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Politisches Engagement in sozialen Netzwerken

Internet | | 25.03.2011, 16:16 | 23 Kommentare

Da ein ehemaliger Schulkollege von mir gerade damit beschäfftigt ist, ein Tool zur Auswertung bekannter Social Media Plattformen zu entwickeln, habe ich Stefan von crunchmetric.de anlässlich der bevorstehenden Landtagswahlen einmal gebeten, das Vorkommen bestimmter Parteien auf unter-schiedlichen Plattformen bzw. Nachrichtenseiten zu analysieren…

Parteienvergleich: Tages- und Wochenzeitungen

Wie in obiger Grafik zu erkennen, scheinen die meisten der bekannten deutschen Nachrichtenseiten tatsächlich politisch objektiv zu sein. Da lediglich das bloße Vorkommen der Begriffe `CDU´ bzw. `SPD´ analysiert wurde, lässt sich eventuell zwar sagen, dass auf sueddeutsche.de mehr über die SPD berichtet wird als auf zeit.de, inwieweit diese Seiten aber pro oder contra einer bestimmten Partei eingestellt sind, ließe sich wenn überhaupt nur sagen, wenn man parteipolitische Begriffe in Kombination mit stimmungsorientierten Wortphrasen miteinander vergleichen würde.

Während herkömmliche Medien also zumindest auf den ersten Blick überparteilich zu sein scheinen, sieht die Verteilung des Vorkommens der Begriffe CDU bzw. SPD auf den bekanntesten deutschen Social Media Plattformen etwas anders aus. Es lässt sich zwar auch hier nicht eindeutig sagen, ob und inwieweit die Mitglieder bestimmter Netzwerke einer politischen Orientierung zugeordnet werden können, was sich aber sagen lässt ist, dass nahezu auf allen Plattformen, teilweise doch sehr kontrovers, über Politik bzw. über einzelne Parteien diskutiert wird.

Parteienvergleich: Social Networks

Das Internet hat dafür gesorgt, dass sich auch unsere politische Landschaft in einem Wandel befindet. Während herkömmliche Medien ihre Aufgabe weiterhin darin sehen, den Bürger möglichst unvoreingenommen über politische Entwicklungen zu informieren, bieten insbesondere soziale Medien den Wählern nun die Möglichkeit, über diese Entwicklungen zu diskutieren und sie letztendlich damit auch zu beeinflussen.

Ob ein politisches Engagement in Form eines 140 Zeichen langen Tweets oder eines Likes auf Facebook am Ende ausreicht, um wirklich etwas zu bewegen, muss sich zeigen, im Vergleich zur Politikverdrossenheit von vor einigen Jahren, muss aber selbst ein einfacher Klick als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden…

Gretus

P.S.: Wer mag, kann Stefan mal auf Twitter folgen. Ich durfte früher in Physik immer bei ihm abgucken :-D

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Mißfeldt Website sagt:

    Interessanter Ansatz, Danke für die Zahlen. Ich denke auch, dass sich aus der bloßen Erwähnung der Parteinamen schon eine Tendenz rauslesen lässt. Der Ansatz ist spannend, aber irgendwie müsste die Analyse nun weitergehen, finde ich :-) Schade, dass nicht auch die vermeintlich kleinen Parteien auftauchen. Und schade, dass Twitter nicht dabei ist.

    • Gretus sagt:

      Hi Martin,

      Social Media Analyse ist schwerer als man zunächst denkt. Das fängt bei der eindeutigen Zuordnungsbarkeit bestimmter Begriffe an (Grüne, Linke usw.) und hört bei den eingeschränkten Auslesemöglichkeiten von Twitter und Co. auf. Ich hoffe, Stefan nimmt Deinen Kommentar als Ansporn, ist ähnlich so eine Trantüte wie Du ;-)

      Grüße

      Gretus

    • Stefan Website sagt:

      Das war einfach eine Frage der Komplexität: CDU und SPD sind einfach gut identifizierbare Zeichenketten, die in der Regel für eben diese Parteien stehen. Bei “DIE LINKE” und “DIE GRÜNEN” ist das nicht mehr so eindeutig.

      Twitter ist ein anderes Thema. Da geht es eher um zeitliche Verläufe als die absolute Anzahl der Treffer – also z.B. Tweets pro Woche. Das wiederum ist mit den hier benutzten nicht sinnvoll vergleichbar.

      Liebe Grüße,
      Stefan

  2. Alex Website sagt:

    Wird bestimmt ein angenehmer FollowFriday für den stefan_u ;-)

  3. Mark sagt:

    Passt bestens zu den beiden anstehenden Landtagswahlen am Sonntag. Ich denke anhand der Erwähnung der Parteinamen lässt sich zwar eine Tendenz ablesen, man müsste jedoch noch zahlreiche andere Indikatoren berücksichtigen.

    Ziehe ich jetzt mal die halbe Million User ab (oder waren es mehr?), die bei FB Fans von zu Googleberg wurden und für mächtig Like-Wirbel gesorgt haben, würde der Parteienvergleich in den Social Networks wohl noch eindeutiger zugunsten der SPD ausfallen.

  4. Matthias Website sagt:

    Ich denke, dass die Anzahl der Erwähnungen einer Partei keinesfalls ein Meinungsbild zeichnen kann. So wird bei Facebook und Twitter etwa sehr oft über Fehltritte der CDU berichtet, wie z.B. auch gerade wieder die letzten 2 Wochen, über die anderen Parteien allerdings generell weniger.

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