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FHM Magazin offline

Internet  |   |  , 17:32 Uhr  |  14 Kommentare

FHMWie bereits auf einigen anderen Blogs berichtet wurde, hat sich das Magazin FHM dazu entschlossen, seinen Auftritt im Internet komplett auf Facebook zu reduzieren. Die Inhalte der früheren Webseite wurden gelöscht, die URL fhm-online.de auf die Seite der FHM bei Facebook umgeleitet…

Die deutschsprachige Ausgabe des Männer- und Lifestylemagazins FHM (For Him Magazin) gehört zur Bauer Media Group, die Printversion des Magazins erscheint in einer monatlichen Auflage von ca. 125.000 Exemplaren und richtet sich an junge Männer zwischen 18 und 34 Jahren.

Die für den Verlag zuständige Egmont Cultfish Media GmbH begründete den Rückzug aus dem Internet damit, dass man langfristig keine Perspektive mehr für das Geschäftsmodell einer eigenen Webseite sehen würde. Auf der sozialen Community Facebook sei man zudem nun da, wo auch die meisten Leser des Magazins zu finden sind.

Schaut man sich die Entwicklung der Suchhäufigkeit des Begriffes `FHM´ bei Google Trends an, dürfte die vom Egmond Verlag genannte Begründung wahrscheinlich nur die halbe Wahrheit wiederspiegeln. Unterm Strich wird es so gewesen sein, dass sich der Betrieb der Webseite fhm-online.de einfach nicht mehr gelohnt hat, die laufenden Kosten für Redakteure, Bildmaterial usw. gegenüber den Einnahmen durch Werbung u. Sponsoring.

Dass es wahrscheinlich speziell die auf die genannte Zielgruppe zugeschnittenen Magazine im Internet schwer haben, zeigt auch die Entwicklung der Besucher der englischsprachigen Webseite fhm.com. Wenn auch nicht so drastisch wie in Deutschland, ist auch hier die Entwicklung eher rückläufig:

Ich persönlich finde die Entscheidung der FHM, ihr Magazin im Internet zukünftig nur noch über Facebook zu bewerben, mutig und konsequent. Anstatt z.B. mit Paid Content letzten Endes auch die Leser der Printausgaben zu vergraulen, sollte als eine der Möglichkeiten, im Internet `erfolgreich´ zu sein, immer auch der komplette Rückzug aus dem WWW in Betracht gezogen werden…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Stefan sagt:

    Das verstehe ich leider überhaupt nicht. Content ist digital vorhanden, auszugsweise kann man den sehr wohl „kostengünstig“ auf der eigenen Webseite veröffentlichen. Wenn man hier noch ein wenig kreativ ist, kann man sich auch durchaus von der Konkurrenz abheben.

    Paid-Content würde bei der FHM Online eher nicht funktionieren, da stimme ich zu. (Für RTL oder ProSieben würde ich persönlich auch nichts zahlen wollen 😉

  2. Gretus Website sagt:

    Hallo,

    Webseiten wie die der FHM haben es leider immer noch nicht verstanden, den User mit in die Generierung des Contents mit einzubeziehen. Muss man unzählige Online-Redakteure bezahlen, lässt sich eine deratige Webseite kaum lukrativ betreiben.

    Magazine über Prominews haben meiner Meinung nach generell ausgedient. Ihre neuesten Storys veröffentlichen Promis mittlerweile selbst…

    Grüße

    Gretus

  3. Kai Website sagt:

    Es ist aber schon so, dass für die Online-Ausgabe eigentlich eigene Redakteure notwendig wären. Das ist ja das was gute Print / Online-Magazine von schlechten Print / Online-Magazinen unterscheidet. Die Guten haben nämlich für ihren Onlineauftritt eine eigene Redaktion, die zwar auf die vorhandenen Inhalte zurückgreift, sie aber entsprechend für das Internet aufbereitet. Und da meine ich jetzt nicht nur passende Bildergalerien hinzufügen, sondern den Text beispielsweise auch strukturell zu ändern oder wie auch immer.

    Naja, mutig ist dieser Schritt aber trotzdem. Bin gespannt wie sich die Like-Zahlen der Facebook-Seite bei FHM entwickeln.

  4. Kirsch Website sagt:

    Der Trend aus den USA setzt sich anscheinend immer mehr auf die deutschsprachigen Tochtermagazine fort. Allerdings reduzieren die meisten Magazine ihre Onlineauftritte auf die Abowerbung (was sinnvoll ist) und nehmen sie nicht gleich komplett vom Netz. Das der Content rausfliegt ist aber Standard.

  5. Hanns Website sagt:

    Ich finde eine eigene Website ist einfach ein Standard-Kommunikationsmittel, das ein Unternehmen heutzutage einfach haben muss – ähnlich wie ein Telefonanschluss. Es ist schlimm, wenn man es nicht schafft, das sich die Website offensichtlich rechnet. Aber unabhängig von der Kosten-Nutzen-Rechnung kann man nicht einfach darauf verzichten. Man sagt ja auch nicht „es ruft kaum noch einer an, wir sparen uns den Telefonanschluss, wir haben ja noch eine Telefonzelle vor der Tür“. Man kann ja zumindest eine Alibi-Website aufrecht erhalten, die auf Facebook hinweist und auf der man bei Bedarf auch mal weitere Inhalte veröffentlichen kann. Das kostet keine 100 EUR im Monat.

  6. Stefan Website sagt:

    Kann das wirklich die Zukunft sein? Ich selbst treibe mich recht oft bei Facebook herum, aber würde keinen User meiner Communitys dahinswitchen wollen. Bei einer Zeitschrift ist das natürlich aber auch etwas anderes, denn denen geht es hauptsächlich um den Verkauf der Zeitschrift an sich.

  7. Stefan Website sagt:

    Ich finde es sehr interessant wie viel Aufmerksamkeit Facebook inzwischen bekommt. Wenn es um Themenbereiche wie Community, Freizeit und Unterhaltung geht, ist man als Firma gut beraten, sich dort zu präsentieren. Das Beispiel FHM zeigt auch wieder wie wichtig es ist, als Firma möglichst flexibel reagieren zu können, da sich die wirtschaftlichen Gegebenheiten rasant schnell verändern…

  8. maki sagt:

    Und was machen die, wenn dann mal die Zeit kommt, an dem alle Bye-Bye zu Facebook sagen? Es wird irgendwas nach Facebook geben, alle arbeiten daran und überlegen was das sein könnte.

  9. Markus sagt:

    @maki: Genau das gleiche habe ich auch gedacht. 😉 Facebook mag zwar ähnliche Gründe haben wie google für seine Datensammelwut, aber irgendwie erscheint deren tumoröses Wachstum das bedenkliche an der Sache zu sein.

  10. FHM-Online.de – Webseite geht Offline - Blokster sagt:

    […] Die Webseite FHM-Online.de ist mit sofortiger Wirkung vom Netz genommen […]

  11. Domi Website sagt:

    Mutig ist das definitiv, aber nicht nachzuvollziehen. Ein Magazin mit internationalem Name kann sich keine eigene Website leisten und muss auf das Angebot von Facebook zurückgreifen? Find ich peinlich. Zusätzlich zu einer Website jederzeit, aber nicht als vollständiger Ersatz.

  12. Malte Website sagt:

    Meiner Meinung nach ein sehr gewagter Zug von der FHM, schließlich gibt es genug User, die nichts von Facebook & Co halten.

  13. Michael Website sagt:

    @Malte: Ja da bin ich deiner Meinung. Viele meiden Facebook deshalb finde ich den Entschluß sehr riskant.

  14. […] Wegweisend zeigt sich hierbei FHM. Das Männermagazin stellte Ende Juli seine Online-Ausgabe des Männermagazins ein und ist nur noch über die eigene Facebook-Fanpage zu erreichen […]

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