Facebook hat kürzlich auf der f8 Developer Konferenz seine Social Plugins vorgestellt, welche quasi aus jeder Webseite einen Teil von Facebook machen. Matt Cutts, Head of Spam beim Suchmaschinenbetreiber Google, hat nur wenige Tage später seinen Facebook-Account gelöscht. Viele Googler folgen seinem Beispiel…
Die von Facebook angekündigten Features stimmen nicht wenige Internetnutzer bedenklich. Matt Cutts hat zwar nicht wirklich gesagt, warum er seinen Facebook-Account hat schließen lassen, verweist in einem diesbezüglichen Tweet jedoch auf einen Artikel, der einen Zusammenhang mit Facebooks kürzlichen Änderungen nahelegt. Nachdem eine ganze Welle von Google-Engineers seinem Beispiel gefolgt sind, sieht es stark danach aus, als hätte man bei Google generell ein Problem mit Facebook.
Was man persönlich von Facebooks Einstellung bezüglich der Privatsphäre seiner Nutzer halten mag, sei einmal dahingestellt, ich denke aber, Google würde gerne ähnliches tun wie Facebook gerade mit seinen Plugins und Schnittstellen. Mit Google Friend Connect wurde zwar genau das versucht, Google hat es jedoch nicht geschafft, Friend Connect mit dem Google Profil, Buzz und anderen Diensten derart zu verknüpfen, dass dem User das gleiche, angenehm simple Erlebnis wie bei Facebook geboten wird.
Facebook bietet bereits Statistiken für angeschlossene Webmaster an. Einer der nächsten Schritte von Facebook könnte sein, seine personalisierte Werbung, ähnlich wie jetzt wie den `Like-Button´, auch auf andere Webseiten auszulagern, was dann eine direkte Konkurrenz für Googles AdSense wäre. Facebook bedroht mit seinen jüngsten Schritten immer direkter auch Teile von Googles Geschäftsmodell, vor allen Dingen in Hinblick auf die kommenden Jahre, deswegen aber gleich mit großem Brimborium seinen dortigen Account zu löschen, halte ich persönlich doch für ein wenig kindisch.
Alexander Sczakiel






























Sieht in der Tat etwas nach “beleidigter Leberwurst” aus, aber es geht eben um sehr viel Geld. Ich denke, hier wird der Hintergrund des öffentlichkeitswirksamen Facebook-Ausstiegs von “Google nahestehenden Individuals” ganz gut beleuchtet.
Matt kündigt es ja an, natürlich sagt es auch keiner, aber beide können sich irgendwie nicht leiden oder? Da darf man ja eigentlich schon gespannt sein was als nächstes kommt…
Hallo Markus,
`Matt Cutts – Die beleidigte Facebookwurst´ wäre in der Tat auch ein schöner Titel gewesen
Grüße
Gretus
Facebook und Google liefern sich ein “Kopf an Kopf” rennen, das Google verlieren wird.
Durch die Integration der neuen Funktionen auf beliebigen Internetseiten, baut Facebook seine Stellung weiter aus und kann noch mehr Informationen über die halbe Milliarde Mitglieder in der Facebook-Gemeinde sammeln. Dies ist genau der Part an dem Google gescheitert ist und zukünftig weiter Anteile an Facebook verlieren wird. Siehe dazu hier und hier…
Ebenso verändert sich das Marketing stärker in den Bereich Social Media und Fanpage Marketing, wobei Adwords in dieser Form bereits schon im Anzeigenbereich in den Serps deutliche Schwächen zeigt – siehe Eyetracker Studie mit Serps / organischen Suchergebnisse.
Wer irgendwie noch vor hat seine eigene Marke auf- und auszubauen, der ist wahrscheinlich gut beraten es Matt Cutts gleichzutun. Facebook nutzt vor allem Facebook. Niemandem sonst. Mit der Twitterei verhält es sich übrigens ähnlich.
Naja in letzter Zeit wurde doch häufig thematisiert, dass Social Plattformen zukünftig eine gewisse Konkurenz zu Google darstellen werden, wenn man nach Informationen sucht. Da war dieser Schritt ja nur eine Frage der Zeit, denn schließlich ist Facebook ja die absolut dominierende Plattform.
Vielleicht wollen sie am Tag einfach nur Zeit sparen. *lach*
Interessanter Artikel
Die Frage ist nun, ob die Facebookler es den Googlern mit gleicher Münze heimzahlen und ihren Gmail-Account löschen und stattdessen auf Ymail setzen. Achnee, Facebook arbeitet ja mit Microsoft zusammen – also eher Hotmail 
@Florian: Facebook und Twitter nutzen auch mir. Ich verdiene nämlich mein Geld damit
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