Hilf mir dabei, verbreite die Idee. Ich suche Personen, die die Entwicklung einer von Wikis inspirierten Suchmaschine weiterführen. Ganz besonders suche ich Community Mitglieder, die zukünftig beim Aufbau von durch Menschen verbesserbaren Suchergebnissen mithelfen möchten, und Softwareentwickler, die helfen, eine Open Source Alternative für die derzeitige Internetsuche zu schaffen. (Jimmy Wales, Wikipedia Gründer)
Vor etwa einem Jahr überschlugen sich die Meldungen bezüglich der von Wikipedia Gründer Jimmy Wales geplanten Suchmaschine Wikiasari (wiki; schnell ; asari: stöbern). Zusammen mit Amazon und zahlreichen weiteren Geldgebern wollte man Google und deren Monopolstellung den Kampf ansagen. Schon für Juli diesen Jahren war der Launch der neuen, auf einer userbasierten Technologie aufbauenden Suchmaschine vorgesehen. Mit der Wikipedia Gemeinde im Rücken sollten Suchergebnisse entstehen, deren Qualität denen auf einem mathematischen Algorithmus basierenden Suchmaschinen überlegen sein sollte…
Auch andere Suchmaschinen verfolgen den Ansatz, die Qualität der Suchergebnisse durch das Einfließen von manuell erstellen Daten zu verbessern. Während z.B. Yahoo Daten von delici.us in die Ergebnisse mit einfließen lässt, setzt Google immer mehr auf Trackingmethoden, bei denen das Verhalten der Besucher ein entscheidendes Kriterium darstellt.
Heute ist der 2te November. Das Konzept von Jimmy Wales, in nur wenigen Monaten eine konkurrenzfähige Suchmaschine auf den Markt zu bringen, scheint gescheitert zu sein. Wenn man den einleitenden Abschnitt liest, erkennt man einen Idealisten. Warum sollte es nicht möglich sein, dass nicht Maschinen sondern der Mensch die Struktur des Internets bestimmt. Das Internet bietet uns die Möglichkeit, einander ein Stück näher zu kommen. In welchem Umfang dieses geschieht, überlassen wir mittlerweile den Maschinen.
Dieses und das damit verbundene Scheitern der Suchmaschine Wikiasari hat einen Grund. Der Mensch lässt sich leichter manipulieren und beeinflussen als ein mathematischer Algorithmus. Die Listen bekannter Social Bookmark Dienste haben längst nichts mehr mit der Summe der individuell abgegeben Bewertungen gemein. Es finden Absprachen statt, Seite werden gezielt gepusht oder Konkurrenten gedropped.
Zukünftig wird der Mensch zwar ein entscheidender Faktor bei der Bewertung der Inhalte des Internets werden, leider jedoch für ihn unbewusst und nicht nachvollziehbar. So werden automatisierte Trackingmethoden und nicht von Hand erstellte Empfehlungen in Zukunft eine Rolle spielen. Schuld sind wir alle zusammen, die wir uns immer gegen einzelne aus der Masse heraus ragende Individuen durchsetzen…
Gretus





























Eine Suchmaschine, deren Ergebnisse komplett von Menschen kontrolliert werden, wird es so schnell nicht geben. Wie im Artikel schon erwähnt, wäre ein solches Konstrukt noch leichter manipulierbar als bislang bekannte Suchmechanismen.
Man kann das bei nahezu jedem von Menschen geregelten Projekt sehen. Sogar bei Wikipedia werden immer noch gezielt Informationen manipuliert. Sei es durch das Verbreiten falscher oder Weglassen korrekter Informationen (zweiteres ist leider recht oft zu beobachten).
Über das ach so hochgelobte Verzeichnis dmoz hört man auch immer wieder Storys von Seiten die partout nicht aufgenommen werden, während die Konkurrenz längst gelistet ist.
Hinzu kommt noch, dass nur ein verschwindend kleiner Bruchteil der Internetuser überhaupt daran interessiert ist Suchergebnisse aktiv zu gestalten. Die meisten User sind schon froh, wenn sie google flinden.
Gerhard Zirkel
Hallo, ich finde es auch sehr schade das das Projekt von Jimmy Wales mit einer von Menschen überwachten Suchmaschine nicht verwirklicht wurde oder werden konnte. Das Problem besteht wirklich darin das Menschen halt korrupt sind oder sein können, schwarze Schafe gibt es überall. Jeder weiß selbst was es für Aufschreie gibt wenn wer sagt google hat manuell in den Algorithmus eingegriffen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt und Wiki ist einfach nur klasse!
Stoßender ist, dass Wikipedia ausgehende Links mit “nofollow” straft, solange sie nicht zu Projekten von Mister Jimbob Wales führen.
Denkt mal darüber nach…
Eben! Wikipedia könnte bereits vorhandenen Suchmaschinen unter die Arme greifen, in dem sie dieses Nofollow-Konstrukt entfernen…
Geh einen Schritt weiter:
Wikisari ist die billige Möglichkeit, unseren Content mit Targeted Ads zu vermarkten. Jede Suchmaschine ist lediglich die Vermarktung fremden Contents…
Wikipedia soll also nicht “Suchmaschinen” unterstützen sondern direkt den verlinkten Content…
Aber eben. Solange die Wikipedianer nicht merken, dass mit “nofollow” rein kommerzielle Absichten verfolgt werden – nämlich vom Wiki-Gründer selbst – wird sich dahingehend auch nichts ändern.