Wie die New York Times berichtet, unternimmt Twitter einen gewagten Schritt und wird uns in Zukunft neben normalen Tweets auch Werbeeinblendungen präsentieren. Die so genannten `Promoted Tweets´ sollen neben der Webseite auch in Clients eingebunden werden, was natürlich noch einmal ein anderes Licht auf die kürzliche Übernahme von Tweetie wirft…
Seit einiger Zeit schon fragen sich Marketing-Experten bei Twitter, wie sich mit den mittlerweile 22.3 Millionen Nutzern Geld verdienen lässt. Twitter hat nun eine Antwort auf die Frage geliefert und laut Mashable bereits gestern erstmalig die `gekauften´ Tweets auf der Webseite eingebunden. In der ersten Phase werden die Ads als gekennzeichnete Tweets nur in der Twitter-Suche erscheinen, später sollen sie dann auch in die normalen User-Updates eingebunden werden.
Twitter Clients und Werbung
Ein Großteil der User verwendet nicht die Webseite um zu twittern, sondern nutzt Software von Drittanbietern wie TweetDeck, twhirl, TwitterBerry oder Echofon. Tweetie, einer der beliebtesten Twitter-Clients für das iPhone, wurde jetzt von Twitter übernommen und soll, anstatt bis dato 2.39€, zukünftig unter dem Namen `Twitter für iPhone´kostenlos erhältlich sein.
Wer in Zukunft noch Geld für seinen Client verlangen möchte, muss besser als Tweetie sein. Gut möglich, dass mit dessen Übernahme durch Twitter eine ganze Nische von kostenpflichtigen iPhone-Apps verschwindet. Genau wie bei Facebook oder Myspace, werden vor allen Dingen neue Nutzer keinen kostenpflichtigen Client mehr nutzen, sondern einfach auf die offizielle Applikation zurückgreifen.
Unter dem Gesichtspunkt der Promoted Tweets stelle ich persönlich mir die Frage, ob es für Twitter-Clients möglich sein wird, die gekauften Tweets herauszufiltern und ob dieses unter Umständen auch ein Grund für Twitter war, selbst einen Client anzubieten?
Für Online-Marketer sind die Ads in jedem Fall eine neue Möglichkeit, Werbung zu schalten und ein Publikum von mehr als 20 Millionen Menschen zu erreichen. Fraglich ist, wie die User auf die Werbeeinblendungen in Form von Tweets reagieren werden? Wenn es Twitter in Sachen Werbung übertreibt, könnte dieses die User doch stark verärgern.
Alexander Sczakiel




























Wie die NYT berichtet, unternimmt der Microbloggingdienst Twitter einen gewagten Schritt und wird uns bereits ???AB MORGEN??? Werbeeinblendungen präsentieren. Ist doch schon seit gestern live, aktuelle Rekationen z.B. hier…
Hallo Markus,
tatsächlich, da hat Alexander wohl seine Uhr noch nicht umgestellt
Grüße
Gretus
Hm, also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, erscheint dann Werbung auf der Seite, wo ich auch die Updates empfange? Also hier ist wohl wirklich das Maß entscheidend. Und man muss dann auch erstmal sehen, wie die Tweets aussehen werden und in wie fern die hervorgehoben werden. Ich könnte mir vorstellen, dass das in Zukunft immer mehr die Richtung geht, dass man das von den “richtigen” Updates nicht mehr unterscheiden kann, was schon ziemlich fieß wäre.
Hallo Florian,
Werbung muss, zumindest in Deutschland, auch eindeutig als solche gekennzeichnet werden. Sonst verstößt du gegen das Wettbewerbsrecht. Ob ein “Ad:” vor dem eigentlichen Tweet ausreicht, ist auf Dauer fraglich.
Ich denke, dass es am Ende auf eine dennoch stark implimentierte Form hinauslaufen wird. Das ist technisch das einfachste und führt zu hohen Klickraten. Ein solches System gibt es ja mit Magpie aber schon recht lange.
Liebe Grüße,
Constantin
Wirklich interessant wird es, wenn ich mit meiner z.B. Autowerbung nur Twitter-User erreiche, die viel über Autos twittern (Relevanz für Werbenden und User, auch über location erreichbar). Alles andere wäre quatsch. Außerdem würde ich mir als Twitter eine Einblendung bei Usern mit vielen Followern teurer bezahlen lassen, als bei Unpopulären/ Inaktiveren.
Letztlich muss das Ziel sein, dass die User die Werbe-Tweets retweeten, schon deshalb sollte die Werbung im Tweet-Format daherkommen.
@Markus @Gretus Tuesday mit Thursday verwechselt…
Vielen Dank für den Artikel, komme doch immer wieder gern auf eure Seite – von meiner Seite daher ein großes Lob!
Aber nun zum eigentlichen Inhalt
Da die Promoted Tweets jetzt erstmal in Amerika anlaufen, bin ich im Moment noch beruhigt. Die Frage die sich mir aber nach wie vor stellt, ist die, wird mich die Werbung nerven? Ein Beispiel, das mir sofort durch den Kopf schießt, kennen wir alle: eBooks. Alle fünf Minuten folgt mir ein neuer “eBook-Anbieter”. Jedes Book ist besser, jedes kann mehr und vor allem! Bei jedem verdiene ich mehr Geld. Alles nervig. Einige von meinen Followern sind mittlerweile auch auf diesen Zug aufgesprungen und verbreiten ihren Smog! Wird sich die Werbung genauso auf Twitter verbreiten? Komme ich an jeder Stelle künftig zu der Entscheidung: Ausloggen? Sehe ich dann immer die Werbung dort, wo ich sie nicht sehen will.
Eine andere Frage: Woher stammen die Informationen, die Twitter nehmen wird, um für mich die relevante Werbung anzuzeigen, oder kann Twitter überhaupt die Werbung bestimmten Zielstreams zuweisen?
Alles Fragen, die bisher noch keine Antwort gefunden haben. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen
Werbung bei Twitter gibt’s ja jetzt schon viel zu viel! Wie oft lese ich immer wieder das gleiche: “Geld im Internet verdienen”!
Ich hoffe nur das es dann nicht irgendwann überhand nehmen wird und das eigentliche Zwitschern bald stark zurück gehen wird! Man kann es fast mit Ebay vergleichen! Bevor die Händler dort Artikel angeboten haben, fand ich’s persönlich auch noch besser und heutzutage bin ich eher selten bei Ebay unterwegs!
Guter Artikel – Lob an SEO-united.de
Anwendungen mit denen man über Twitter gezielt Werbebotschaften an thematisch passende Zielgruppen ausliefern konnte gibt es ja mit z.B. beamagpie schon seit 1-2 Jahren. Ich setze es schon seit über einem Jahr über den eigenen Twitter Account als Publisher ein, um ein paar Cents (mehr ist es leider wirklich nicht) abzugreifen. War nur eine Frage der Zeit bis Twitter selber so etwas anbietet. Bei beamagpie sollte man aber bei z.B. RSS Feeds eingespielten Inhalten aufpassen, die Kollegen das nicht gerne haben und den Account dann sperren.
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