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Darf BP Google AdWords Anzeigen schalten?

Internet  |   |  , 20:06 Uhr  |  30 Kommentare

BPDass man Google AdWords auch anders nutzen kann, beweist derzeit BP. Der Ölkonzern investiert täglich mehrere Tausend US-Dollar, um nach Begriffen zur Ölkatastrophe (oil spill, deepwater horizon usw.) suchenden Nutzern bekannter Suchmaschinen auf unternehmens-eigenen Seiten die Katastrophe aus eigener Sicht zu schildern…

BP begründet die Schaltung von AdWords Anzeigen damit, dass man unmittelbar von der Krise betroffenen Menschen so gut es geht über die aktuelle Lage im Golf von Mexico informieren möchte, Kritiker dagegen halten die Anzeigen für eine gezielten Versuch des Unternehmens, den ohnehin entstandenen Imageschaden soweit wie möglich in Grenzen zu halten.

Google AdWords

Via Google AdWords ist es Webseitenbetreibern möglich, zu beliebigen Suchbegriffen kostenpflichtige Anzeigen zu schalten. Gibt ein Suchender einen dieser Begriffe bei Google ein, werden ihm im oberen Bereich der Ergebnisseite die vom Webseitenbetreiber gebuchten Anzeigen angezeigt. Klickt der Suchende auf eine der Anzeigen, muss der Webseitenbetreiber für diesen Klick bezahlen.

Abgesehen von der Tatsache, dass BP die Kritik beschriebener PR-Kampagne womöglich mehr schadet als die Schaltung der AdWords Anzeigen dem Unternehmen nutzt, stellt sich die generelle Frage, ob ein Unternehmen wie BP Google AdWords dafür nutzen darf, um für das eigene Image möglicherweise schädliche Suchbegriffe mit eigenen Inhalten zu besetzen?

Dass BP ein gewisses Recht darauf hat, beispielsweise nach `oil spill´ suchenden Nutzern von Google gezielt eigene Inhalte zu präsentieren, beweist folgende Grafik. Die Häufigkeit der Suchen nach `oil spill´ und `bp´ steht ohne Zweifel in einem direkten Zusammenhang:

Wenn man sich im Internet (Facebook, Twitter usw.) anschaut, wie das Unternehmen derzeit mit Füßen getreten wird, könnte man argumentieren, dass es in seiner jetzigen Situation auch BP erlaubt sein muss, sämtliche Möglichkeiten des Internets auszuschöpfen, um seine Sicht der Dinge zu verbreiten. Auf der anderen Seite könnte man BP auch die gezielte Verbreitung von Falschinformationen vorwerfen, da der Ölkonzern auf den eigenen Seiten wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit der Katastrophe darstellen wird.

Abgesehen davon, ob es nun clever von BP war die Google-Anzeigen zu schalten oder nicht, möchten wir im Zuge einer Umfrage gerne von Euch wissen, war Ihr über die Sache denkt. Sollte BP die Schaltung der Anzeigen unterlassen oder darf ein Unternehmen in einer Situation wie dieser auch PR-Arbeit leisten?

Sollte BP die Schaltung von AdWords Anzeigen unterlassen?

  • Nein (64%, 76 Votes)
  • Ja (36%, 42 Votes)

Total Voters: 118

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Eure SEO-united.de Blogger

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Diskussion zu diesem Beitrag:

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Alex Website sagt:

    Klar dürfen die! Ist doch ihr gutes Recht! Oder? Sowas nennt man Reputations Management. Wenn die Anzeigen schalten ist das für mich OK.

  2. Tho sagt:

    Kritiker dagegen halten die Anzeigen für eine gezielten Versuch des Unternehmens, den ohnehin entstandenen Imageschaden soweit wie möglich in Grenzen zu halten.

    Was ist daran jetzt das Verwerfliche? Verstehe ich nicht…

    *Sarkasmus an* Au Weia!! Das böse Unternehmen will (im Gegensatz zu allen anderen Unternehmen auf der Welt) seinen Imageschaden in Grenzen halten!! *Sarkasmus aus*

  3. Frank Website sagt:

    Kann da auch nix Schlimmes dran finden. AdWords ist Werbung. Wer bezahlt, wirbt. Und BP darf sich ja sogar über fallende Aktienkurse wundern.

    Gruß,
    Frank

  4. Stephan Website sagt:

    Kontrolle der eigenen Reputation ist ganz normale Public Relationsarbeit. Machen heutzutage ja so ziemlich alle Unternehmen.Ob das im Falle BP jedoch noch notwendig ist, ist natürlich fraglich. Tiefer kann man eigentlich nicht mehr fallen.

  5. Stefan Website sagt:

    Der Schaden für die Umwelt und die nächste Generation der Menschheit ist doch groß genug. Bis sich die Natur in diesen Bereichen erholt hat wird es viele Generationen dauern. Warum soll das BP noch schönreden dürfen? Das die Firma noch überhaupt etwas darf außer ihren Schaden zu beheben, was sie scheinbar nicht mal hinbekommen, empfinde ich schon als zuviel.

  6. Toolboks Website sagt:

    Schließe mich Alex voll und ganz an. Alles ist heute käuflich, auch der “gute” Name eines Unternehmens.

  7. fastblogger Website sagt:

    Die sollen ruhig zahlen. Wer denkt, dass ein Umweltsünder objektiv informiert, kann doch nur selber schuld sein, wenn er das ernsthaft glaubt.

  8. gaechr sagt:

    Dank Adwords hast du wenigstens auch Werbung von BP in deinem Artikel :-)

  9. Mario sagt:

    Die Frage ist ein wenig falsch gestellt. Sicher können Sie das – es ist ihr gutes Recht. Man kann diese Aktion jedoch sehr kritisch sehen und ebenso den Sinn dieser Aktion hinterfragen. Google freuts weil sie so ein paar Dollar mehr im Säckle haben. BP könnte es sich ein Stück weit einfacher machen und zugeben das Sie Fehler gemacht und die Lage nicht im Griff haben. BP sollte das Geld anstatt in Imagekampagen zu stecken in die betreffende Region investieren.

  10. Markus sagt:

    Klar ist das erlaubt, ganz normales Reputation Management, wie ja auch schon einige Vorredner sagten. Mit den eventl. Falschaussagen versuchen die ja auch nur ihren Arsch zu retten, wer würde was anderes tun? Mit der Wahrheit treibt man den Aktienkurs ja nur noch weiter runter, obwohl BP meiner Meinung nach schon ziemlich unterbewertet ist. Der Vorfall wird max. 10-20 Milliarden kosten, aber BP hat ja bald schon 100(?) Milliarden an Wert verloren, da wird mal wieder so spekuliert wie auch mit Griechenland etc., nur das sich keiner drüber aufregt.

    Aber allgemein bin ich ein wenig mit der Berichterstattung über BP unzufrieden. Klar ist BP schuld am Unglück, aber es wird ja oft mangelndes Interesse an der Schadensbehebung seitens BP vorgeworfen. Wer wenn nicht BP hat den am meisten von einer schnellen Schadensbehebung? – Aber das ist halt alles nicht so einfach in der großen Tiefe, andere könnten das wahrscheinlich auch nicht besser, von daher find ich dieses darüber herziehen ziemlich verwerflich.

  11. Micha Website sagt:

    Das Geld sollte lieber für Helfer ausgegeben werden, um die verschmutzten Tiere zu reinigen!

    Aus diesem Grund sollte BP keine Werbung bei Adwords schalten. Es ist moralisch verwerflich, begrenztes Geld in die Hand zu nehmen und es in eine Imagekampagne zu stecken. Eine Imagekampagne hat das Ziel, eine bestehende Ist-Meinung zu einer Soll-Meinung in der Gesellschaft zu verändern. In dem Falle hätte es zum Ziel, das Empfinden der Zielgruppe insofern zu verändern, dass BP alles richtig gemacht. Die Wahrheit ist jedoch, dass BP lieber in Kampagnen investieren sollte die darauf hinweist, dass ihr operatives Geschäft mit massiven Risiken verbunden ist und lieber auf innovative Alternativprojekte gesetzt werden sollte um die Präferenzen der Verbraucher für saubere Energie zu stärken.

  12. AdWords Agentur Website sagt:

    Da das AdWords System eine Marktplatz ist und hier niemand ausgeschlossen werden darf, ist es ganz normal das BP versucht der negativen Werbung mit positiver Werbung entgegenzuwirken. Ich teile trotzdem die selbe Ansicht wie Micha:

    Das Geld sollte lieber für Helfer ausgegeben werden, um die verschmutzten Tiere zu reinigen!

  13. Christoph sagt:

    Jeder hat doch das Recht, die Dinge aus seiner Sicht darzustellen, oder? Und wenn BP findet, das dies der Weg ist, den Leuten zu erklären, wie sie das sehen, finde ich da nichts Schlimmes dran. Steht ja ganz deutlich deren Name drunter. Kann sich Jeder seine Meinung bilden.

    Viel schlechter wäre, die würden das verdeckt unter falschen Namen machen. Z.B. Leute bezahlen, die in Blogs und Foren gutes schreiben.

  14. Christian Website sagt:

    Ich finde auch nichts verwerfliches an der Tatsache, dass sie Adwords schalten.

    Und das Argument, dass man das Geld auch für die Hilfe nutzen kann man bringen. Aber ich vermute, dass die da auch genügend Geld investieren. Sonst könnte man jeder Firma die Adwords schaltet vorwerfen, dass sie das Geld auch spenden können.

  15. Chris sagt:

    Habe gerade bei Google Bilder viele verunstaltete BP-Logos gefunden. Gibt man aber “bp logo redesign greenpeace” oder ähnliches ein, kommt nichts! Nur normale BP-Logos! Sucht man das ganze aber bei Yahoo!, so kommen lauter Logos von Greenpeace, die das Logo bezügl. der Ölkatastrophe verunstaltet haben.

    Ehrlich gesagt, hat das mein Vertrauen in Google ziemlich erschüttert. Ads zu schalten find ich ja ok, aber Sachen von anderen bei Google nicht anzuzeigen, das erinnert mich schon an die Zensur in China.

    Glaube, ich werde überlegen auf eine andere Suchmaschine umzusteigen! Fände gut, auch Eure Meinung zu hören.

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