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Retweets unter der Lupe

Bloggen | Alex Sczakiel | 04.12.2009, 15:45 | 3 Kommentare

retweetTwitter hat mit seiner neuen Retweet-Funktion versucht, das Userverhalten aufzugreifen und das Retweeten bequemer und einfacher zu machen. Größtenteils macht diese Maßnahme auch wirklich Sinn und bietet einige Vorteile gegenüber der klassischen Variante. Auf der anderen Seite verhält sich die neue Retweet-Funktion nicht mehr ganz so wie gewohnt und verändert die Dynamik viraler Verbreitung auf Twitter…

Vorteile der Retweet-Funktion

Bei Twitter hat es sich eingebürgert, interessante Tweets von anderen Usern an seine eigenen Follower weiterzuleiten. Früher hat man dieses gemacht, indem man den original Tweet kopiert und RT @Quelle davor gesetzt hat. Da eine Nachricht bei Twitter allerdings nur 140 Zeichen lang sein darf, mussten die ursprünglichen Tweets oft gekürzt oder verändert werden, insbesondere dann wenn der Tweet mehrfach retweetet wurde und somit mehrere Namen in der Nachricht standen.

Die Neue Funktion löst all dieses intern. Die Originalnachricht wird einfach an die Follower weitergeleitet und unter dem Tweet stehen die User die das ganze ebenfalls retweetet haben. Anstatt die Nachricht selber zu kopieren, hat Twitter einen zusätzlichen Button eingebaut, welcher es erlaubt mit nur einem Klick einen Retweet durchzuführen.

Ein weiterer Vorteil der neuen Retweet-Funktion besteht darin, dass insbesondere User mit sehr vielen Followern bzw. Freunden früher nach einem abgesendeten Tweet fast nur noch Reweets in ihrer Timeline sahen. Im Zuge der neuen RT-Funktion wurde hierfür ein gesonderter Bereich angelegt, wo jeder User sämtliche seiner RTs einsehen kann.

Nachteile der Retweet-Funktion

Die neue Retweet-Funktion hat meiner Meinung nach einen großen Nachteil gegenüber dem alten manuellen Weg. Wenn ich eine Nachricht von gestern retweete, erscheint mein Retweet in Eurer Timeline tatsächlich auch gestern und nicht am dem Zeitpunkt an dem ich den Retweet durchgeführt habe. Alte Nachrichten zu retweeten ist mit dieser Funktion also ziemlich unnütz, da es in der Regel niemand mehr sieht.

Wenn ich der Originalquelle sowieso folge, sehe ich die Retweets meiner Freunde nicht mehr und wenn ich dem Original nicht folge, sehe ich auch nur den ersten Retweet einer meiner Freunde. Diese Neuerungen scheinen auf dem ersten Blick auch sinnig nützlich zu erscheinen, wenn in meiner Twitter-Timeline im Verlauf des Tages allerdings, wie früher, mehrfache Retweets meiner Freunde auftauchen, ist dies bisher immer ein guter Indikator für populäre und interessante Themen gewesen und es hat die virale Verbreitung sehr gefördert. Mit der neuen Funktion wird dieser Effekt extrem gehemmt.

Da ich als User nicht 24h am Tag bei Twitter schauen kann und bestimmte Dinge einfach verpasse, finde ich es persönlich sehr schade, dass Twitter sich für diesen Weg entschieden hat und hoffe, dass es vielleicht in Zukunft noch einige Änderungen an dem System geben wird. Bis dahin würde ich dazu raten, die alte Retweet-Methode noch nicht ganz zu vergessen und gerade bei älteren Nachrichten, die Ihr Euren Followern gerne zeigen wollt, auf Old School Retweets zurück zu greifen.

stereophone

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Gretus sagt:

    Hallo,

    ich glaube, einige Nutzer bei Twitter (mich natürlich nicht inbegriffen ;-) ) verstehen die RT-Funktion gar nicht so ganz genau. Nehmen wir folgenden Tweet von @seounited an:

    RT @mediadonis Heute verlost @ThomasPromny sein Buch bei @hannskronental

    Ich folge allen drei, Mediadonis nur Thomas, Hanns nur mich und Mediadonis. Wie viele Leute sehen den Tweet nun genau?

    Grüße

    Heiner

  2. stereophone Website sagt:

    Ein Tweet der mit @ als erstes Zeichen beginnt wird nur von den Leuten gesehen die dir UND ihm folgen. Wenn das @ später im Tweet benutzt wird (wie beim Retweeten) können alle deine Follower den Tweet sehen und die Verlinkten User sehen das dann alle drei in ihrer @ replies Inbox unabhänig davon ob sie dir folgen oder nicht.

  3. Gretus sagt:

    Hi stereo,

    und wieder etwas schlauer ;-)

    Grüße

    Gretus

  • Mark: Erstaunliches Ergebnis, damit hätte ich nicht gerechnet!
  • Harald Tschuggnall: Bei uns hat sich nicht viel getan einige nach oben einige nach...
  • azella: Also für die meisten Ergebnisse der Studie reicht auch gesunder...
  • Diet: Ich hab noch nie von einem konkreten Fall gehört in dem das eingetreten ist....
  • Stefan: Dann bin ich mal gespannt…
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