Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist ein absolutes Content- und damit Trafficmonster. Beinahe unter jedem erdenklichen Suchbegriff thront Wikipedia auf den vorderen Plätzen. Die `Wikis´ bzw. die unzähligen freiwilligen Editoren geben ihr Bestes, um auch unter den unmöglichsten Keywords noch einige Besucher für ihr Projekt zu generieren.
Längst wissen auch alle SEOs, dass ein Hinweis bei Wikipedia sich sowohl positiv auf die Besucherzahlen, als auch auf den `Wert´ ihrer Webseite auswirkt. Da wird schon einmal getestet, wie lange denn ein Link auf einer Topseite stehen bleibt oder nicht die Wikis aus anderen Ländern diesen vielleicht doch übersehen…
Wo sich die SEOs in erster Linie auf die Links und damit auf eventuell neue Besucher konzentrieren, kämpfen die Wikis schon längst an ganz anderen Fronten. Auch viele Politiker haben erkannt, dass ihnen mit Wikipedia eine wirkungsvolle und noch dazu kostenlose Möglichkeit der Werbung geboten wird. Wo früher noch verzichtbare Parteigenossen mit Eimer und Farbe loszogen, um die Wahlplakate des Gegners zu `verschönern´, engagiert man heute einige Aushilfen, um gezielt das größte Nachschlagewerk der Welt zu manipulieren. Für die freiwilligen Editoren wird es immer schwieriger, das Image als neutrales Informationsportal zu wahren.
In den USA ist es Gang und Gebe, dass gerade in den entscheidenden Wahlkampfphasen urplötzlich die Biografien, Artikel zu relevanten Themen oder auch die Einträge anderer Parteien gezielt umgeschrieben werden. Aus einer `Bestechungsaffäre´ werden einfach `unvorhersehbare Kosten´, aus einen `Unteroffizier´ ein `Oberstleutnant´ oder aus einem vorher neutralen Artikel über die Arbeitslosenquote eine Lobhudelei auf die eigene Politik.
Auch in Deutschland sind derartige Methoden keine Seltenheit. Wikipedia speichert die IP Adresse von jedem Besucher, welcher auf der Seite etwas verändert. So lassen sich mit neuster Technik auch noch Jahre später genaue Rückschlüsse auf den jeweiligen Schreiber ziehen. Es ist doch sehr verwunderlich, dass in letzter Zeit immer öfter Artikel von Rechnern des Bundestages oder der Bundesregierung bearbeitet wurden. Zwar lassen sich einzelne Personen nicht genau identifizieren, Fakt ist jedoch, dass direkt vom Rechnetzwerk unserer Bundesregierung Einträge editiert wurden…
So wurde mal eben ein Hinweis auf ein Strafverfahren gelöscht, ein `Großoffizier der französischen Ehrenlegion´ erfunden, Schmiergelder für legitim erklärt oder die sexuellen Vorlieben der Politiker anderer Parteien erwähnt.
Auch wenn viele der Einträge durch die engagierte Wikipedia Gemeinde zumeist schnell erkannt und gelöscht werden, ist die zunehmende Manipulation und die damit verbundene Meinungsmache ein großes Problem. Nur zu gut, dass die Politiker gegen ein wahres Bollwerk unterschiedlichster Individualisten ankämpfen, die genau wissen, was sich hinter den `kleinen Korrekturen´ in Wahrheit verbirgt…
Gretus





























Wollen wir hoffen, dass Wikipedia seine Qualität weiterhin beibehalten kann.
Hey,
was ist das denn bitteschön für Hottentottenmusik? Schon mal was von Florian Silbereisen gehört?
Euer Kalle
P.S.: Die Tage kommt übrigens mein Interview mit dem Herrn von Google. Muss es nur noch vom Diktiergerät aufs Papier übertragen
Bei dynmasichen IPs lassen sich keine genauen Rückschlüsse auf den Schreiber ziehen
Zitat: “Bei dynmasichen IPs lassen sich keine genauen Rückschlüsse auf den Schreiber ziehen”
Achnee?? Cool dann kann ich ja von zuhause aus Straftaten begehen. *gg*
Ob eine Ip dynamisch ist oder statisch, ist völlig egal, beim Einwählen beim Provider wird dir zwar eine IP dynamisch zugeteilt, jedoch wird ja auch die Uhrzeit und der Anschluss mitprotokolliert. Also durchaus alles nachvollziehbar!