Da ich kürzlich auf einer Nachrichtenseite vor lauter Werbung gar nicht mehr wusste, wo oben und unten ist, habe ich mir heute einmal die Mühe gemacht und mir die Werbung auf den Onlineablegern bekannter deutschen Zeitungen bzw. Zeitschriften etwas genauer angeschaut…
Um zu verdeutlichen, wie stark Nachrichtenseiten mittlerweile mit Werbung zugepflastert sind, habe ich bei drei Artikeln von stern.de, spiegel.de und focus.de sämtliche Werbeflächen rot markiert. Hätte ich zusätzlich noch diejenigen Flächen markiert, auf denen für eigene Angebote geworben wird, wäre außer roter Farbe wahrscheinlich nicht mehr viel zu erkennen gewesen.
Neben der Anzahl der Werbeflächen habe ich auch geschaut, wofür in den Anzeigen geworben wird. Hat man in den Printausgaben genannter Zeitschriften zumindest hin und wieder noch das Gefühl hatte, durch eine gut gemachte Anzeige direkt angesprochen zu werden, setzen die Onlineausgaben auf den totalen Ausverkauf ihrer Werbeplätze. Mit einem Drittel wird versucht, dem Leser einen Kredit oder eine Versicherung aufzuschwatzen, mit einem Drittel ein pharmazeutisches Produkt und mit dem letzen Drittel der Beitritt in irgendeine Singlebörse.
Wenn man bedenkt, dass derartige Webseiten von Google tatsächlich noch verlangen, für jeden weitergeleiteten Besucher bezahlt zu werden oder die hinter den Angeboten stehenden Verlagshäuser glauben, dass ich mir so was noch im Abo kaufe, kann man wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln. Weniger realitätsfremd wäre die Forderung, mich zukünftig für jeden Besuch dieser Seiten zu bezahlen
Gretus
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Man muss aber auch sagen, dass spiegel.de “above the fold” nicht wirklich viel Werbung hat. Da könnte man mehr und teurer verkaufen.