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Videowerbung auf dem Vormarsch

Kolumne | Alex | 05.05.2008, 09:51 | 7 Kommentare

Seit Februar 2008 testet Google die Einbindung von Videowerbung innerhalb der Ergebnisseiten der Google-Suche in den USA. Zunächst ist geplant die Videoanzeigen unauffällig in die Suche zu integrieren. Der Suchmaschinenbenutzer muss durch das Anklicken eines Buttons bestätigen, dass er auch tatsächlich das dazugehörige Video der Werbeanzeige sehen möchte.

Vorerst werden normale Anzeigen um eine Plusbox bzw. Plusbutton, ähnlich wie bei Universal Search (universeller Google-Suchdienst), erweitert, die auf weitere Inhalte (bspw. Videowerbung) hinweist, die für den Suchmaschinenbenutzer interessant sein könnten.

Hintergrund der Tests ist nach Marissa Meyer, Google Vice President of Search Products and User Experience, die Erweiterung der Google-Suche zum Suchdienst Universal Search. Mit Universal Search bietet Google den Benutzer seit Mitte 2007 eine unviverselle Suche an. Bei einer Suchanfrage werden neben Webseiten auch Bilder, Videoclips und Blognews auf den Ergebnisseiten aufgelistet. Dabei bricht Google mit der Tradition, unterschiedliche Suchdienste wie z. B. Blog- und Video-Suche zu trennen. Aufgrund der erweiterten Informationsinhalte der Suchergebnisse, seien aber Textanzeigen nicht mehr so effektiv, weshalb laut Marissa Meyer neue Werbeformate entwickelt werden müssten.

Vor diesem Hintergrund könnte die Google-Werbung künftig bildlastiger ausfallen. Der Grundsatz, nur kontextbezogene Werbung anzuzeigen, soll dabei weiter beibehalten werden. Was bedeutet aber diese Entwicklung für Werbende? Google zufolge sollen durch Videoanzeigen vorerst keine höheren Kosten pro Klick anfallen, als bei normalen Textanzeigen. Einen entscheidenden Unterschied gibt es jedoch: Bei Videoanzeigen werden die Klicks verrechnet, die zur Anzeige des Videos führen, egal, ob ein Nutzer auch tatsächlich die Webseite des Werbenden besucht.

Zur Zeit werden in Europa etwa 200 Millionen US-Dollar für Videowerbung ausgegeben. 2012 sollen die Ausgaben in Europa auf 2,4 Milliarden, in den USA 2,1 Milliarden und in Asien 3,3 Milliarden US-Dollar betragen. Das geht aus einer Studie des eCommerce-Magazins “emarketer” hervor. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die Nielsen Media Research. Die Ausgaben für Video Ads stiegen nach dieser Studie im zweiten Halbjahr 2007 um +228 % auf 3,92 Millionen Euro. Im ersten Halbjahr 2007 gaben die deutschen Marketer lediglich 1,19 Millionen Euro für Bewegtbild-Werbung aus.

Laut einem iBusiness-Artikel wird Videowerbung aktuell in Deutschland verstärkt im Bereich der Imagewerbung und bei Branding-Maßnahmen eingesetzt. Eine untergeordnete Rolle spielen dabei Produkt-Videos, die im Abspiel-Anschluss im Idealfall zur Bestellung führen sollen.

Sollten Unternehmen vermehrt auf Videowerbung setzen? Erfolgt der Test “Videoanzeigen in die Suche zu integrieren” erfolgreich, wird Google auch das Angebot auf andere Länder, außer den USA, ausweiten.

Wir dürfen also gespannt sein, wie lange wir noch auf die Einbindung von Videowerbung innerhalb der Suchergebnisse warten müssen :-D

VG und bis zum nächsten Beitrag

Eure Alex

P.S.: Nächster Beitrag erscheint wie gewohnt in 14 Tagen…

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Nila Website sagt:

    Hallo Alex,

    prima Artikel wieder mal. Wenn Du nicht wärst ;-)

    Grüße und einen sonnigen Tag

    Nila

  2. Gerhard Zirkel Website sagt:

    Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob mir das gefällt. So langsam aber sicher haben die User, die nur mal eben nach einer Information suchen, das Nachsehen bei google.

    Die Suchergebnisse werden in manchen Branchen zusehends schlechter, dafür wird die Werbung immer ausgefeilter. Bald sind wir so weit, dass man ohne zu zahlen gar nicht mehr wahrgenommen wird, was die Suchergebnisse sicher nicht besser macht.

    Gerhard Zirkel

  3. Matthias Website sagt:

    Momentan ist Video-Werbung etwas neues, klar. Klar ist auch, dass sich neue Möglichkeiten zur Erzeugung von Aufmerksamkeiten ergeben, aber ich gehe davon aus, dass sich dann allerdings eine “Video” Blindheit einschleichen wird, analog der bereits bestehenden Banner-Blindheit.

    Die nähere Zukunft sehe ich mehr in der Platzierung von gekauften Links innerhalb von Texten. Hui …. was würde wohl ein NoFollow Link aus einen SPIEGEL online Artikel kosten ;)

  4. Gretus sagt:

    Hallo,

    ich würde die Bildzeitung nehmen, bekommt man auch noch einige Besucher ;-)

    Grüße

    Gretus

  5. Marcel Website sagt:

    Tolle Wurst!

    Noch mehr blink blink brauch ich nicht! Wenn ich mir vorstelle dass dann bei jeder zweiten Suchanfrage, meine auf Music eingestellten Ohren, von irgendeiner dämlichen Werbung genervt wird, dann such ich nur noch über Yahoo!

    Zumal sich sehr viele User ja jetzt schon von den vielen blink blink Flash-Bannern genervt fühlen, kann ich mir gut vorstellen dass Google sich damit auch Feine macht. Wie immer: Abwarten

    Grüße

  6. Marco Website sagt:

    Also ich test seit ca. 2 Monaten privat captainad und bin von den Klickzahlen nicht so begeistert! Die Frage ist doch, ob der User diese Video Werbung oder Werbung in Videos nicht als zu störend empfindet?

  7. Sven Website sagt:

    Also wenn ich irgendwo Chef wäre, dann würde ich mir auch lieber so ein Video angucken anstatt langweilig Text zu lesen. Lustige Bewerbungen würde ich vielleicht sogar bei YouTube einstellen :-)

  • Mark: Erstaunliches Ergebnis, damit hätte ich nicht gerechnet!
  • Harald Tschuggnall: Bei uns hat sich nicht viel getan einige nach oben einige nach...
  • azella: Also für die meisten Ergebnisse der Studie reicht auch gesunder...
  • Diet: Ich hab noch nie von einem konkreten Fall gehört in dem das eingetreten ist....
  • Stefan: Dann bin ich mal gespannt…
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