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Twitter Charts – Knotenpunkte des Web 2.0

Bloggen  |   |  , 19:21 Uhr  |  11 Kommentare

Wie Robert Basic in seinem Artikel `Verlinkungsdichte deutscher Top-Blogs weiter im Sinkflug´ analysiert hat, nimmt die Verlinkungsbereitschaft in der deutschen Blogszene immer weiter ab. Waren es früher Weblogs, die hauptsächlich zur Verbreitung wichtiger Nachrichten genutzt wurden, sind es heute Microblogging-Dienste nach dem Vorbild von Twitter

Jens Schröder von popkulturjunkie.com hat sich kürzlich die Mühe gemacht, eine auf Daten von BackType aufbauende Liste der 100 am meisten von Twitter-Nutzern verlinkten Inhalte-Websites zu erstellen.

Zum einen ist die Liste natürlich erwähnenswert, weil wir mit unserem Twitter-Account @seounited dort vertreten sind 😀 , zum anderen leider aber auch, weil sich die Krise in der Blogszene nahezu nahtlos in der Microbloggingszene fortzusetzen scheint.

Wer als Blogger nebenher auch twittert, wird längst festgestellt haben, dass auch die Anzahl der Retweets immer weiter abnimmt. Schaut man sich die kompletten Top 100 der am meisten auf Twitter verlinkten Webseiten an, sind insgesamt nur 17 Blogs dabei. Ähnlich wie bei den Links aus Weblogs, dort sind es angeblich sogar 99%, werden auch auf Twitter zum größten Teil nur die Inhalte bekannter Nachrichten-seiten (spiegel.de usw.) verlinkt.

Auch wenn sehr oft anders dargestellt wird, Twitter, Facebook und Co. haben unsere Medienlandschaft bislang kaum verändert. Solange es die Web 2.0 Gemeinde nicht lernt, sich gegenseitig zu unterstützen, wandern die Besucherströme zu den herkömmlichen Knotenpunkten des World Wide Webs und am medialen Einfluss des einzelnen Bloggers ändert sich gar nichts…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Robert Mittl Website sagt:

    BackType ist ein sehr nützliches Tool, um den aktuellen Status von Twitter zu überprüfen. Hier kann man ganz gut feststellen welche Artikel für die Twitterer interessant sind. Guter Tipp!

  2. Johannes Fritsch Website sagt:

    Ich kann den ganzen Linkgeiz ohnehin nicht verstehen. Wer guten Content hat, der braucht sich doch um seine Platzierung sowieso nicht zu scheren, das läuft dann, bei entsprechender technischer Eignung, von ganz alleine.

    Man kann nicht immer nur nehmen ohne zu geben. Ich verlinke gerne, wenn ich irgendwo etwas Spannendes sehe. Genau so gerne wie ich einen Link auf meinen Content gerne entdecke.

  3. Maxim Website sagt:

    Moin Zusammen,

    @Johannes Da hast du ganz recht.

    Aber aus einem anderen Blickwinkel ist der Linkgeiz schon verständlich. Kann es, neben finanziellen Gedanken oder Egoismus, nicht auch einfach Faulheit sein?

    Es ist doch viel einfacher sich von den Tageszeitungen, im Web, berieseln zu lassen statt selbst Nachforschungen anzustellen. Um einfach etwas zu schreiben, damit halt mal was geschriben ist. Und natürlich hebt man sich noch weiter hervor, meint man zumindest, wenn man auf die „Großen“ mit dem Finger zeigt. Es ist zwar nicht kreativ aber es ist Content für die Adsense Anzeigen.

    Von dieser Seite betrachtet ist der Linkgeiz eine logische Folge der Faulheit, also Linkfaulheit.

    Grüße

    Maxim

  4. Linkgeiz oder doch Linkfaulheit | seOpinion.de think SEO sagt:

    […] Bei SEO-United habe ich gerade den Artikel ” Twitter Charts – Knotenpunkte des Web 2.0 ” gelesen […]

  5. Rike Website sagt:

    Mit einem Link auf die „Großen“ gibt man sich keine Blöße, weil viele Menschen das interessant finden. Aber wenn das die primäre Motivation fürs Verlinken wird, dann haben Twitter und Co. ihren Zweck verfehlt. Denn es geht ja gerade darum, Sachen weiterzuempfehlen, die man selber interessant findet – und nicht das, was die Tagesschau interessant findet. Also keine Scheu und twittern was einen gerade bewegt!

  6. Gretus Website sagt:

    Hallo Rike,

    wahre Worte, leider sieht es in der Realität oft anders aus…

    Grüße

    Gretus

  7. Alexandra Website sagt:

    Das hat aber doch mit Linkgeiz an sich nichts zu tun. Genauso wie einem bei Twitter nicht mehr jeder Tweet RT-würdig erscheint, muss man auch sein Blog nicht mit irgendwelchen Links vollstopfen, nur um der Links willen.

    Die „Reizschwelle“ ist einfach höher geworden, und es muss jetzt schon etwas wirklich Gutes sein, wenn man hinverlinkt, damit der Leser auch einen echten Mehrwert hat. Wenn es eben keinen Mehrwert bietet, kann ich mir auch selber ein paar Gedanken machen und etwas Eigenes formulieren – und das braucht dann eben keinen Link.

    Außerdem habe ich den Eindruck, dass das Wissensniveau der typischen Blog-Leser und auch Blogger sich inzwischen so angeglichen hat, dass man einfach nicht mehr so viele Erklär-Bär-Links braucht. In vielen Fällen kann ich davon ausgehen, dass meine Leser den gleichen oder einen ähnlichen Wissensstand haben wie ich. Und falls doch mal jemand nicht wissen sollte, was Zensursula oder Netzneutralität bedeutet, dann hat er oder sie das ruckzuck auch selbst gegoogelt.

    Ähnlich bei Twitter: Als Twitter noch ganz neu und aufregend war, hat man natürlich öfter retweeted. Wie bei allem ist der Reiz des Neuen aber abgeklungen. Das ist bei Twitter nicht anders als bei Lego oder Dosenprosecco. Irgendwann gewöhnt man sich dran, und gut is‘. Das hat mit Linkgeiz oder RT-Faulheit nichts zu tun. Nach dem ersten Hype pegelt sich alles immer auf einem niedrigeren Niveau ein – und das erleben wir gerade.

  8. Patrick sagt:

    @Johannes das was du sagst magt vielleicht gut klingen, in der Theorie sieht das jedoch anders aus. Wenn du recht hättest währe SEO und Linkbuilding völlig überflüssig, was ich und auch jeder andere SEO wohl beweisen kann (dann gäb es uns nämlich nicht).

  9. Alex Website sagt:

    Also das die Anzahl von Retweets generell abnehmen würde kann ich nicht ganz nachvollziehen. In der SEO Szene mag das so sein, weil seit Jahren niemand mehr was neues schreibt und sich alle nur im Kreis drehen, generell würde ich diese These aber nicht unterstützen wollen.

    Ihr tut alle so als würde man Verlinken oder Retweeten weil man jemanden unterstützen möchte und als würde die Welt Euch etwas schulden, das ist in der Regel aber nicht der Fall. Man verbreitet Inhalte oft nur weiter weil man ganz egoistisch seinen eigenen Lesern wiederum gute und vor allen Dinge neue Inhalte zeigen will.

    Wenn seo-united.de mit 4.700 Follower etwas twittert, wozu soll ich das dann noch weiterverbreiten, da ich mal stark davon ausgehe das 90% meiner 840 Follower euch sowiso schon abonniert haben, hat also überhaupt keinen Mehrwert für meine Leser, haben die eh schon gesehen. So erklär ich mir den Mechanismus hinter Eure Beobachtungen. Just my 2 Cents…

  10. Maxim Website sagt:

    @Alex Sicherlich „unterstützt“ man andere, mit einem Link oder Tweet, nur in seltenen Fällen. Das ist aus verschiedenen Gründen auch nachvollziehbar. Was ich z.B. meinte ist nicht dass man, in der Bloggerscene, andere durch Links unterstützt oder nicht, sondern dass man sich vieleicht garnicht nach anderen Quellen umschaut.

    Ich finde diesen Ansatz recht logisch, wenn man ihn im Zusammenhang mit diesem Artikel betrachtet. Sicherlich ist in der Realität beides gleichzeitig vorhanden, Faulheit und Geiz. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Verhälltnis von Linkfaulheit zu Linkgeiz etwa bei 70 zu 30 liegt.

    Grüße

    Maxim

  11. Martin sagt:

    Im Internet ist morgen schon veraltet, was gestern noch aktuell war. Man muss sich nur mal die letzten monate ansehen, wie Twitter und Facebook auch den deutschen Markt erobert haben. Gibt es die VZ-Welt eigentlich noch? Nunja und so werden auch bald wieder neue Trends auftauchen. Aber sicherlich gibt es einige Instrumente, wie SEO und SEM die auch in naher Zukunft noch wichtig sein werden.

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