Eines der Topthemen in der SEO Szene dürfte ohne Zweifel Blog- bzw. Kommentarspam sein. Vielen scheint es ein Bedürfnis zu sein, jeden einzelnen Kommentar genauestens unter die Lupe zu nehmen und akribisch zu analysieren, ob dieser nicht womöglich doch als Spam einzustufen ist…
Regeln für diese meist willkürliche Kategorisierung gibt es keine. Natürlich gibt es den klassischen Spam, bei welchem dubiose Anbieter Links zu noch dubioseren Webseiten durch eine Buchstabensuppe getarnt auf fremden Webseiten platzieren wollen, diese Art von Spam vermag mittlerweile aber auch die einfachste Software sicher abzuwehren.
Schwieriger wird es bei plötzlichen Namensänderungen, bei welchen sich die Kommentatoren offensichtlich dazu entschlossen haben, ihren herkömmlichen Namen gegen ein zufälligerweise hoch frequentiertes Keyword auszutauschen. Sofern man der deutschen Sprache mächtig ist, sollte aber auch diese Art von Spam durch die einfache Löschung der Url mit wenig Aufwand in den Griff zu bekommen sein.
Das Gleiche gilt für die plötzliche Wiedergeburt von uralten, meist erst durch ein PR Update wieder interessant gewordenen Beiträgen. Diese Form des Blogspams lässt sich einfach in den Griff bekommen, indem die Kommentarfunktion nach einer bestimmten Zeit automatisch deaktiviert wird.
Für diejenigen, denen diese einfach zu befolgenden Regeln nicht ausreichen, haben wir einen weiteren Ratschlag. Mittlerweile ist klar, dass Google auf Interaktion basierende Webseiten wie z.B. Foren auch nach deren Aktivität bewertet. Wären einige nicht unentwegt damit beschäftigt, ihre Kommentare zu analysieren, wäre diesen vielleicht schon aufgefallen, das auch kommentierte Blogbeiträge gegenüber Beiträgen ohne jegliche Resonanz einen Vorteil genießen ![]()
Gretus





























Also Spammer einladen, anstatt sie zu löschen?
Ich habe das Spamproblem zwar nicht so, weil ich mich in einer Nische bewege aber die wenigen Spamkommentare die kommen verstecken sich meist in ganz passablen Texten. Dagegen habe ich dann auch nichts.
Zu penetrante Spammer werden Akismet zum Frass vorgeworfen, womit sich das Problem dann erledigt.
Gerhard
Es ist immer eine Gradwanderung – sowohl für Kommentatoren, wie für Blogbetreiber. Ich habe mir folgende Regeln zurecht gelegt:
Nicht frei geschalten werden (unter der Prämisse des klassischen 1-2 Zeilen Kommentars):
1) Kommentatoren mit Keyword im Namen
2) URLS mit Deeplinks – wenn ich ne Webseite betreibe, dann kann man gern darauf verlinken, aber gerade auf URL XXX die gar nichts mit dem Thema zu tun hat – ne,ne so nicht.
Tendenziell gilt: Je besser das Kommentar, desto eher wird freigeschalten.
Das widerspricht sich etwas: “plötzliche Wiedergeburt von uralten, meist erst durch ein PR Update wieder interessant gewordenen Beiträgen. Diese Form des Blogspams lässt sich einfach in den Griff bekommen, indem die Kommentarfunktion nach einer bestimmten Zeit automatisch deaktiviert wird.”
und : “das auch kommentierte Blogbeiträge gegenüber Beiträgen ohne jegliche Resonanz einen Vorteil genießen”
Das verhindert man natürlich, wenn man die alten Beiträge schließt. Dann kommt da keiner mehr drauf. Interessanterweise schlagen bei mir häufig zu alten Beiträgen noch Kommentare auf, die übrigens nicht SEO-belastet sind. Karl Kredit etc. wird rausgelöscht, d.h. die meist sinnvollen Kommentare bleiben natürlich drin, aber Keyword und URL verschwinden…
Typisch SEO, wie wärs wenn Ihr das mal ein wenig entspannter angeht? Natürlich wird bei Mark Ise die URL entfernt, aber solange das Kommentar halbwegs sinnvoll ist, kann man es ruhig freischalten.
Sollte bei meinen Kommentaren die ich hinterlasse irgendwo die URL entfernt werden, kommentiere ich eben nie mehr, mit zu rigiden Maßnahmen macht sich der Blogbetreiber auch keine Freunde. Der leidige Linkgeiz, egal hinter welchen Floskeln er sich versteckt, nervt einfach nur.
Hallo Kevin,
glaub mir, bis auf die genannten Beispiele löschen wir fast keine Kommentare. Die Ausnahme ist zumeist annonym abgegebenes Gebashe, um die Popularität eines Beitrags von Anfang an im Keim zu ersticken. Da reagiere ich sehr empfindlich…
Grüße
Gretus
Hm. Also ich nutze einfach das “Nofollow Case by Case”-Plugin und hab meine Ruhe. Allerdings habe ich auch noch nicht so viele Kommentatoren, dass das in Arbeit ausarten könnte. Mal sehen, wie sich das entwickelt. Aber bei meinem Hauptblog auf blog.de bin ich ehrlich gesagt auch ein rigoroser URL-Löscher, wenn diese deutlich auf Link-Ergeierung hinweist und der Kommentar nicht wirklich hohe inhaltliche Qualität hat. Denn da ich dort keine Möglichkeit habe, so nen Link mit nofollow zu versehen, habe ich eigentlich keine andere Wahl…
Bei mir geht sich aufgrund der geringen Kommentierenden ohne weiteres aus, sämtliche Kommentare vor Freischaltung zu kontrollieren. Sollten dann so witzige Versuche aufkommen, wo einer versucht einen Keyword-Link als Namen zu benutzen, der Kommentar aber halbwegs sinnvoll sein, so ändere ich nur den Namen in Gast um, ansonsten landet der ganze Kommentar im Müll.
Ist zwar ein bisschen Arbeit, aber es lohnt sich.
“Typisch SEO, wie wärs wenn Ihr das mal ein wenig entspannter angeht? Natürlich wird bei Mark Ise die URL entfernt, aber solange das Kommentar halbwegs sinnvoll ist, kann man es ruhig freischalten.”
In meinen Augen ist es mehr als fair. Einen Kommentar mit einem Link zu belohnen! Und was ist dramatisch an ausgehenden Links? Ja, man könnte auch eine Gegenleistung dafür bekommen (in welcher Form auch immer) …
Aber nehmen wir mal die Site, auf der wir hier Bloggen/Kommentieren. Fährt diese Website schlecht? Nur weil Sie “linkt” mit rel=”Follow”? Ist rhetorisch die Frage …
Und zu dem Post hier “[..] Diese Form des Blogspams lässt sich einfach in den Griff bekommen, indem die Kommentarfunktion nach einer bestimmten Zeit automatisch deaktiviert wird. [..]”
Beste Lösung in meinen Augen! Wer diskutiert auch schon gerne über Dinge die schon länst überholt sind?
Gruß
Phil
Hi,
schon toll – genau zu dem Thema hab ich mich diese Woche auch ausgelassen.
Ich bin es leid, Leuten die “Last Minute” oder “Seo” heissen, einen Kommentarlink abzugeben – egal wie gut oder schlecht der Kommentar ist. Ich habe die Faxen echt dicke – wer meint beinen drei-Wort-Kommentar abzugeben (am Besten noch “super Beitrag” oder ähnliches), den lösche ich gnadenlos.
Ich mag Leute, die mir nette und interessante Kommentare zu meinen Beiträgen geben. Denen gebe ich auch gerne einen Link.
Biggi
Die Diskussion zu Blogspam gibt es nicht erst seit Nofollow.. aber scheinbar seitdem immer intensiver. Die hier genannten Tipps sind Klasse, das man mit “Nofollow für alle” Kommentare auch sinnvolle Kommentatoren bzw. eine mögliche Vernetzung ausbremsen kann, wird leider übersehen. Mein Gewinnspiel, dass dazu dienen sollte das ganze “bissl entspannter anzugehen”, wurde bisher generell ignoriert
Der Vorteil von wirklich sinnvollen Kommentaren:
Neue Inhalte für das Blog, mögliche Longtail-Keyword-Kombinationen, auf die man selbst nicht gekommen wäre, genauso wie die kostenlose Tippfehler-Optimierung..
Auffällig bei manuellem Kommentarspam: URL im Beitrag, meist mit Verweis “dort etwas bereits gefunden” zu haben. Durch Akismet landet jedoch auch manueller Blogspam mittlerweile recht schnell im Nirvana. Und gegen sinnvolle Kommentare zu aktuellen Themen bzw. eigene Meinungen kann, wie bereits erwähnt, kein Blogger etwas haben.