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Umfrage – Steht Wikipedia vor dem Aus?

Internet  |   |  , 17:09 Uhr  |  16 Kommentare

Da sich immer weniger freiwillige Autoren an der Online-Enzyklopädie Wikipedia beteiligen, hat die Wikimedia Foundation Ende letzten Jahres eine Untersuchung zur Entwicklung der Aktivität innerhalb der Autoren-Community in Auftrag gegeben und deren Ergebnisse kürzlich nun veröffentlicht…

Wie auf obiger Grafik zu erkennen, ist sowohl die Anzahl alter (> 1 Jahr) wie auch die Anzahl neuer (< 1 Jahr) Autoren stark rückläufig. Wie Sue Gardner, Geschäftsführerin der Wikimedia Foundation gegenüber taz.de erläutert, seien die sinkenden Mitgliederzahlen mit dem Ewiger-September-Phänomen zu begründen. Während ältere Wikis (?) versuchen den Verfall der Community irgendwie noch aufzuhalten, machen es zunehmende Spannungen unter den Mitgliedern insbesondere neuen Autoren immer schwerer, innerhalb der Gemeinschaft längerfristig Fuß zu fassen.

Der zunehmende Schwund neuer Autoren wird anhand der zweiten Grafik deutlich. Während die Anzahl neuer Autoren in den ersten Jahren stetig anstieg, ist sie seit Mitte 2007 nur noch im Abwärtstrend befindlich. Gründe für die sinkende Bereitschaft, sich an der freien Enzyklopädie zu beteiligen, seien erwähnte Spannungen unter den Autoren sowie fehlende technische Lösungen, die Beteiligung bzw. den Dialog der Wikis untereinander zu erleichtern.

Immer mehr Anzeichen deuten darauf hin, dass Wikipedia große interne Probleme hat, die für die Abbildung immer neuen Wissens notwendigen Strukturen aufrecht zu erhalten. Was glaubt Ihr, steht die Online-Enzyklopädie Wikipedia auf lange Sicht gesehen vor dem Aus?

Wird es Wikipedia auch noch in 10 Jahren geben?

  • Schwer zu sagen, vielleicht mit einem anderen Konzept (47%, 125 Votes)
  • Ja, die Autoren werden sich zusammenraufen (37%, 97 Votes)
  • Nein, die Community wird sich immer weiter auflösen (16%, 43 Votes)

Total Voters: 265

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Sebastian Website sagt:

    Na diese Statistik ist alleine mal kaum aussagekräftig. Wie hat sich denn beispielsweise die Anzahl der neuen Artikel entwickelt? Eine Erklärung wäre, daß es nicht mehr so viele neue Themen und Artikel gibt, die noch fehlen, ergo weniger neue Autoren die „ihr Fachgebiet“ nicht abgebildet sehen und etwas schreiben.

    • Gretus Website sagt:

      Hallo Sebastian,

      ich habe irgendwo mal gelesen, dass sich das weltweite Wissen jedes Jahr(-zehnt?) um ein Vielfaches erhöht. Entsprechend müsste die Anzahl der Wiki-Autoren eigentlich also steigen…

      Grüße

      Gretus

  2. Mathuseo Website sagt:

    Meiner Meinung nach eine logische Konsequenz wenn man die Arten von Wissen differenziert betrachtet. Die ersten Jahre konnte jeder seinen Senf hinzugeben, da das Wissen zum Großteil „allgemein bekannt“ war. Ist dieses Kontigent an Wissen geschrieben, bleibt noch das Spezial- und Fachwissen (natürlich sehr abstrakt betrachtet). Das hierbei einfach der „normale Wissenslieferant“ aussteigt ist meiner Meinung nach die logische Konsequenz daraus.

    Eine Untersuchung dahingehend, zur Nutzerentwicklung von Fachleuten und dem normalen User wäre dahingehen sicher sehr interessant. Aber dennoch, interne Spannungen und fehlende technische Anpassungen sind sicherlich auch (und immer) ein Grund für eine negative Entwicklung – ohne Frage. Nur alleine damit zu begründen halte ich allerdings für zu schwarz-weiß.

  3. Mißfeldt Website sagt:

    Sehr gute Frage. Ob die Statistik tatsächlich so aussagekräftig ist, weiß ich nicht. Aber die Tendenz ist nach meiner Einschätzung absolut korrekt. Im Grunde bräuchte es jetzt ein Handvoll Redakteure, die den ganzen zusammengetragenen Ballast über Bord werfen. Es müsste überall zumindest eine Art Zusammenfassung am Anfang geben. Mehr als es jetzt ist, aber wenig genug, dass es noch genügend Infos transportiert.

    Ich sehe Wikipedia auch an einem Wendepunkt…

    • Gretus Website sagt:

      Hallo,

      mal sehen wo die Reise von Wikipedia hingeht. Sie wird es schwer haben und womöglich in einiger Zeit einfach nicht mehr mit dem Wissen nachkommen…

      Grüße

      Gretus

  4. Michael sagt:

    Hallo,

    bin sicher, dass es beim deutschen Wikipedia noch schlimmer aussieht, weil hier gibt’s sehr viele gründliche Polizisten – die verhindern, dass eine neue Seite reingestellt werden darf und entfernen diese wieder ;-( wegen einem Regelverstoß.

    Die Genauigkeit – eigentlich eine typisch deutsche aber positive Mentalität 😉

    Liebe grüße aus Ösiland.
    Michael

  5. Surge sagt:

    Verstehe nicht ganz wie der Userrückgang mit dem „Ewiger-September-Phänomen“ zu erklären ist. Ist ja genau das Gegenteil, weil die Anzahl neuer User ja rückläufig ist.

    Habe mal im TV eine Doku gesehen, wo die gezeigt haben, dass es recht heftige Raufereien intern über kleinste Unstimmigkeiten in den Artikeln geben soll. Das wird es Neulingen sicherlich nicht einfach machen, dabei zu bleiben oder Spaß dran zu finden. Ausserdem gibt es ja auch mittlerweile mehr leichtzugängliche Möglichkeiten wo willige Schreiberlinge ihre Energie verbrauchen können.

    Ich habe irgendwo mal gelesen, dass sich das weltweite Wissen jedes Jahr(-zehnt?) um ein Vielfaches erhöht.

    Das müsste man auch analysieren in wie weit es sich um „wikipediafähige“ Artikel handelt und wie die Wikipedianer fachtechnisch aufgestellt sind.

    Vielleicht müssen die ja bald Werbung schalten anstatt Spenden sammeln, um neuen Autoren Anreize zu bieten :)

  6. Marcel S. sagt:

    Ich vermute, dass Wikipedia rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten wird. Die Untersuchung war ja schon ein Zeichen dafür, dass immerhin das Problem (oder vielmehr das Symptom) erkannt wurde.

    Aber bei der Gelegenheit erinnere ich mich auch an Google Knol (http://knol.google.com/k?hl=de). Viel hört man davon ja nicht. Wie es denen wohl ergeht?

  7. Ronny Website sagt:

    Ich habe vor paar Jahren auch mal mitmachen wollen. Aber dann habe ich gegen diese Regel verstoßen, gegen jene Regel, hier hat einem alten Autor etwas nicht gepasst und dort war eine Newsquelle nicht „Quelle“ genug usw usw .. Die verbauen sich selbst immer mehr hinter noch mehr Regeln und Bestimmungen. Vor allem wenn dann ganze Gruppen sich zusammenraufen und Beiträge die sie nicht mögen „rausvoten“ hat das alles keinen Sinn mehr.

    • Marcel S. sagt:

      Tja, einerseits wird Wikipedia wegen der Qualität vieler Artikel kritisiert. Wikipedia reagiert mit mehr Regeln und das wird auch wieder zum Problem. Anscheinend ein Teufelskreis.

      Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Stammautoren nur noch auf Zeit diese Position innehätten, wenn man eine gewisse Rotation erzwingen würde. Gut, das würde natürlich voraussetzen, dass genug „menschliches Kapital“ verfügbar ist, das sich dafür interessiert, Stammautor zu werden. Und es wäre auch schade, wegen einer entsprechenden Regel faire Experten als Stammautoren abzusägen.

      Vielleicht wäre es noch sinnvoller, wenn unter jedem Artikel stünde, wer hier als Stammautor zuständig ist und wenn es beim Verein Wikipedia eine Stelle gäbe, bei der man sich über Stammautoren beschweren kann. Aber dann würden sich vermutlich auch viele Zeitgenossen beschweren, die aus SEO-Gründen (wider die Wikipedia-Regeln) wirklich einfach nur einen Link platzieren wollen.

  8. Gerhard Zirkel Website sagt:

    Auch ich habe einmal versucht, Wissen zu meinem Spezialgebiet beizutragen. Allerdings hatte ich keine Chance, denn einige der Stammautoren haben es geschafft immer wieder ihre zwar populäre aber definitiv falsche Meinung dort zu halten. Da konnte noch so viel diskutiert und bewiesen werden, wenn den Stammautoren etwas nicht in den Kram passt, wird es nicht veröffentlicht. Dass manchen Autoren da die Lust vergeht ist doch klar.

    Zudem sehen wahrscheinlich die meisten Autoren nicht ein, wieso sie für ein völlig fremdes Projekt etwas schreiben sollen, ohne jegliche Gegenleistung, ja meistens sogar ohne jegliche Anerkennung und immer unter der Gefahr, dass die ganze Arbeit umsonst war, weil irgendjemand das Geschriebene nicht in den Kram passt.

    Gerhard

  9. Julia Website sagt:

    Ich finde leider auch, das diese Daten nicht aussagekräftig sind. Wie sieht es zum Beispiel mit der Anzahl der neuen bzw. überarbeiteten Artikel? Sind diese Zahlen auch rückläufig?

    Außerdem wird es Wikipedia in diesem Punkt wahrscheinlich nicht anders gehen als anderen Communities/Portalen: Viele Leute melden sich an, beteiligen sich ein paar Tage/Wochen/Monate lang und dann vergeht ihnen die Lust wieder. Übrig bleibt, neben vielen Karteileichen, der harte Kern. Daraus gleich zu schließen, dass der Fortbestand von Wikipedia in Gefahr ist, halte ich für übertrieben!

  10. Tim Website sagt:

    Ich denke mal selbst wen ab Heute niemand mehr etwas auf Wiki verfasst bietet die Datenbank bis Dato eine Unglaublich große Menge an Wissen, an dem sich auch in 10 Jahren noch jemand erfreuen kann, selbst wen Daten nicht ständig aktualisiert werden. Inhaltlich ist Wiki eben auch nicht die Allwissende „ich hab immer Recht“ Datenbank weil für die Inhalte eben Menschen verantwortlich sind und Menschen machen eben auch Fehler und genauso wie bei anderen Wissensquellen sollte man nicht alles für bare Münze nehmen was dort steht auch wen die Inhalte gegenüber vielen anderen Enzyklopädien gut recherchiert sind.

    „Zudem sehen wahrscheinlich die meisten Autoren nicht ein, wieso sie für ein völlig fremdes Projekt etwas schreiben sollen, ohne jegliche Gegenleistung, ja meistens sogar ohne jegliche Anerkennung und immer unter der Gefahr, dass die ganze Arbeit umsonst war, weil irgendjemand das Geschriebene nicht in den Kram passt.“

    -Das war für mich z.B auch ausschlaggebend mal als Autor dort tätig zu werden.

  11. sl Website sagt:

    Servus Heiner,

    tolle Infos, und ich versuch meine Antwort (mal ausnahmweise) kurz zu formulieren: So, wie jetzt – kann und konnte es auch nicht funktionieren. Aus eigener Erfahrung habe ich gelernt, dass man dort teils richtig dumm von der Seite angemacht wird. Man macht mit, hilft mit, und als Gegenleistung bekommt man einen Tritt in den Allerwertesten. So kenne ich Wikipedia (muss aber nicht immer zutreffen).

    Cya
    Seba

  12. samy Website sagt:

    Es wäre sehr schade, würde sich Wikipedia nicht wie bisher weiterentwickeln (was natürlich geeignete Autoren voraussetzt); immerhin eine der wichtigsten Schnellinfoquellen für mich und mein Schaffen im World Wide Web.

  13. Tina Scherz Website sagt:

    Na, ja – ich habe auf einer meiner Seiten auch einige Wikipedia-Links, aber die haben mir kaum was gebracht! Mal abgesehen davon, dass alles auf Nofollow steht, glaube ich, dass WIKI in Sachen SEO stark überbewertet wird.

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