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Unsicherheitsfaktor Massenmedien

Internet | | 04.09.2008, 20:13 | 3 Kommentare

Wo andere Unternehmen über Monate eine Werbestrategie entwickeln und die Einführung eines neuen Produktes akribisch planen, scheint es bei Google so zu sein, als würde man Neuerungen mal eben zwischen Tür und Angel launchen. Zugegeben, wenn man mit einem Link auf der eigenen Startseite den teuersten Werbeplatz überhaupt zur Verfügung hat, kann man ein neues Produkt auch ohne große Vorankündigung ins Rennen schicken…

Kürzlich hat Google seinen neuen Webbrowser Google Chrome vorgestellt. Obwohl die Etablierung eines eigenen Browsers für Google höchste Priorität haben dürfte, war dessen Veröffentlichung vom typischen `Google Understatement´ geprägt. Morgens kurz auf irgendeiner Seite angekündigt, konnte man Chrome bereits einige Stunden später downloaden.

Es stellt sich die Frage, warum Google selbst bei so wichtigen Produkten darauf verzichtet, die Werbetrommel zu rühren? Interessant bei der Ermittlung möglicher Gründe dürfte die Tatsache sein, dass es für Google unheimlich schwer sein dürfte, den Erfolg bzw. die Resonanz bekannter Medien vorherzusagen.

Die Tendenz, die Monopolstellung von Google immer wieder in Frage zu stellen, wird schon heute, einen Tag nach der Veröffentlichung des neuen Browsers sichtbar. Wo die Berichterstattung gestern noch durchweg positiv war, mehren sich heute schon wieder die Negativmeldungen über mögliche Sicherheitslücken, Datenschutzfragen usw.

Die Eigendynamik der Medien macht es bekannten Unternehmen fast unmöglich, den Erfolg bzw. Misserfolg eines neuen Produktes zu planen. Anstatt ein neues Produkt vorher anzukündigen und dann eventuell im Scheinwerferlicht an der Pranger gestellt zu werden, stellt man offensichtlich besser klammheimlich eine Betaversion online und wartet einfach ab…

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Stefan Website sagt:

    Naja ich finde es aber eigtl. ziemlich offensichtlich warum google nicht in so großem Maße die Werbetrommel rührt. Mit dem Link auf der google Page werden Millionen Leute auf Chrome aufmerksam und alleine schon weil google so groß und bekannt ist werden sich die meisten Leute Chrome laden. Dass die ersten Versionen nicht ganz fehlerfrei sind ist ja eigtl. logisch. Solche Produkte müssen sich sowieso in wesentlich längeren Zeiträumen etablieren.

    Grüße
    Stefan

  2. [...] die vorherrschenden Themen sind, hat sich Gretus, das friesische SEO Urgestein, Gedanken über die Art und Weise gemacht, wie Google seinen Browser Chrome am Markt positioniert [...]

  3. Jan Website sagt:

    Gut beobachtet, Gretus. War schon erstaunlich, dass am ersten Tag alle Meldungen von der großartigen Geschwindigkeit schwärmten und höchstens in einem kleinen Nachsatz auf den Datenschutz eingingen – am zweiten Tag folgte das große Entsetzen über angebliche Lücken und AGB-Frechheiten. Da hält man sich bei der Veröffentlichung wohl besser ein wenig zurück mit Eigenlob.

  • Labskaus: Moin, ich bezog mich hier nur auf den genannten Fall und ich meinte auch nur...
  • nordmarketing Group: Ich habe für Punkt 2 gevotet. Übrigens, was sind kleinere Seiten?...
  • Labskaus: Wenn man sich das Linkbild der Seite anschaut, dann hat es sicherlich nicht...
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