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Online Reputation Destroying

Internet | | 01.10.2009, 00:01 | 7 Kommentare

Unter Reputation versteht man vereinfacht gesagt den Ruf eines Menschen oder auch eines Unternehmens. Wer über eine hohe Reputation verfügt, genießt anders ausgedrückt einen guten Ruf…

Unter Reputations Management fasst man Dienstleistungen zusammen, welche dazu dienen, den Ruf einer Person bzw. eines Unternehmens zu wahren oder auch wiederherzustellen. Konkrete Maßnahmen können z.B. die Bereinigung der Top 10 bei bekannten Suchmaschinen, die Korrektur von persönlichen Profilen oder auch die Entfernung von öffentlichen Einträgen sein.

Summa summarum ist der Begriff Online Reputation hierzulande eher negativ behaftet. Geht es um das Thema, wird nicht selten davor gewarnt, allzu persönliche Daten bzw. Bilder zu veröffentlichen, seine politische Meinung zu äußern oder in öffentlichen Diskussionen anzuecken. Die ideale Online Reputation, so könnte man schnell meinen, sind einige nach Schema F erstellte Profile bei Facebook und Co. sowie ein sich Fernhalten aus dem täglichen Geschehen des Web 2.0.

Bewirbt man sich um einen Job im Bereich Internet, entscheidet neben dem Know-how nicht selten die eben genannte weiße Weste im Internet. Wer bei Flickr betrunken mit seinen Freunden oder leicht bekleidet im Urlaub zu sehen ist, der braucht sich heutzutage nicht zu wundern, dass einem anderen bei der Jobvergabe der Vortritt gelassen wird.

Betrachtet man die aktuellen Entwicklungen des Internets, so könnte sich das momentane Verständnis von Online Reputation sehr schnell ändern. Wer sich in naher Zukunft für einen Job bewirbt, der wird nicht über eine möglichst saubere, sondern vereinfach gesagt über ein möglichst aktive Reputation verfügen müssen.

Im mittlerweile in Echtzeit funktionierenden sozialem Web entsteht urplötzlich eine ganz neue Währung. Entscheidend für den Erfolg eines Menschen im Internet wird zukünftig die Summe der Reichweiten seiner Kontakte.

Um dauerhaft erfolgreich und letzten Endes auch authentisch zu wirken, sollte man weg vom Saubermannimage. Reichweite generiert wer anders ist. Wer bereits heute aneckt, der wird morgen auch trotz einiger Partyfotos mit Kusshand engagiert werden ;-)

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Constantin sagt:

    Hallo,

    sehe ich genauso. Ich habe von Anfang an nicht verstanden, wieso selbsternannte Personal Coaches davor warnen, im Internet präsent zu sein. Niemand hat etwas gegen einen Arbeitnehmer, der im Urlaub Spaß hat und sich auch in der Freizeit einen guten Ausgleich schafft. Auch Manager trinken mal einen über den Durst und wissen was es heißt, im Leben zu stehen und sozial vernetzt zu sein. Wer hingegen keine soziale Profile hat und den Weg ins Internet bewusst scheut, der wird auch im Berufsleben nicht sonderlich selbstbewusst sein.

    Zudem sprichst du eine andere, sehr spannende Entwicklung an. Arbeitnehmer verkaufen immer weniger ihre stumpfe Arbeitsleistung, sondern verkaufen – so sollten sie zumindest – eine Dienstleistung. Und wer eine gute Dienstleistung verkauft, der verfügt eben auch über gute Kontakte und eine große Reichweite. Der persönliche “Wert” ist schon heute viel wichtiger (weil transparenter als früher) als Schulnoten oder Auszeichnungen.

    Liebe Grüße,
    Constantin

  2. Mukki182 Website sagt:

    In einer Firma, die mich nicht nimmt, weil ich fragwürdige Fotos in irgendeinem Profil habe, würde ich auch nicht arbeiten wollen. Es ist sowieso ein Unding, daß nach sowas geschaut wird. Was ich in meiner Freizeit mache, welche Partei ich wähle usw. geht doch keinen Personalchef etwas an. Was macht man denn bei Leuten, über die man nichts im Netz findet? Lässt man die demnächst per Privatdetektiv überwachen?

  3. Florian Schütz Website sagt:

    @Wer sich in naher Zukunft für einen Job bewirbt, der wird nicht über eine möglichst saubere, sondern vereinfach gesagt über ein möglichst aktive Reputation verfügen müssen.

    => Ein sehr interessanter Beitrag und der Aussage oben kann ich mich nur voll und ganz anschliessen! Dem Internet fern zu bleiben, ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg. Dennoch muss man sich bewusst sein, dass man Spuren im Netz hinterlässt! Diese Spuren gilt es im ersten Schritt zu entdecken, z.B. mit einem Check über yasni.de. Als nächstes sollte dann der eigene Ruf aktiv gemanaged werden!

    Damit ist nicht gemeint, alle Urlaubsfotos etc. zu löschen. Es kommt auf das Gesamtbild an, dass man z.B. mit dem Zuordnen von Links und Informationen in einem eigenen Profil bei Yasni dem Personaler geben kann. Stichwort: das aktive Pflegen und Managen des eigenen Rufs ;-)

  4. Markus Trauernicht Website sagt:

    Gerade heute wo viele Unternehmen mit zwei linken Händen versuchen Social Media anzupacken, sticht der einzelne Bewerber richtig aus der Masse hervor, wenn er in der Lage ist zu zeigen wie man es geschickt macht. Denn den großen Unternehmen fehlt oft schlichtweg die Seele im Social Net. Zu korrekt, zu konform, zu corporate, zu kalt und zu distanziert.

    Ein Saubermann Image ist inzwischen schon leicht verdächtig wenn man mal darüber nachdenkt. 4 1/2 Sterne sind glaubwürdiger als 5 aus 5 Sterne. Allerdings ist die notwendige Weisheit nicht fehl am Platz. Wer auf das Saubermann Image pfeifft, sollte schon die notwendige Kompetenz mitbringen. Was einmal im Netz steht ist schwer zu löschen, vor allem wenn eigene Infos & Bilder auf Profilen anderer Menschen zu finden sind.

    Immerhin ist es nun mal recht einfach einen automatisierten Rechercheblog einzurichten, wenn man mehr über einen zukünftigen Angestellen erfahren will.

  5. Markus Website sagt:

    Ich weiß was von mir so im Netz ist und kann das eigentlich auch vertreten. Schlimm wird das ganze in meinen Augen nur wenn “fremde” eine Art Rufmord betreiben. Da kann Dein Ruf schnell nach unten rutschen. Man hört und liest es ja immer wieder.

  6. Daniel Schlotter sagt:

    Sterilität kann in meinen Augen nicht wirklich im Sinne des Klischeepersonalers sein.

  7. Chef@SEO Website sagt:

    @mucki182 Bevor ich nen Azubi einstelle schaue ich auch im Netz nach seinen Aktivitäten. Immerhin will ich einen zuverässigen Mitarbeiter heranwachsen sehen und nicht, dass ich 2-3 Jahre Arbeit umsonst in den reingesteckt habe. Wie Florian das genau getroffen hat: Es kommt auf das Gesamtbild an.

  • Labskaus: Moin, ich bezog mich hier nur auf den genannten Fall und ich meinte auch nur...
  • nordmarketing Group: Ich habe für Punkt 2 gevotet. Übrigens, was sind kleinere Seiten?...
  • Labskaus: Wenn man sich das Linkbild der Seite anschaut, dann hat es sicherlich nicht...
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