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Bloggergate – Sascha mischt die SEOs auf

Bloggen  |   |  , 12:04 Uhr  |  32 Kommentare

Die von Sascha Pallenberg als Tsunami in der Blogosphäre angekündigte Enthüllungsstory hat sich als laues Lüftchen herausgestellt. Wie in dem Artikel `Basicthinking, Onlinekosten GmbH und der Keyword-Spam´ nachzulesen, bezogen sie sich von Pallenberg gemachten Vorwürfe gegen Christoph Berger von onlinekosten.de, der auf Anfrage von meedia.de bestätigt hat, mehrere Blogger für das Schreiben Links beinhaltener Artikel bezahlt zu haben…

Während die mittlerweile als `Bloggergate´ verschrieene Story langsam ihre Kreise zieht, nutzt Pallenberg die Situation, um nicht nur gegen Christoph Berger, sondern gleich gegen die gesamte SEO Branche Stimmung zu machen.

Man darf das Verhalten einzelner Personen nicht auf eine gesamte Branche übertragen! Dass die Optimierung einer Webseite in der Regel auch bedeutet, Linkaufbau zu betreiben stimmt natürlich, nicht aber stimmt, dass sämtliche SEOs dabei genauso unbedacht vorgehen wie es Christoph Berger getan hat.

Jeder Betreiber einer Webseite bzw. eines Weblogs weiß mittlerweile um die Maßnahmen, wie sich der Traffic über Suchmaschinen steigern lässt und fast jeder nutzt diese Maßnahmen auch in irgendeiner Form. Das Formulieren einer aussagekräftigen Überschrift, das Verwenden bei der Suche häufig verwendeter Begriffe oder das interne Verlinken eigener Seiten sind längst etablierte Vorgehensweisen, welche nicht nur zu mehr Besuchern führen, sondern den Betreibern bekannter Suchmaschinen auch dabei helfen, die Relavanz einer Webseite besser einschätzen zu können.

Von Pallenberg gemachte Äußerungen wie `Ich habe definitiv nicht mit diesen Reaktionen gerechnet und von vielen Bloggern, aber vor allen Dingen von den SEOs dieser Republik wird mir darauf nun ein Strick gedreht´, `Ich möchte ja nur ungern mit so einem SEO-Fuzzi in Verbindung gebracht werden´ oder `Getreu dem Motto, die Qualität meines Produktes und Contents reicht nicht aus, lasst uns so einen SEO-Hansel engagieren, die bekommen das schon irgendwie gebacken´ lassen für den Laien den Eindruck entstehen, die Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen wäre grundsätzlich etwas Böses und SEOs wären daran schuld, dass sich die Qualität der Ergebnisse von Suchmaschinen verschlechtert.

Das Gegenteil ist der Fall! Auch die Betreiber von Suchmaschinen haben mittlerweile erkannt, dass eine den Richtlinien entsprechende Optimierung die Qualität der Ergebnisse verbessert und SEO als eine von vielen möglichen Maßnahmen zur Steigerung der Reichweite einer Webseite im Internet offiziell anerkannt.

Als einer der führenden Weblogs im Bereich Suchmaschinenoptimierung würden wir uns wirklich etwas mehr Verständnis für unsere Arbeit wünschen. Anstatt sich auf unsere Kosten reinzuwaschen, würden wir uns freuen, wenn insbesondere die Betreiber bekannter deutscher Weblogs nicht fortwährend immer so tun, als hätten sie mit SEO nichts am Hut und die Optimierungsmöglichkeiten einer Webseite wären ihnen gänzlich unbekannt.

Christoph Berger ist insbesondere mit der Erzwingung einer vertraglichen zugesicherten Schweigepflicht von ihm für das Setzen eines Links bezahlter Blogger einen Schritt zu weit gegangen und wird sich wahrscheinlich auch dafür verantworten müssen, diesen Einzelfall nun aber zu nutzen, um eine gesamte Branche schlecht zu reden, halten wir der Mehrheit unserer mittlerweile wirklich professionell arbeitenden SEO Kollegen für unfair gegenüber…

Eure SEO-united.de Blogger

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Raffael Website sagt:

    Das zeigt doch mal wieder wie wenig ein Verständnis der Realität in der Welt vorhanden ist. Wenn SEO wirklich so schlecht sein soll, wie Pallenberg behauptet, dann müssten ja fast alle im Internet erfolgreichen Menschen böse sein.

    Mir fallen so spontan nicht all zu viele Webseiten ein, die ohne SEO langfristig erfolgreich sind. Schwarze Schafe gibt es ja überall. Und wenn die Leute im Netz nicht so linkgeizig wären und auf wirklich gute Inhalte verlinken würden, dann hätten es die „bösen“ SEOs wesentlich schwerer. Aber leider muss man ja heute auch bei gutem Content selbst für die Links sorgen.

  2. cirrus7 Website sagt:

    Die ganze Aktion war den Aufstand echt nicht wert und eher lächerlich! Als ich das gestern auf netzpolitik.org gelesen habe, hab ich mich fast totgelacht. Geh mir hier jedenfalls mal nen Link abstauben :-)

  3. Jonas Website sagt:

    Einer der wenigen lesenswerten Artikel aus Sicht der SEOs. Sascha hat sich leider mächtig im Ton vergriffen und das ganze falsch rüber gebracht. Es ging wohl weniger darum Linkaufbau allgemein zu verurteilen (macht Sascha ja auch mit seinen Blogs), sondern eher die nicht ganz SEO-alltäglichen „Machenschaften“ von onlinekosten.de anzuprangern, die ich in der Form auch nicht so berauschend finde…

  4. Malte Landwehr Website sagt:

    Ihr seid doch alle nur neidisch auf Saschas Link- und Attention-Bait. Oder ist der Kerl wirklich so naiv?

  5. Gudrun sagt:

    Ja, ja, das Winterloch – wenn sonst nichts aufregendes passiert, bastelt man sich eben einen eigenen kleinen Skandal…

  6. eric Website sagt:

    Ich finde, nicht nur Sascha hat sich im Ton vergriffen, sondern auch eine Menge SEOs. Schätzungsweise trägt es auch nicht zu einer objektiveren Betrachtung der Situation bei, wenn er als „Fuzzi“ bezeichnet wird.

  7. Gretus Website sagt:

    Hallo,

    keine Panik Eric…

    Grüße

    Gretus

  8. Maik Website sagt:

    Warum soll eine Schweigepflicht nicht angemessen sein? In anderen Verträgen gibts sowas doch auch. Davon abgesehen würde doch aber keiner sagen, dass er Links verkauft. Zumindest, wenn er halbwegs beinander ist.

  9. Carsten Website sagt:

    Ich wurde selbst gefragt ob ich Links verkaufen möchte – ca. 1/2 Jahr her – aber habe abgelehnt. Nicht wegen des Geldes (keine Ahnung was die zahlen wollten) sondern weil ich generell keine Links verkaufe. Ohne SEO geht heute schon so gut wie gar nichts mehr und es gibt Tonnen an guten Seiten die nirgendwo auftauchen in den Serps weil selbst grundlegende SEO Sachen nicht beachtet werden. Traurig aber wahr und bedeutet das SEO schon ein must have ist.

  10. Rina.M Website sagt:

    Ohne Seo geht heute gar nichts mehr. Links kaufen oder verkaufen – das sollte man sich gut überlegen, auch mit oder ohne Schweigepflicht. Lieber stetig aber regelmäßig für den Aufbau sorgen.

  11. […] SEO-united.de bittet, nicht die ganze SEO-Branche zu verteufeln […]

  12. Klatschaffe sagt:

    Naja, Linkbaittechnisch war es eine gute Aktion, Spiegel Online hatte es heute Nachmittag schon aufgegriffen. Aber sich für so was zum Buhmann der Onlinegemeinde zu machen…

  13. Daniel Website sagt:

    Kurz nach Nerdcore vs. Euroweb wieder ein gelungener Linkbait zum Dazulernen 😉

  14. Hans-Klaus sagt:

    Naiv ist er nicht, schließlich hat er erreicht was er wollte. Alle Menschen reden plötzlich von ihm. SEO-Landschaft war empört. Wie, der Sascha will unsere Geheimnisse lüften? Wohl wissend, dass es jedem Menschen mit gesundem Verstand klar ist, dass 2 plus 2 gleich 4 ist. Gekaufte Links? Na und? Was ist daran schlimm? Viele Top-SEOs, um nicht zu sagen alle, kaufen Links. Nicht wir stellen die Regeln auf, Content – Links haben nun mal den größten Effekt, und wenn wir Content-Links verbieten, verbieten wir somit auch das Linken an sich. Wir leben in freier Marktwirtschaft, monetarisieren unser Wissen wie wir wollen und/oder können. Schleichwerbung? Kann ich nicht urteilen, vielleicht, vielleicht auch nicht, denn mit den Links wollten die Auftraggeber keinen Werbeeffekt erzielen, sondern nur eine qualitative themenrelevante Verlinkung. Im Grunde genommen ist es dem Auftraggeber gleichgütig ob vor und nach der Verlinkung auf die Werbung besonders hingewiesen wird. So könnte die Content-Werbung der Zukunft aussehen: [Werbung an] Link [Werbung aus] :) Und was machen wir mit den Unternehmen die sich auf kontextsensitive Werbung, sorry Schleichwerbung, spezialisiert haben? Fragen über Fragen…

    Seine Popularität wird aber noch steigen, bis heute wusste ich nicht mal, dass es ihn gibt und jetzt muss ich 1kB meines Gehirnspeicherplatzes mit seinem Namen belegen. Und dann noch die sinnvollen Infos, die ich heute aufgesaugt habe, hoffe, sie landen im Zwieschenspeicher.

    Grüße HK

  15. Uwe sagt:

    Komisch, dass alle dagegen sind, aber keiner wirklich weiß, worum es geht. Pallenberg sagt nichts gegen SEO an sich, die Kritik liegt an den „bezahlten Links“, die das Google-Suchergebnis beeinflussen sollen, und deshalb von Google verboten sind.

    Eine SE-OPTIMIERUNG ist das eine, eine SE-MANUPULATION ist nicht ok! Irgendwann gibt es nur noch wenige Großkonzerne, die mit ihrer Manipulation jegliche Suchergebnisse verfälschen und dann meckern wir, dass die Suchergebnisse so schlecht sind, und vor allem kleine Webseiten keine Chance mehr haben. WOLLEN WIR DAS? Dann sollte SE-Manipulation auch für uns ein „no go“ sein!

  16. Andy sagt:

    „Einzelfall nun zu nutzen, um eine gesamte Branche schlecht zu reden“
    „professionell arbeitenden SEO Kollegen“

    SEO steht doch auf einer Stufe mit Abmahnanwälten, Versicherungsvertretern und Bankstern. Was gibt es da noch schlecht zu reden?

    Oder um es mit Dilberts Worten zu sagen: [SEO=] Marketing=Fraud.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Andy,

      weist Du was? Es sind in erster Linie die SEOs, die Google immer wieder dazu zwingen, ihren Algorithmus zur Bewertung von Webseiten hin zu sozialeren (weniger manipulierbaren) und damit `gerechteren´ Faktoren zu verschieben. Wir bohren unentwegt in der Schaltzentrale von Google herum und, um es mit meinen Worten zu sagen, sorgen damit für eine `bessere´ Welt. Denk mal drüber nach 😉

      Grüße

      Gretus

      • Andy sagt:

        Mit dieser Argumentation kann man in letzter Konsequenz sogar die Entwicklung von biologischen Waffen rechtfertigen, weil das schliesslich die Entwicklung besserer Medikamente vorantreibt, und man damit dann letztendlich doch auch ein bisschen die Welt verbessert.

        Man sollte dann wenigstens dazu stehen und es sich und anderen das nicht so schönreden, dann ist es wenigstens ehrlich.

        Auch an Uwe „SE-Optimierung“ vs. „SE-Manipulation“, das ist Neusprech pur: wenn ich das richtig verstanden habe kritisiert Pallenberg die Intransparenz. SCHLEICH-Werbung. SEO ist per Definition intransparent.

        Aber der Schattenkrieg zwischen Search-Engines und SEO-Branche wird weitergehen, und weiter Ressourcen verschwenden, die anderswo sinnvoller eingesetzt wären…

        Grüße an die dunkle Seite der Macht 😉
        Andy

  17. Gretus Website sagt:

    Hallo,

    tut mir leid, kann Deine Argumentation nicht mehr nachvollziehen. Gestern gefeiert?

    Grüße

    Gretus

  18. Hans-Klaus sagt:

    @Uwe „Irgendwann“ ist bereits eingetreten. Ohne viel Seo-Aufwand hat es eine Webseite geschafft bei fast allen Suchbegriffen in die Top Rankings zu kommen. Bei manchen Begriffen sogar doppelt und dreifach, suche mal nach „Seo“. Was hat die Webseite, die da auf dem 1. und 2. Rang unter organischen Suchergebnissen erscheint, mit SEO zutun?

    Grüße HK

  19. Sonja Website sagt:

    Mich würde mal interessieren wie das Rankingverhältnis derjenigen ist die Links für Webprojekte kaufen und die die sagen – nö geht auch ohne, ich mache alles top korrekt und sauber.

    Ich tippe mal das sind die Domains die meistens einen Sichtbarkeitsindex von irgendwas weit unter 0 haben. Zumindest kennt man kaum kommerzielle Seiten die deutschlandweit bekannt sind und die nicht Links von irgendwelchen auffälligen Linkverkäuferseiten haben.

  20. cruiser sagt:

    >> Was hat die Webseite, die da auf dem 1. und 2. Rang unter organischen Suchergebnissen erscheint, mit SEO zu tun?

    Und ich dachte schon String-Emil wäre wieder zurück 😉

    >> Wir bohren unentwegt in der Schaltzentrale von Google herum und, um es mit meinen Worten zu sagen, sorgen damit für eine `bessere´ Welt.

    Lustiges Argument, aber einfach zu schwach.

    So nichtig oder allseits bekannt ist (versteckter) Linkhandel nicht. Und es dient auschließlich zur manipulation, dass will wohl niemand bestreiten. Das man das Thema auch mal aus dem „Seo-Sumpf“ hinausträgt, kann nicht schaden.

  21. Hans-Klaus sagt:

    >> Und ich dachte schon String-Emil wäre wieder zurück 😉

    Na, er wurde ins Indexnirvana geschickt, so schnell kommt man da nicht raus. Aber wer weiß, vielleicht rankt er im Dec 2012 wieder :)

  22. […] Seit letzter Woche wird das Bloggergate als Sau durch’s digitale Dorf getrieben […]

  23. Bloggergate 2011 – Pro & Contra | meinungen-zu.net sagt:

    […] Die deutsche Blogger-Szene wird aktuell von einem Skandal erschüttert […]

  24. c221 sagt:

    Dass ihr SEO-Fuzzis euch über die Sache wundert, wundert mich wiederum gar nicht.

  25. Frank sagt:

    Immer wenn ich über dieses Bloggergate lese, fühl ich mich in Kindeszeiten zurückversetzt. Und irgendwie kommt mir immer wieder der Gedanke an ein kaum mehr gebräuchliches Wort: KLASSENKEILE.

  26. Gekaufte vs. Organische Backlinks « such-konzept.de sagt:

    […] SEO-united.de äußert sich zu dem “Möchte-Gern”-Skandal der Bloggerwelt […]

  27. Patsch sagt:

    Naja, so neu ist das ja nicht. Machen doch dutzende Agenturen so. Und einige davon zahlen diese Beträge im Jahr, und nicht im Monat. In irgendeinem Blog hab ich was von 25-70 Euro gelesen (hier steht ja nichts davon :) ). Ich hab davon schon gut 4 verschiedene Angebote erhalten. Mal nur Links einbauen, mal irgendein Script einbauen usw.

  28. […] Deshalb auch die Anspielung auf den „Bloggergate“, welcher sich Anfangs Jahr durch die Blogsphäre zog […]

  29. […] Bloggergate – Sascha mischt die SEOs auf – Die von Sascha Pallenberg als Tsunami in der Blogosphäre angekündigte […]

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