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Online Marketing Regeln

Internet | | 08.03.2011, 17:29 | 55 Kommentare

Die im Zuge des Artikels `Sollte man Konkurrenten bei Google melden, die Links kaufen?´ auf internetkapitaene.de aufgeworfene Frage, ob man möglicherweise gegen die Richtlinien für Webmaster verstoßende Konkurrenten bei Google melden sollte, hat uns dazu bewogen, einige für Agenturen im Bereich SEO bzw. Online Marketing gültige Regeln des allgemeinen Umgangs aufzustellen…

Akquise

Da die Inaussichtstellung des mit einer guten Platzierung bei bekannten Suchmaschinen verbundenen Anstiegs der Besucher bzw. des Umsatzes eine Beeinflussung der objektiven Entscheidungsfindung eines potentiellen Kunden darstellt, sollte man bei der Akquise neuer Kunden auf für den Verkauf von Produkten etablierte Methoden verzichten. SEO ist kein Produkt, welches sich am Telefon verkaufen lässt…

Verträge

Da sich im Zuge der Optimierung einer Webseite für Suchmaschinen keine wirklichen Ziele (z.B. innerhalb von 3 Monaten in den Top 10) definieren lassen, sollte man dem Kunden stets die Möglichkeit einräumen, das vertragliche Verhältnis nach einem für beide Seite akzeptablen Zeitraum kündigen zu können. 24-Monats-Verträge zu vergünstigen Konditionen anzubieten, ist bei den sich stetig ändernden Umständen im Bereich SEO kaum möglich…

Preise

Die Preise für die Optimierung einer Webseite sollten sich nicht an dem für den jeweiligen Betreiber möglicherweise resultieren Mehrwert, sondern an den für die Optimierung tatsächlich benötigten Mitteln orientieren. Die Kosten einer Optimierung an die damit verbundene Umsatzsteigerung zu koppeln sollte wann immer möglich vermieden werden…

Regelwerk

Die grundlegende Frage der Optimierung einer Webseite sollte stets sein, inwieweit die gerade getätigten Maßnahmen auch in einiger Zeit noch mit den Richtlinien bekannter Suchmaschinen konform gehen. Die kurzfristige Optimierung einer Webseite mit Hilfe nach eigener Kenntnis möglicherweise schon bald nicht mehr von Suchmaschinen tolerierten Maßnahmen ist als Betrug am Kunden zu werten…

Transparenz

SEO sollte immer auch so verstanden werden, dass man dem Betreiber einer Webseite dabei unterstützt, die für die Optimierung seiner Seite verantwortlichen Maßnahmen nachvollziehen und womöglich irgendwann auch selbst tätigen zu können. Das Innehalten hierfür erforderlicher Informationen (Reports usw.) stellt eine indirekte Form der Kundenbindung dar…

Konkurrenz

Das Wissen um die in Bezug auf das Ranking in Suchmaschinen verantwortlichen Kriterien sollte niemals dazu genutzt werden, konkurrierenden Webseitenbetreibern bzw. Mitbewerbern zu schaden. Nicht von Suchmaschinen autorisierte Maßnahmen an Webseiten anderer, erschweren es den Betreibern von Suchmaschinen, die in Bezug auf deren möglicherweise ungerechtfertigtes Ranking verantwortlichen Maßnahmen selbst zu ergreifen…

Uns sind noch eine ganze Reihe weiterer Regeln eingefallen, deren Findung wir an dieser Stelle gerne aber auch Euch überlassen würden. Ein immer umkämpfterer Markt bzw. immer neue Möglichkeiten der Optimierung auch durch Schädigung anderer, machen es unserer Meinung nötig, dass sich jeder Anbieter von Dienstleistungen im Bereich SEO bzw. Online Marketing zumindest intern einmal Gedanken darüber macht, welche ethischen bzw. moralischen Grenzen er bei der Ausübung seiner Arbeit niemals überschreiten möchte.

Welches sind Eurer Meinung nach noch Regeln, an welche man sich insbesondere als Anbieter von Leistungen aus dem Bereich Suchmaschinenoptimierung halten sollte, welche der oben genannten Regeln kann man Eurer Meinung nicht so stehen lassen? Wir werden die von Euch in den Kommentaren gemachten Vorschläge nach und nach ergänzen…

Eure SEO-united.de Blogger

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Active-Seo Website sagt:

    Das ist ein guter Ansatz. Ein SEO-Wertekodex dem sich Agenturen verpflichen könnten…

  2. Marco Website sagt:

    Sehr schöner Anfang! Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, eure weiteren Ideen zu lesen. Okay, dann werfe ich noch mal eine weitere Idee in den Ring:

    Der Berater/die Beratung/die Agentur sollten mit dem Kunden eine partnerschaftliche Zusammenarbeit anstreben, geprägt von Vertrauen und Respekt. Weder ist der Kunde König und der Dienstleister nur Bittsteller noch andersherum. Daraus entsteht eine langfristig erfolgreiche Zusammenarbeit.

    • Gretus sagt:

      Hallo Marco,

      prima, nehme ich morgen noch mit auf ;-)

      Grüße

      Gretus

      • Kathrin Website sagt:

        Hi Marco,

        finde ich sehr gut! Einige behandeln Freelancer oder kleine Agenturen gerne mal wie den letzten Deppen, weil die Kunden meinen, sie sind auf sie angewiesen. So ein Verhalten ist in meinen Augen absolut inakzeptabel. Natürlich auch umgekehrt, wenn das Halbwissen von Kunden vom SEO-Dienstleister ausgenutzt wird. Auch in meinen Augen sollten beide immer gleichberechtigte Partner sein.

        Liebe Grüße
        Kathrin

  3. Markus Website sagt:

    Schließe mich an: guter Ansatz! Mir ist allerdings nicht klar, was die “für die Optimierung benötigten Mittel” genau sein sollen. Die in die Optimierung investierte Zeit? Nachdem nicht nur der Zeitbedarf je nach Ausbildungsstand und Fähigkeiten, sondern auch die Opportunitätsverluste (Was verliere ich auf der anderen Seite, wenn ich die Zeit hier statt dort investiere?) und damit die inputorientierten Preise von Anbieter zu Anbieter stark variieren dürften, wäre der Mehrwert (Output) möglicher Weise die fairere Berechnungsbasis (wenn auch nicht frei von Erhebungsproblemen). Jedenfalls wäre der Verlauf von Kosten für bzw. Erlösen aus SEO-Maßnahmen vorteilhafter für den Auftraggeber, weil paralleler.

    • Gretus sagt:

      Hallo Markus,

      ein Arzt berechnet seine Preise auch nicht danach, dass er in der Zwischenzeit möglicherweise im Lotto gewonnen hätte ;-) Die benötigten Mittel ergeben sich idealerweise aus der für eine Optimierung verwendeten Zeit bzw. den hierbei entstandenen Unkosten. Die Kosten pro Arbeitsstunde kann natürlich jeder selber festlegen…

      Grüße

      Gretus

  4. Michael Janik Website sagt:

    Also ich weiß nicht. Das mit der Transparenz scheint mir als feste Regel doch ein bisschen zu viel. Schließlich würde ein anderer Handwerker (z.B. Fußbodenverleger) sich auch nicht verpflichten, dem Kunden später zu erklären, wie es genau geht und dann auf spätere Aufträge verzichten. SEO-Arbeit bedeutet auch immer, sich viel Wissen anzueignen und dass ist viel Wert. Viel zu viel, um es einfach so zu verschenken.

    Klar, so Grundregeln, kann man weiterreichen, aber die komplexen Tricks und Kniffe doch nicht. Ich finde, dass mit der Transparenz sollte so angelichen werden, dass man dem Kunden Hilfestellung gibt, wie er sich weiter verhalten soll, z.B. wie er weiteren Content auf seine Seite stellen kann, um so sein Ranking zu verbessern. Und eben noch anderes. Aber ihm jetzt jeden Trick zu verraten. Klar, wenn man viel Geld nimmt für seine Dienstleistung kann man dass schon machen, aber ich als Low-Budget-SEO, würde mich dieser Regel nicht anschließen, weil mich auch zu viel Zeit kosten würde.

    • Gerhard Zirkel Website sagt:

      Einem Bodenleger kannst du aber jederzeit zusehen und es ihm nachmachen – mehr oder weniger gut. Genauso sollte ein SEO dem Kunden sagen was er macht. Die meisten Kunden engagieren einen SEO eh nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie die Zeit gar nicht haben. Mit Nachmachen wird es also eh nichts…

      Gerhard

      • Marco Website sagt:

        @Gerhard So ist auch meine Erfahrung – und ich möchte daran auch nichts ändern! Aber das kann wohl auch mal schiefgehen, wie bei Martin Mißfeld zu lesen ist…

  5. nordmarketing Website sagt:

    Gute Idee. Ich werd mal “Gutenberg” spielen und wenn das hier alles fertig ist meine Grundsätze daraus ableiten und auf meiner Website veröffentlichen. Macht sich bestimmt gut in meiner Firmenphilosophie?! Wie gesagt, is ne super Idee und hat bestimmt das Zeug für eine freiwillige Selbsterklärung/-verpflichtung …

    Aber beim Punkt Geld, da hab ich ne etwas andere Meinung. Ich schau auch mal zu den AdWords und warum sollte ich mit meinen SEO Leistungen günstiger sein? (ich hab das einfach mal getrennt)

  6. Martin Website sagt:

    Ein Wertekodex für SEO´s – das wär doch mal was. Man müsste ihn halt nur ausreichend bekannt machen, sonst achtet kein Kunde darauf.

  7. NathanC Website sagt:

    Der Linkankauf spaltet die SEO-Branche ja seit jeher. Ich persönliche finde den aktuellen Sedo Beitrag dazu ganz interessant und muss mich auch auf die Seite deren Autor stellen. Linkankauf ist meiner Ansicht nach, auch wenn ich es nicht betreibe, nichts verwerfliches.

  8. Immovation Website sagt:

    Da bleibt ja nichts anderes übrig als zuzustimmen! Würden sich doch nur 50 % aller Agenturen daran halten, wäre die SEO-Welt eine viel freundlichere :)

  • Martin O. Hamann: Eins muss ich dem Interviewer “Andreas Graap” ja zugute...
  • Marci: Leute, wie ist das mit dem Algo update genau, bei neuen Seiten wenn die vom...
  • Dirk: @Bernd Kostenfreier Testzeitraum? Das ist jetzt wohl nicht ganz ernst...
  • Gunther Wernicke: Coole aktion, gern dabei: https://twitter.com/#!/knuf...
  • Melinda: Mein Tweet : https://twitter.com/#!/Melinda Tatus/status/20275681211253964 8
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