Ajax (Asynchronous JavaScript and XML) ist heute ein feststehender Begriff im Internet und wird vor allem eingesetzt, um die Usability und die dynamischen Fähigkeiten einer Webseite zu erhöhen. Der Einsatz von Ajax ermöglicht es, dass eine Webseite per JavaScript mit dem Webserver kommuniziert, ohne dass sie jedes Mal komplett neu geladen werden muss.
Social Coummunities, Video- oder Fotoplattformen, Portale, Routenplaner und vieles mehr setzen heutzutage oft auf Ajax. Die Umsetzung der Google Maps Navigation beispielsweise wäre ohne Ajax in dieser Form nicht möglich gewesen. Sobald ein Benutzer den Kartenausschnitt verschieben würde, müsste nämlich die Seite jedes Mal komplett neu geladen werden. Dies hätte zur Folge, dass solche Webapplikationen eine geringere Benutzerfreundlichkeit aufweisen würden. Mit Ajax allerdings wird nur der relevante Ausschnitt nachgeladen und somit an Bandbreite und Zeit eingespart.
Bisher spricht alles für die Verwendung von Ajax – würde es da nicht die Suchmaschinenproblematik geben. Suchmaschinen können bisher kaum bzw. überhaupt kein JavaScript verstehen, aber ohne JavaScript gibt es auch kein Ajax bzw. andere Usability-Features.
Aufgrund der Interpretationsproblematik von Ajax- bzw. JavaScript-Contents können möglicherweise wichtige Inhalte auf Webseiten von Suchmaschinen gar nicht erfasst werden. Diese Problematik tritt dann auf, wenn neue Inhalte nachträglich per Ajax in die Webseite eingebaut werden. Da Suchmaschinen den HTML-Quelltext einer Webseite nach dem Laden prüfen, tragen nachträgliche Änderungen dazu bei, dass die Seite inhaltlich wie auch strukturell modifiziert wird. Die Suchmaschinen erfassen aber trotz der Änderungen immer noch die ursprünglich geladene Seite ohne Ajax.
Hierzu ein schönes Beispiel aus einem Fachmagazin: Eine Webseite mit dem neusten Zeitschriftenartikel soll dargestellt werden. Die Seite ist aber so aufgebaut, dass sie zunächst ohne diesen geladen wird. Im Anschluss wird mit Einsatz von Ajax im Hintergrund der Zeitschriftenartikel ausgewählt und in die Seite nachgeladen. Eine Suchmaschine würde die Seite ohne diesen neuen Zeitschriftenartikel erfassen.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass viele Ajax-Anwendungen das mehrfache Nachladen von verschiedenen Inhalten ermöglichen. Auf unser Beispiel übertragen würde das wie folgt aussehen: Neben dem aktuellsten Zeitschriftenartikel gibt es noch einen Link zu einem weiteren Artikel. Klickt ein Besucher auf den Link, ersetzt Ajax den ersten Artikel durch den zweiten, ohne dass die Seite komplett neu geladen wird. Das bedeutet der zweite Artikel hat die gleiche URL wie der erste. Eine Suchmaschine ordnet aber dem ersten Artikel die aufgerufene URL zu.
Wie können wir nun das Problem lösen? Eine Problemlösung kommt von Google selbst: Die Links sollen nach dem Prinzip von Google neben einem JavaScript-Link mit Ajax-Funktionalitäten auch eine ganz normale URL als Ziel aufweisen. Während der Ajax-Teil nur einen kleinen Ausschnitt der Seite nachlädt, führt die URL zu einer neuen Seite, in der eben dieser kleine Ausschnitt im HTML-Code direkt vorhanden ist. Ein solcher Link mit dem Google ebenfalls umgehen könnte, würde dann wie folgt aussehen:
ajax(); return false“>Zu Zeitschriftenartikel 2
In diesem Beispiel würde eine Suchmaschine dem Link zur Seite `zeitschriftenartikel2.html´ folgen. Mit diesem Prinzip sind Inhalte für Suchmaschinen vollständig erfassbar, ohne dass sich Nachteile für den Benutzer ergeben.
Eine weitere Lösung ist durch URL-Rewriting denkbar – speziell für den GoogleBot bzw. andere Suchmaschinenbots. In diesem Falle würde man neben der ajaxfähigen Ausprägung der Webseite ebenfalls eine statische Ausprägung aller Inhalte in Form von mehreren Seiten erzeugen. Auf diese Form der Webseiten würde der Server speziell bei Anfragen vom Suchmaschinenbots verweisen. Wir dürfen auf andere Lösungen und die zukünftige Entwicklung in diesem Bereich gespannt sein ![]()
VG und bis zum nächsten Beitrag
Alex





























Oha, gute Idee. Spezielle Versionen einer Website für Suchmaschinen. Wie hieß das nochmal: http://en.wikipedia.org/wiki/Cloaking
Cloaking ist nicht gleich Cloaking. Was gutes und was böses Cloaking ist, entscheidet die Suchmaschine deiner Wahl
Gute Wahl: Man überlässt es der Willkür des jeweiligen Suma-Betreibers. Eine clickbare Alternative in html täte es ja auch…
Auch hier sage ich wieder – die üblichen Auswertungsverfahren der SUMA laufen aus. Genau diese Problematik ist ein Teil davon, was zwischen mathematischer Auswertung und sehenswerter Homepage unterscheidet.
Ich frage den normalen SEO:
Ihr kennt einigermaßen die Kriterien die google anlegt um “bedeutende” Seiten top zu ranken
und
Ihr kennt sicher Seiten die total geil sind und von denen kaum wer ne Ahnung hat!
Und?
DISKREPANZ?
Alle SUMAS – auch wenn sie Milliarden reinpumpen – kriegen diese Lücke (GAP) nicht geschlossen!
Viel viel Potential.
Wer es etwas auf der META-Ebene sehen will, sollte sich mal mit den Begriffen Informationsflut, Informationsaufnahmefähigkeit, Informationsdeflation beschäftigen … auch mit Urgesteinen wie Haselhof.
Und bevor der SEO hier schreit – beschäftigt euch erstmal damit!