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Twitter – Krieg der Tweets

Internet - Gretus am 16. Oktober 2009 - 19:47  |  8 Kommentare »

Bereits vor unseren SEO Wahlen ist `Twitter´ für mich persönlich das Unwort des Jahres. Noch vor einigen Jahren hätte wahrscheinlich keiner gedacht, dass irgendwann ein simpler Chat das World Wide derart auf den Kopf stellt wie es Twitter getan hat…

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Während herkömmliche Medien Twitter weiter in den Himmel loben, sprechen die in obiger Slideshow ermittelten Daten eine andere Sprache. Twitter, ursprünglich dafür gedacht, interessierten Freunden sein Tun und Handeln mitzuteilen und live vor Ort über aktuelle Geschehnisse berichten zu können, ist hierzulande noch nicht über den Status einer von einigen wenigen, in erster Linie an Traffic interessierten Nutzerschar hinaus gekommen.

Angesichts der Tatsache, dass herkömmliche Medien nur immer wieder über Twitter berichten, weil insbesondere Beiträge über Twitter selbst gerne dort verbreitet werden und dementsprechend viele Leser generieren, existiert mittlerweile ein Bild in der Öffentlichkeit welches von der Realität immer weiter abweicht.

Twitter ist nicht etwa das Non plus Ultra des Onlinemarketings oder eine empfehlenswerte Möglichkeit, mit potentiellen Kunden in den Dialog zu treten, sondern die Spielwiese einiger weniger, um eine Handvoll Besucher wetteifernder Webseitenbetreiber mit zumeist egoistischen Interessen.

Wo viele Experten dem Echtzeitinternet längst den Rücken zugekehrt haben und sich wieder auf die Bereitstellung von dauerhaften Inhalten konzentrieren, bombardieren sich die verbliebenen User mit ihren angeblich so wichtigen Nachrichten und sorgen weiter dafür, dass Bild von Twitter als ideales Marketinginstrument aufrecht zu erhalten. Dass dem nicht so ist, zeigen oben genannte Daten und nicht zuletzt die Tatsache, dass Twitter einfach die Nachhaltigkeit fehlt…

Gretus

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Kommentare / Tweets:

  1. Adrian Website sagt:

    Jetzt muss ich mal böse sein: Du kritisierst (so interpretiere ich das zumindest) die User, die mit twitter Traffic generieren wollen, dabei tust du genau das gleiche: Ich bin auf diesen Post auch nur deshalb aufmerksam geworden, weil dein Account eben hierzu einen Link gezwitschert hat! ;-)

    Und mal ganz ehrlich: Wer braucht bei twitter Nachhaltigkeit? Dafür gibt es parallel doch noch Blogs, auch wenn die augenscheinlich immer mehr an Bedeutung verlieren. Aber so ist das mit dem Web 2.0: Von himmelhoch jauchzend zu tief betrübt. Jedes Medium macht das doch mit…

  2. Mißfeldt Website sagt:

    Interessante Sichtweise. Für mich ist das eine Frage des Standpunktes: was erwartet man von Twitter? Für mich waren es in letzter Zeit zu viel interessante Nachrichten: es hat mir effektiv einfach zu viel Zeit geraubt. ich habe meine Aktivität daher zeitlich reglementiert. Im Grunde mache ich es, wie Du sagst: ich poste neue Blogbeiträge und Retweete von Zeit zu Zeit. Aber da ich überhaupt nicht permanent auf dem Laufenden bin, geht mir vieles Gute durch die Finger. Das einzige, was mir dazu einfällt, wäre weniger Leuten zu folgen. Aber die Einschränkung fällt mir schwer …

    btw: eure spammige Traffic-Klau-Twitter-Toolbar nervt nach wie vor :-)

  3. Markus Website sagt:

    Da fällt mir doch gleich der Spruch “Wer im Glashaus sitzt…” ein :-)

  4. Max Website sagt:

    Ich würde twitter jetzt nicht so herabstufen. Eigentlich hat es sich doch gesteigert, denn es war ja eigentlich nur für dummes gelaber gedacht, so wie z.b. Bleeper.de

    Mit dem, dass twitter kein marketingtool ist hast du unrecht, finde ich. Heute kann man aus einer gut gepflegten Follower liste schon das eine oder andere mal seinen nutzen ziehen. Wenn mann natürlich willkürlich allem möglichen mist folgt nur um 10000 Follower zu haben, dann sieht as zwar gut aus bringt aber nix und entspricht genau deinem post.

    Z.B. werden für diesen artikel vieleicht 10 Comments geschrieben, dafür wird in den fachkreisen wahrscheinlich in 200 tweets darüber getwittert und das ist doch schon ein unterschied oder nicht.

  5. Oliver Website sagt:

    Twitter hat für mich genauso eine Daseinsberechtigung wie Blogs oder andere Konzepte. Es kommt doch drauf an, wie man mit diesem Werkzeug umgeht. Wenn man einfach nur jedes Nasepopeln in die Welt hinaus zwitschert, kann man es natürlich gleich vergessen. Aber für Blogger ist Twitter sicher nicht uninteressant. Man kann da schon eine Art “Kundenbindung” betreiben.

    Bedenklich stimmt mich eher die Tatsache, das die hochgelobte Firma Twittter immer noch kein Geld verdient.

  6. Moritz Website sagt:

    Ich selbst mag Twitter auch nicht, allerdings kenne ich viele Leute, die es erfolgreich dazu benutzen Traffic zu erzeugen. Zu Oliver: die ganzen VZ’s, Facebook etc. machen immo alle noch ein riesiges Minus. Ich bin mal gespannt was die Zukunft bringt und bin mir sicher, dass die Medien iwann noch negativ zwitschern, denn alle was aus dem Inet kommt mögen die ja nicht.

  7. Mirko Website sagt:

    Ich finde Twitter toll kurz.url #SEO Vor allem weil dort immer wichtige Nachrichten verbreitet werden #SEO kurz.url Gerade im Bereich #SEO werden dort die aktuellesten Trends gepostst kurz.url #SEO und Nachhaltigkeit sind sowieso zwei ganz andere Themen kurz.url

  8. Peet Website sagt:

    Ich nutze selbst auch kaum twitter, aber es ist schon krass wie Twitter erfolgreich und somit auch wichtig für Sachen wie Politik etc geworden ist.