Gerade bei so schrecklichen Ereignissen wie dem heutigen Amoklauf in Winnenden ist Twitter ein geeignetes Medium, um sich über die aktuelle Informationslage auf dem Laufenden zu halten…
Nicht nur über die Nachrichten seiner Freunde, auch über die Twitter Listen kann man sich zu gewünschten Themen die jeweiligen Kurznachrichten aller Mitglieder anzeigen lassen. Ob eine Nachricht für ein Thema relevant ist, bestimmt der Nutzer selbst. Erachtet er einen Beitrag für relevant, hängt er diesem einfach das Hashtag #Suchwort an und schon erscheint der Beitrag bei der Suche nach eben diesen Begriff in der Twitter-Suche.
Der eigentliche Nutzen von Twitter ist selbst für Experten nicht ganz klar. Schaut man sich einen Großteil der Nachrichten an, wird man das Gefühl nicht los, dass selbst viele Nutzer eigentlich gar nicht wissen, was sie da machen.
Bis auf wenige Ausnahmen, ist Twitter nichts anderes als das i-Tüpfelchen einer nach Aufmerksamkeit strebenden Informationsgesellschaft. Anstatt sich bei einem Glas Wein zusammen zu setzen und gemütlich zu unterhalten, werden auf 140 Zeichen limitierte News getippt und achtlos in den Äther gepumpt.
Die wenigen Ausnahmen, bei denen die schneeballartige Verbreitung über Twitter tatsächlich Sinn macht, sind Ereignisse wie z.B. der heutige Amoklauf. Hier kann die schnelle Verbreitung sehr wichtig sein, womöglich Menschenleben retten oder Angehörigen lang ersehnte Informationen liefern.
In der Praxis funktioniert diese Informationsverbreitung leider jedoch nur bedingt. Da jeder durch das einfache Anhängen des Hashtags seine Nachrichten als für ein Thema relevant deklarieren kann, findet man bei der Suche nach möglicherweise aktuell lebenswichtigen Informationen leider auch diverse Meldungen, welche eigentlich nichts mit dem Thema zu tun haben.
Um zu verdeutlichen, wie Twitter gerade auch bei aktuellen Themen immer wieder missbraucht wird, um für seine Person oder seinen Service zu werben, im Folgenden einige Meldungen aus der Twitter-Suche zu dem Suchwort Winnenden:
Im Prinzip kann ich mit Twitter als das i-Tüpfelchen meiner Informationsgesellschaft ganz gut leben, gerade bei brisanten Themen wünsche ich mir jedoch so manches Mal etwas mehr Fingerspitzengefühl.
Noch bietet Twitter jedem Nutzer die Möglichkeit, sich selbst als `Redakteur´ aktueller Nachrichten & News zu betätigen und diese anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen. Es wäre schade, wenn die Macher ihren Nutzern irgendwann die redaktionelle Kontrolle entziehen müssten, weil einige den Nutzen von Twitter noch nicht erkannt haben…
Gretus





























In meinen Augen wird twitter maßlos überschätzt. Schaut man sich die deutschen Userzahlen an und bedenkt man, dass ein Großteil des Traffic durch Computer selbst erzeugt wird, relativieren sich die Ausflüge einiger Twitterer.
An den Beispielen sieht man dennoch recht deutlich wie schwer es einigen fällt, dieses System zu bedienen bzw. zu benutzen. Im Prinzip war es aber doch schon immer so, dass derjenige, der eine Nachricht am schnellsten verbreitet mehr Menschen erreicht, als derjenige, der sich tiefgründig mit dem Thema beschäftigt. Nichts grundlegend Neues also…
Liebe Grüße,
Constantin
Hallo,
die Bemerkung hätte sich der Focus sparen können. Showdown ist wohl das falsche Wort, auch bei Twitter.
Nila
[...] projizieren. Und schon hat Bild den Film in sein Portal gestellt. Showdown auch bei Twitter, stellt seo-united sachlich fest. Für dieses Blog ist entscheidend: Twitter hat sich als geeignetes Medium [...]
Twitter könnte in wirklich großen Arbeitsgruppen und Firmen schön genutzt werden, um eine Art Mini-LinkDatenbank aufzubauen und Arbeitsideen festzuhalten. Wenn man einen geschlossenen Pool aus Teamworkern mit Twitter vernetzt und von außen niemanden in die Gruppe lässt, wird mit den Hashtags genau alles so getagged, wie es ungefähr sein müsste, damit später Informationen wieder gefunden werden. Meiner Meinung nach ein Mix aus Social Bookmarks und Notizzettel für eine ganze Gruppe von Leuten die gemeinsam an einem Projekt arbeiten.
Leider addet mich mindestens einmal pro Woche ein Networker, der nach den ersten 5 tweets nur noch seine Geld-verdienen-Seite spammed.
Ich habe eigentlich noch nie verstanden warum Twitter so gehyped wird. Diese SMS-Blog-Beiträge sind mir einfach nicht aussagekräftig genug. Wenn ich meinen Freunden und Bekannten etwas mitteilen möchte kann ich das auch mit meinem Email-Verteiler machen. Alles andere das einen größeren Kreis an Leuten erreichen soll kann ich auch auf andere Weise veröffentlichen. Und da ich auch nicht an extremer Selbstüberschätzung leide habe ich auch nicht oft Nachrichten die sich sofort verbreiten müssen. Mich erinnert Twitter oft an den Hype der um SecondLive gemacht wurde. Von dem ist jetzt ein Jahr später auch nicht mehr viel zu spüren.