Der Begriff Web 2.0 ist zur Zeit in aller Munde. Er bezeichnet eine neue Ära des Internets, in welcher Benutzer nicht länger ausschließlich konsumieren, sondern selbst Inhalte generieren und anderen Benutzern zur Verfügung stellen. Bekannte Tauschplattformen, Wikis oder Weblogs sind nur einige der Elemente des Web 2.0.
Für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung ist die Kenntnis über neue Entwicklungen unabdingbar. Längst ist der Begriff SMO bzw. Social Media Optimization der neue Schlachtruf der SEO Szene. Experten sind sich einig, wer zukünftig vorne mitspielen will, muss tunlichst zusehen, sich auch auf diesem Gebiet zu etablieren.
Leider hallt der Schlachtruf bislang ins Leere. Eine Studie, in welcher 400 zufällig ausgewählte Internetnutzer zu Begriffen rund um das Web 2.0 befragt wurden, gibt Auskunft über den tatsächlichen Entwicklungsstand des Internets.
30 % der Befragten kann mit dem Begriff Web 2.0 gar nichts anfangen, 48% geben an, den Begriff schon einmal gehört aber nicht zuordnen zu können und nur knapp 20% wissen, was mit dem Begriff Web 2.0 konkret gemeint ist.
In einer kostenlosen Kurzzusammenfassung der Umfrage wird zudem erläutert, dass die Hälfte der Befragten große Schwierigkeiten hat, Begriffe wie `Filtern´ oder `Tagging´ zuordnen zu können.
Die genauen Ergebnisse machen deutlich, dass der normale Internetuser zumeist überschätzt wird. Sowohl bei der Gestaltung der Webseite, z.B. des Menüs, wie auch bei der Wortwahl sollte man stets bedenken, dass lange nicht jeder schon beim Web 2.0 angekommen ist…
Gretus





























Die meisten Menschen die man fragt, wissen noch nicht mal was ein Blog ist. Darunter sind auch einige meiner treuesten Blogleser
– die finden die Seite halt gut, aber was nun der Unterschied einer statischen Seite zu einem Blog ist ???
Deutschland ist halt doch nicht so ein Internetland wie immer wieder gerne behauptet wird. Die meisten Menschen nutzen das Internet allenfalls um Emails zu verschicken oder die Lottozahlen zu suchen.
Gerhard Zirkel
Naja, so ganz pessimistisch würde ich den Internet-User in Deutschland nicht sehen. Nur der Begriff des Web 2.0 ist extrem schwammig. Alle reden davon – aber anscheinend hat sich noch keine richtige Definition des Begriff durchgesetzt.
Wenn man sich darauf einigt, dass User der Inhalt generieren, dann haben wir doch schon seit Jahren das Web 2.0 und viele nutzen es auch – siehe Foren, Blogs etc.
Nur das es sich dabei um das besagte Web 2.0 handelt, dass wissen eben die wenigsten
Gruß
Hofpils
Ich hätte gedacht, dass es noch weniger sind. Wenn ich in meinem Beekanntenkreis (in der realen Welt
) rumfragen würde, könnte fast niemand was mit dem Begriff anfangen. Jeder Fünfte ist doch schon ganz ordentlich.
Web 2.0 ist ein Webmaster- und SEO-Hype (20%?) ohne jeglichen Content, ohne wirkliche Neuerungen – den User interessierts eher nicht. Interaktivität -früher Foren, Gästebücher, vor allem aber Usenet- gibts schon immer, der übrige Rest ist wohl ausschließlich SEO-Link-Manipulation in verschiedensten Formen.
Linklisten und Kataloge werden durch Blogs, Social-Networks, Social-Bookmarking der SEOs untereinander ergänzt. Allerdings ist es immer für Google-Adsense gut, müsste also eher Google-Web heißen. Der User achtet dagegen eher auf Datenschutz und verscheißert im Notfall die “Betreiber”. Die Masse jedoch war und bleibt passiv.
Ich möchte mich den Ausführungen von “pr_sniper” ausnahmslos anschließen. Auch wenn bereits viele interessante Web 2.0 Angebote im Internet zu finden sind, so tauchen immer mehr Projekte auf die sich gegenüber dem Nutzer als Web 2.0 (Beta) outen, am Ende dann doch “nur” irgendeine Dienstleistung anbieten die den oftmals passiven (!) Nutzern einen mehr oder weniger hohen Mehrwert bieten – Wo “Web 2.0″ drauf steht ist nicht immer “Web 2.0″ drin. Da verwundert es mich kaum, das viele Internetnutzer mit den Trend-Begriffen absolut nix anfangen können. Teilweise ist es auch traurig mit anzusehen, wie aus vielen bestehenden Webseiten durch einfaches ändern des Layout und Integration einiger interaktiver Elemente plötzlich ein Web 2.0 Angebot wird. Ja so ist das mit dem “Trend”.
Und zum Thema aktive User : Seht euch ODP und Wikipedia an. Beide Projekte haben ohne Zweifel ihren Mehrwert, allerdings war dieser vor wenigen Jahren noch um einiges höher. Im Web 2.0 Segment wird sich hoffentlich zeitnah die Spreu vom Weizen trennen. Und erst dann macht es Sinn die User mit einem passenden Oberbegriff für die übriggebliebene Essenz zu konfrontieren. Denn mit Angeboten die der User mag und versteht befasst er sich auch genauer. Und das ein Begriff wie “Google” den Weg in den deutschen Duden geschafft hat, verdanken wir nur einem : Dem User.
[...] via SEO-United. [...]