rankingCoach
Searchmetrics
OnPage.org

Angebot anfordern

Kommunikationskongress 2010 – Feiner Zwirn statt freie Schnauze

Internet  |   |  24.09.2010, 16:34 Uhr  |  28 Kommentare

Beim Zuhören der im Zuge des momentan stattfindenden Kommunikationskongresses 2010 ausgetragenen Diskussion über den Einsatz von Social Media im Journalismus, komme ich nicht umher, einen kurzen Kommentar dazu zu schreiben. Hört man den zumeist in feinem Zwirn gekleideten Diskussionsteilnehmern aufmerksam zu, könnte man meinen, beim Thema `Kommunikation via Social Media´ würde es sich um den `Erstkontakt mit Außerirdischen´ handeln…

Auf mich persönlich wirken die meisten von hochbezahlten Köpfen namhafter Unternehmen geführten Diskussionen zum Thema Social Media mittlerweile wie der Hilferuf einer Generation von Meinungs-machern, die Angst davor hat, ihren bisherigen Einfluss in der Medienlandschaft durch das immer weiter wachsende Social Web zu verlieren.

Man gewinnt beim Zuhören der Diskusion den Eindruck, dass erst das Echtzeitinternet den direkten Dialog im WWW möglich gemacht hat. Dass es bereits seit den Anfängen des Webs, sei es nun über die Erwähnung mit Hilfe eines Zitats, das Verweisen mit Hilfe eines Links oder die Diskussion mit Hilfe eines Weblogs, unzählige Möglichkeiten mit anderen Internetnutzern in in den Dialog zu treten gibt, wird im Zuge des Erstkontaktes mit Twitter und Co. völlig außer Acht gelassen.

Es wird so getan, als würde sich Kommunikation via Social Media grundlegend von anderen Kommunikatiosformen unterscheiden. Kommunikation stammt aus dem Lateinischen und bedeutet teilen, mitteilen, gemeinsam machen oder auch vereinigen. Natürlich birgt die Kommunikation via Social Media neben zahlreichen Chancen auch einige Risiken, indem man aber lediglich darüber redet, wird man diese nicht aus dem Weg räumen.

Anstatt Dienste wie Facebook und Twitter im natürlichen Gebrauch zu erfahren, wird stundenlang darüber diskutiert, welche möglichen Auswirkungen eine theoretische Beteiligung hätte. Kommunikation via Social Media kann nicht mit Hilfe von Strategien geplant, sondern muss über eigene Erfahrungen gelernt werden.

Der Kommunikationskongress 2010 ist das Treffen einer Generation von Meinungsmachern, dessen Meinungen lange schon an anderer Stelle geschrieben werden. Fachchinesisch und feiner Zwirn können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es zumindest einige der Teilnehmer längst verlernt haben, anderen Menschen auf gleicher Augenhöhe gegenüberzutreten…

Gretus

VN:F [1.9.22_1171]
Bewertung: 0.0/10 - 0 Bewertungen

Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Johannes Fritsch Website sagt:

    Oh mein Gott, du sprichst mir so aus der Seele :-)

  2. Maxim Website sagt:

    Wie war das noch mit “Wenn Unternehmen twittern…”. :-)

  3. Axel der Autoschieber Website sagt:

    Haha! Super. Sind das diese Anzugträger von denen man immer hört? Ich würde ein wenig mehr Pragmatismus auch sehr begrüßen. Du könntest ja einen Workshop halten wie man die Verantwortung der einzelnen Mitarbeiter, die dann Twitter und co. bedienen, in ein Unternehmens-Konzept einbauen könnte. Ich vermute das abgeben von Verantwortung macht den am meisten Probleme.

  • Jessica: Vielen Dank für den nützlichen Artikel. Man kann nicht genug über SEO lesen....
  • Karsten: Es ist richtig von Wikipedia, kommerzielle Anbieter und ihre dem...
  • Karsten: Interessant dabei ist auch immer wieder dass manche Quellen bevorzugt werden,...
  • Max: Hallo, schade – dass wir hier so schlecht abschneiden. Aber nun – hier...
  • Jonny Webseite nicht im Google Index?
  • Mike Keyworddomain für besseres Ranking kaufen?
  • Sandra SEO selber machen?
  • Dominik Lange Domain oder Abkürzung?
  • Jonathan Text in einzelne Teile splitten?
  • Svea Backlinks von abgestraften Seiten entfernen?
  • Mika 301-Redirect auf die Startseite?
Ihre Agentur noch nicht dabei?

Ihr Job noch nicht dabei?

Ihr Beitrag noch nicht dabei?