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Ist Content noch King?

Internet | | 02.11.2010, 18:25 | 55 Kommentare

Glaubt man den Auswertungen von Martin Macdonald, sind ein Mix aus 20% uniquem und 80% aus guten Quellen generiertem Content bereits ausreichend, um vom MayDay Update betroffene Webseiten wieder zu alter Stärke zu verhelfen. Bei einem überraschend geringem Anteil von nur 20%, stellt sich für mich die Frage, wie wichtig Unique Content heutzutage überhaupt noch ist?

Content im Überfluss

Während das Informationsangebot im Web 1.0 noch überschaubar war, wird das Internet im Zuge des Web 2.0 bzw. Social Web mit Informationen förmlich überflutet. Neben usergeneriertem Content (Blogs, Foren usw.), führt die Monopolstellung bekannter Suchanbieter dazu, dass sich auch die herkömmlichen Medien deren Algorithmen anpassen und sehr oft lediglich möglichst schnell geschriebene Artikel zu aktuell beliebten Suchbegriffen online stellen. Die Folge dieser Entwicklung ist ein für den Internetnutzer unüberschaubares Angebot an minderwertigen bzw. größtenteils nahezu identischen Inhalten.

Suchmaschinen vs. Social Media

Der Erfolg eines ins Internet gestellten Inhalts misst sich mittlerweile an der Anzahl der über bekannte Suchanbieter generierten Leser bzw. den Reaktionen innerhalb des Social Web (Facebook, Twitter usw.). Während Suchmaschinen Inhalte eher nach oberflächlichen Qualitätsmerkmalen beurteilen (Struktur usw.), bewerten Teilnehmer des Social Web diese oftmals lediglich nach emotionalen Kriterien (Witzigkeit usw.).

Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen (Google, Facebook usw.), wird zukünftig immer öfter der Internetnutzer über den Erfolg eines Inhalts entscheiden und Suchmaschinen sich dessen Bewertungs-schema immer weiter anpassen.

Content ist nicht länger King

Die Erfolg und damit auch die Relevanz eines Inhalts im Social Web lässt sich nicht mit Hilfe mathematischer Algorithmen bewerten sondern ergibt sich aus der Interaktion zwischen Inhalt und Rezipient. Bisherige Bewertungsmerkmale wie die Einzigartigkeit eines Inhalts verlieren gegenüber sozialen Kriterien wie dessen Verbreitungskompatibilität immer weiter an Bedeutung.

Fazit

Die Einzigartigkeit eines Inhalts im Internet hat definitiv an Bedeutung verloren. Anstatt mit nahezu identischen Inhalten um einzelne Positionen bei Google zu kämpfen bzw. in ähnlicher Form bereits dutzendfach existierende Inhalte zu produzieren, sollte qualitative Informationsbereitstellung längst auch bedeuten, Informationen zu selektieren, miteinander zu verknüpfen und für die Verbreitung durch den Nutzer aufzubereiten…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Frank Website sagt:

    Das Gefühl habe ich auch. Aber wir z.B. versuchen schon immer den Kunden in die Richtung zu bewegen Content zu erzeugen, den User am Ende auch gerne verlinken. Nur dadurch hebt man sich von der schwammigen Masse ab.

  2. Moe sagt:

    Wenn ich das auf den aktuellen SEO Contest beziehe, muss ich sagen, dass Content zwar KING ist, aber das es dabei nicht darauf ankommt, dass es sich hierbei um “Uniquen Content” handelt. Es gibt da 2-4 Mitstreiter, auf deren Blogs immer wieder dieselben, teilweise lediglich leicht abgeänderten Posts auftauchen. Und das nicht nur Blog intern, sondern eben auf diesen 2-4 “verschiedenen” Seiten. Mysteriöser Weise ranken die damit sehr gut.

    Ich habe mittlerweile über 110 unique Texte zum Thema veröffentlicht. Große Sprünge habe ich damit bisher allerdings nicht gemacht.

    Grüße aus Kölle,
    Moe

    • Gretus sagt:

      Hallo Moe,

      die SEO Contests sind mittlerweile nur noch eine Plage, ich kann nicht verstehen warum Ihr da alle mitmacht. Ihr spamt die ganzen Blogs zu und sorgt mit Eurer Teilnahme lediglich dafür, dass Eure Reputation in Sachen SEO sinkt. Anstelle eines Contests müsste man mal ein Spiel erfinden, wo sich alle SEOs austoben können ;-)

      Grüße

      Gretus

  3. flem Website sagt:

    Ich bin mit Moe einverstanden.

  4. Moe sagt:

    Hallo Gretus,

    das war mein erster (und letzter Contest). Mittlerweile gebe ich Dir Recht. Ursprünglich wollte ich nur “Ruhm und Ehre”, bekommen habe ich weniger Freizeit und ne Menge Stress.

    Ich habe schon einiges aus dem Contest gelernt, das kann ich nicht abstreiten. Ob ich bei einem neuen Contest noch mehr “lernen” werde ist fraglich. Dafür ist mir die Zeit allerdings zu schade. Letztendlich ist die ganze Sache, wie Du bereits sagt, eine riesen SPAM-Aktion.

    Unterm Strich bringt es doch lediglich der Seite/Domain, die den Contest ausgerufen hat etwas, nämlich Backlinks. Dafür wird das ganze Web zugespamt und man fällt bei einigen Blogs/Foren negativ auf.

    Grüße,
    Moe

    P.S.: Grmpf, hatte so eine tolle, lange Antwort geschrieben, dann vergessen “zu rechnen” und schwups war alles weg. Somit hier nur noch die Kurzform :)

  5. Mathias sagt:

    Was meinst du mit wichtiger werdendem Social Web. Die Anzahl der Follower, dass ist ja auch nicht so sonderlich schwer zu manipulieren.

  6. Regina Deckart Website sagt:

    Ich denke das Zauberwort für Content ist und wird immer mehr die Qualität. Wenn die Unique-Manie sich etwas relativiert und damit den Billig-Keyword-Contentfabrik-Texten Einhalt geboten wird, kann das für all diejenigen, die Content produzieren um wirklichen Mehrwert zu liefern, nur gut sein…

    Viele Grüße
    Regina

  7. Gerhard Zirkel Website sagt:

    Es genügt eben nicht, unique Content zu produzieren, das kann ein Textgenerator auch, sondern Texte die dem Sucher auch Antworten liefern. Ob die dann in irgendwelchen Social-Irgendwas-Plattformen Anklang finden müssen oder nicht, hängt von der Zielgruppe ab.

    Möchte man in der Internet-Spass-Gemeinde punkten muss man eigentlich nur dummes Zeug witzig verpacken und warten bis es rumerzählt wird :)

    Möchte man bei den paar Usern punkten, die das Netz als Informationsquelle nutzen, muss man halt Informationen bieten.

    Und Facebook wird überbewertet, immer wenn im echten Leben (ja, das gibts noch in Version 1.0) die Sprache auf FB kommt, kommt nur großes Kopfschütteln. Kein Mensch hat sich da angemeldet, ich frage mich manchmal wo die vielen User herkommen…

    Gerhard Zirkel

  8. Moser Website sagt:

    Ein guter Ratgeber sind die Google Keywordanalyse und Google Trends. Ich fand vorgestern auf einer Website eines Installateurs einen Beitrag über den Ausbruch eines isländischen Vulkanes. Fürs Ranking bestimmt nicht schlecht oder?

  9. Denis Website sagt:

    Nun nach Monatigen beobachten von Konkurenten ist mir aufgefallen, dass mittlerweile Keywordspammer, Automatisch generierter Text und wirrkürliche interne Verlinkung mehr bringt, als anständige Inhalte, die man dem Kunden liefert.

    Eigentlich schade, weil ich und bestimmt auch viele andere, aus Prinzip weiterhin Content liefern, der nicht mal eben reingerotzt wurde.

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