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Warum Experten auf Twitter nutzlos sind

Internet | Alex Sczakiel | 07.04.2010, 09:48 | 30 Kommentare

Wenn Du alle Twitter-Marketing-Tipps der SMO-Gurus befolgst, sich der Erfolg Deiner Twitter-Unternehmungen aber nicht so recht einstellen will, ist dieser Artikel möglicherweise genau das Richtige für Dich. Wer klassisches Twitter-Marketing betreibt, der versucht Autorität in seiner Nische zu werden und einen echten Mehrwert zu liefern. Daran ist erst einmal nichts auszusetzen, wer aber auf sozialen Plattformen zu sehr den Experten miemt, erreicht oft genau das Gegenteil…

Im Twitter-Marketing wird dazu geraten, in regelmäßigen Abständen nützliche Links zu posten die das Potenzial haben, oft retweetet zu werden. Also versuchst Du, persönliche Nebensächlichkeiten zu vermeiden, konzentrierst Dich darauf einen Mehrwert zu liefern und verlierst dabei den persönlichen Touch. Twitter bedeutet nicht einen Vortrag zu halten, es ist ein Networking-Event, eher eine Party. Es geht nicht darum unterhalten zu werden, sondern sich gut zu unterhalten. Folgende 3 Fehler sollten hierbei vermieden werden:

1. Du bist nur darauf fokussiert nützlich zu sein

Du stellst sicher, dass jeder Deiner Tweete wertvoll ist. Hilfreiche Tipps, Neuigkeiten aus Deiner Branche und inspirierende Zitate. Deine Strategie ist darauf ausgerichtet, die größtmögliche Qualität zu liefern und nichts anderes.

Klingt zunächst nach einer guten Idee. Wer aber beispielsweise auf ein Networking-Event geht und, unnabhänig von dem über was die anderen reden, in jedem Gespräch nur belehrende Dinge erzählt, der wird keine Freunde finden. Es geht mir nicht darum, nützliche Links und wertvolle Tipps komplett zu verbannen, wer jedoch nur Infos verbreitet, wird zwar, ähnlich wie ein Feedreader, von vielen als Quelle verfolgt, oft retweetet und direkt angesprochen wird er so aber nicht.

2. Du vermeidest es über Dein Frühstück zu reden

Du möchtest als Profi wahrgenommen werden und redest nicht über persönliche Dinge. Über Leute die alte Youtube-Videos aus den 80ern posten und berichten, wann sie was genau am Flughafen gegessen haben, kannst Du nur lachen.

Wenn zwei Menschen miteinander telefonieren, drehen sich die ersten Fragen immer um das Gleiche: Wo bist du? Was machst du? Wie geht´s? Jede normale Unterhaltung läuft so ab, auf jedem Networking-Event und auch unter den Profis. Nützliche Links kann jeder aus dem Feedreader in Twitter importieren. Ob jemand wirklich eine kreative Kapazität auf seinem Gebiet ist, hat weniger mit dem zu tun was jemand weiß, sondern mit dem wer er ist und was er tut. Im Real-Life interessiert uns das und bei Twitter interessiert uns das auch.

3. Du behandelst Twitter wie einen Kaugummiautomaten

Du möchtest neue Kunden gewinnen, Produkte verkaufen und benutzt Twitter wie einen Automaten, der nach Einwurf einer Münze das gewünschte Ergebnis ausspuckt.

Auch hier ist der Vergleich mit dem Networking-Event angebracht. Jemand der dort lediglich versucht, neue Kunden zu generieren oder etwas zu verkaufen, hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Es geht auf einem Event darum, nette Kontakte zu knüpfen, die einem eventuell später einmal weiterhelfen können. Die meisten Twitter-Gurus verschweigen, dass die wenigsten von ihnen große Erfolge mit direkten Verkäufen via Twitter verbuchen können. Twitter ist aber eine wunderbare Plattform, und den eigenen Brand zu stärken und nachhaltig in die Köpfe der Leute zu transportieren.

Du kannst Deine Follower als potenzielle Kunden betrachten und versuchen ihnen etwas zu verkaufen, Du kannst aber auch eine ehrliche Beziehung zu ihnen aufbauen und sie als Chance begreifen, Deine Message an Millionen von Menschen weiterzutragen. Wenn Deine Ansichten den Leuten gefallen, wird ihnen auch Dein Brand gefallen. Sie werden sich ihn merken und irgendwann später auf Dich zurückkommen.

Alexander Sczakiel

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. martin aka binomsc Website sagt:

    An sich ein netter und aus meiner Sicht richtiger Beitrag, aber wo ist der Unterschied zwischen Nr. 1 und Nr. 2? Ist das nicht der gleiche Fakt, nur aus zwei Richtungen betrachtet? Oder übersehe ich (mal wieder) was? ;-)

  2. Florian Lerch Website sagt:

    Das waren einige äußerst wertvolle Tipps. Leider wird zur Zeit auf SEO Seiten generell noch viel zu wenig Priorität auf den eigentlichen Content auf einem Twitter-Account gelegt. Und dabei ist doch gerade das so wichtig. Man muss hier eben auch mal danach gucken, was die potenziellen Follower eigentlich erwarten, wenn sie sich bei Twitter einloggen.

  3. D.Lewicki sagt:

    Genauso ist das. Guter Post! Den Vgl. mit einer Party mache ich auch in meiner Diplomarbeit zu SMO. Ich denke, man kann über Twitter gut die persönliche / menschliche Komponente einer Firma oder eines Unternehmens zeigen – wenn man es eben richtig macht. Da helfen nützliche Beiträge nicht weiter, auch wenn die ab und zu schon getwittert werden sollten. Ich sag nur immer zu Firmen: schaut Euch die Tweets von der @Safttante an – die macht es genau richtig und kommt einem als Mensch näher.

  • Christoph: Bei mir liefs ganz gut, von 5 auf 6, ich kann mich nicht beklagen! ;-)
  • Alex: Kann ich nur bestätigen, je weniger man macht desto höher ist der PR. LOL Habe...
  • Timo: Ist die Bounce-Rate nicht auch ein Rankingfaktor? Aber das wird bestimmt nicht...
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