Alper Website sagt:

    Das Problem ist meiner ansicht nach nicht das Thema SEO an sich, denn das ist durchaus sehr interessant. Das eigentliche Problem sind die unendlichen Möchtegern-Checker die sich mit irgendeinem Schwachfug an das SEO-Thema drangehangen haben und der gesamten Thematik einen unseriösen Touch gegeben haben.

  3. Constantin sagt:

    Hallo Chris,

    Bloggen ist ja in dem Sinne kein Job und so würde ich es auch nicht verstehen wollen. Zumindest für mich ist es ehr ein Hobby bzw. ein Sprachrohr. Jetzt ist die Frage ob die Qualität der SEO-Blogs schon länger nicht ausreichend ist und sie es erst jetzt bewusst wahrnehmen oder ob die Qualität sich erst in den letzten Wochen verschlechtert hat.

    Ich denke allerdings, dass nur eine Bereinigung auf größerer Fläche dem derzeitigen Trend entgegenwirken kann. Bei der aktuell großen Auswahl an SEO-Blogs die in ihrer Qualität sehr schwanken fällt es dem Leser schwer zwischen “gut” und schlecht zu unterscheiden.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  4. Andy Website sagt:

    Meiner Meinung nach liegt das Problem weder an den müden Bloggern noch an der Tatsache, das es keine interessanten News gibt. Das ist im leben nun mal so. Und normalerweise würde man einfach nichts neues schreiben und gut wärs. Aber um den Blog aktuell zu halten, Google zu gefallen usw. schreibt man halt nen neuen Platzhalter-Spam. Wie so oft sind da eben die Ziele nützlich und informativ sein versus Google gefallen doch noch nicht ganz richtungsgleich :-) Aber das wird schon noch…. ps ich glaube auch an die wiederkehr der follows….

  5. Ronny Website sagt:

    Ich bin der Meinung, Du bringst was durcheinander. So wie ich Deinen Artikel lese, kommt es mir vor also ob “quasi” jeder Blogger SEO ist bzw. sein will. Das ist ja schonmal nicht der Fall. Aber davon abgesehen, war dieses “Phänomen” doch zu erwarten. SEO ist ein Trend. Jedes Script-Kiddie nennt sich heutzutage SEO und macht nen Blog auf. Dort werden schnell ein paar alte Sachen reingeklatscht und schon gehört man dazu.

    Die “richtigen” SEO´s (die Profis) betreiben keinen Blog und plaudern aus dem Nähkästchen. (Das hast Du ja selbst gut erkannt) Demzufolge lag es auf der Hand, das den Script-Kiddies bald die Luft ausgeht bzw. der Trend(!) nachlässt. Das liegt nunmal in der Natur eines Trends. ;)

    Ich habe auch so komische SEO-Seiten. Logisch, auf Grund der Masse (Trendausnutzung) war es ein Klacks fett Links abzustauben. Aber z.Bsp. den Blog aktuell führe ich aus Spaß. Ja richtig. Spaß… Kein SEO. Mir ist auch egal, wieviel Links er hat oder ob da eine OnPage Optimierung gemacht ist usw.

    Es fetzt einfach ;) (Übrigens läuft das sogar besser als manch hochoptimierter SEO Blog :) )

  6. Constantin sagt:

    Hallo Ronny,

    ich weiß jetzt gar nicht so genau was ich auf deinen Kommentar antworten soll. Ich denke nicht, dass SEO-Blogger generell Skript-Kiddies sind. Auch glaube ich, dass Suchmaschinenoptimierung in Deutschland extrem stark durch Blogs geprägt wurde. Wenn du nach Fachwissen zu diesem Thema suchst, wirst du extrem oft auf Blogs stoßen. Und auch Lektüre zu diesem Thema beziehe sich zum Großteil auf Blogs.

    Die SEO-Blog-Szene wird also maßgeblich durch Wissensaustausch geprägt. Leider nimmt die Bereitschaft dieses Wissen aktiv mitzugestalten ab, eine Folge davon wird auch die generelle Abnahme an präsentiertem Wissen sein. Das sollte meine Aussage sein ;)

    Liebe Grüße,
    Constantin

  • Mark: Erstaunliches Ergebnis, damit hätte ich nicht gerechnet!
  • Harald Tschuggnall: Bei uns hat sich nicht viel getan einige nach oben einige nach...
  • azella: Also für die meisten Ergebnisse der Studie reicht auch gesunder...
  • Diet: Ich hab noch nie von einem konkreten Fall gehört in dem das eingetreten ist....
  • Stefan: Dann bin ich mal gespannt…
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