Als SEO beschäftigt man sich in der Regel nicht nur mit dem stumpfen beschaffen von Traffic, sondern auch mit den Folgeprozessen, also dem möglichst effektiven Verarbeiten von Traffic. Effektiv meint hier, wie gut der Traffic konvertiert…
Dabei entwickelt man mit der Zeit ein recht gutes Gefühl zur Einschätzung von Konversionsraten. So lässt sich beispielsweise leicht voraussagen, dass es kleiner Banner irgendwo am Seitenende kaum zahlende Besucher bringen wird. Darüber hinaus bekommt man ein Gefühl für eine gute Seitenstruktur. Übersichtlichkeit und kurze Klickstrecken freuen den Besucher und fördern die Konversion.
Neben diesem auf Performance orientierten Arbeiten gibt es aber noch eine gigantische Parallelwelt. In dieser Parallelwelt geht es nicht um effektive Besucherführung, sondern lediglich um das stumpfe generieren von möglichst vielen Page Impressions. Jeder Request an den Server, auch innerhalb der Seite mit Elementen, die innerhalb der Struktur neu laden, sind eine neue Impression. Beim Sommerfest oder der nächsten Weihnachtsfeier wird dann stolz verkündet, wie viele dieser undefinierbaren Page Impressions man eigentlich generiert hat…
Dabei ist die Page Impression nicht nur völlig veraltet, sondern viele wissen gar nichts mit dieser Währung anzufangen. Und so hat die Ankündigung des Redeführers auf der Weihnachtsfeier durchaus einen finanziellen Hintergrund. Mit Page Impressions lässt sich immer noch eine Menge Geld verdienen.
Da verballern die Marketingchefs großer Firmen dann auf einen Schlag einen Großteil des Budgets, oft aus Unwissenheit dem Medium gegenüber, oft aber auch aus Bequemlich- oder Gefälligkeit. Traut sich am Ende jemand einmal den ROI zu errechnen, ist das Ergebnis ernüchternd, mit Glück vielleicht neutral aber in der Regal nagativ. Auch der Imageeffekt für den Buchenden dürfte sich in Grenzen halten, ist der heutige Internetnutzer doch nahezu bannerblind und nimmer Werbebotschaften nur kaum war.
Rettung in diesem Spiel ist nicht in Sicht. Solange wie der Handel mit den Page Impressions noch funktioniert, werden diese auch gehandelt werden. Die Preise für Buchungen im TKP-Bereich auf reichweitenstarken Portalen machen den aktuellen Stellenwert nochmal deutlich. Als kleiner SEO bzw. Seitenbetreiber kann man seine Werbeflächen allerdings nicht auf dieser Basis vertreiben, hierzu braucht es schon eine extrem gut besucht Seiten mit vielen Impressions. Und dann entscheiden nicht mehr Leute mit Know-How über die Werbedeals, sondern diese werden sprichwörtlich eine Etage höher gemacht.
Interessant ist, dass sich genau diese Parallelwelt bereits heute einen Feind gesucht hat: Google. Die Verlagshäuser sind es, die Milliarden auf Basis einer längst ausgestorbenen Währung verdienen, und viele kleinere schließen sich an. Doch Google wird es auch sein, der weiter zur Aufklärung beitragen wird. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es für ´Werbetreibende zunehmend wichtig, performanceorientiert zu arbeiten…
Constantin





























Amen. Immerhin will die IVW zum Jahresende ja auf Visits umstellen.
Wenn nur alle Seiten auf eine Benutzerfreundliche Struktur umstellen würden dann gäbe es aber warscheinlich auch nicht diesen extrem kampf im SEO Geschäft.
Ja leider ist es so das Marketingabteilungen nicht immer den Durchblick haben. Ihr wisst doch, das die alten Strukturen immer erst bestehen bleiben und erst mit der Zeit abgelöst werden. Das dann einfach ein “Evolutionsprozess” der in Gang kommen muss.