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Datensammelwut deutscher Behörden steigt und steigt!

Internet  |   |  , 09:51 Uhr  |  6 Kommentare

Die Betreiber der Suchmaschine Google haben gestern zum zehnten Mal ihren Transparency Report veröffentlicht. Der Transparency Report von Google gibt Aufschluss darüber, wie oft Google durch behördliche Auflagen dazu gezwungen wurde, irgendwelche Nutzerdaten freizugeben. Der Report ist nach Ländern sortiert und zeigt, dass die deutschen Behörden (BND usw.) bei der Einforderung von Nutzerdaten weit über dem weltweiten Durchschnitt liegen…

Nachfolgende Screenshots zeigen, in welchem Zeitraum wie viele Nutzerdaten von Seiten deutscher Behörden bei Google eingefordert wurden. Alleine von Januar bis Juni 2014 wurden weit über 3000 diesbezügliche Anfragen bei Google eingereicht:

Google Transparency Report für Deutschland

Schaut man sich die datenbezogenen Aktivitäten der deutschen Behörden einmal genauer an, liegt sowohl die Anzahl als auch das prozentuale Wachstum der Anfragen weit über dem weltweiten Durchschnitt!

Wo die Anzahl der behördlichen Anfragen im Vergleich zum zweiten Halbjahr des letzten Jahres im weltweiten Durchschnitt nur um 15% gestiegen ist, ist sie es in Deutschland um 25%. Und wo die Anzahl der Anfragen im Vergleich zu vor fünf Jahren im weltweiten Durchschnitt nur um 150% gestiegen ist, ist sie es in Deutschland um über 600%:

Google Transparency Report für Deutschland

Worldwide, the numbers continue to rise: excluding FISA and NSL demands, we’ve seen a 15% increase since the second half of last year, and a 150% jump since we first began publishing this data in 2009. In the U.S., those increases are 19% and 250%, respectively. (Quelle)

Obgleich der Transparency Report von Google in Anbetracht der jüngsten Gerüchte um ein weltweites Ausspähen des Internets – ein Schelm wer hierbei Böses denkt – fast schon ein wenig befremdlich wirkt, zeigt er einmal mehr, dass die Hemmschwelle zur Einforderung von nutzer-spezifischen Informationen seitens der Regierungen insbesondere auch in Deutschland leider immer weiter zu sinken scheint. Keine schöne Ausssicht für die Zukunft!

Eure SEO-united.de Blogger
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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Alex Website sagt:

    Interessant wäre wirklich mal, ab welchem Vergehen hier Daten eingefordert werden können. Oder ist es sogar so, dass auf reine Willkür Nutzerdaten herausgegeben werden müssen? Bei mehr als 6.000 Auskünfte im Jahr, dreht es sich sicherlich nicht mehr nur um potentielle Terroristen etc.

  2. […] Datensammelwut deut­scher Behörden steigt und steigt! […]

  3. […] oder Löschung von Inhalten in Google-Produkten, Google von hoheitlichen Stellen erhalten hat. SEO-united.de stellte ein paar interessanten Fakten dazu näher vor: Allein von Januar bis Juni 2014 wurden weit […]

  4. Sergej Website sagt:

    Die Analyse der Daten wird in der Zukunft vermutlich immer komplizierter, wenn viele Webseiten in der Zukunft auf SSL umgestellt haben. Deswegen wird auch die Anzahl der Anfragen steigern.

    Es wäre interessant, auf welche Weise die Online Tools wie semrush.com die SE Keywords Daten sammeln und ob die außerdem die Daten von den Anwendern sammeln können. Vielleicht bauen die Behörden in der Zukunf eigene ähnliche Tools und werden alles selbst überwachen.

  5. Ella Website sagt:

    Das witzige daran ist ja eigentlich, dass es ja ohnedies per Gesetz nicht erlaubt ist. Aber bislang hatte sich das Gesetzt nicht durchgesetzt! Max Schrams hat einiges bewegt aber wie viel sich da noch bewegen wird ist halt ne Frage. Bin eher pessimistisch! LG Ella

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