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Aktive und passive Links

SEO | | 18.04.2010, 21:30 | 24 Kommentare

Ziel eines Linkaufbaus ist die Abbildung einer möglichst natürlich wirkenden Linkstruktur. In der Praxis bedeutet dieses, dass man für Suchmaschinen erkennbare Muster beim Linkbuilding vermeiden und soweit wie möglich, z.B. bei den Linktexten, diversifizieren sollte…

Um erkennbare Muster in der Linkstruktur zu vermeiden, möchte ich im Zuge immer neuer Web 2.0 Angebote eine weitere Diversifikationsmöglichkeit ansprechen, nämlich die Unterteilung in `aktive´ und `passive´ Links:

Ein passiver Link ist ein ohne jegliche Initiative des Webseitenbetreibers gesetzter Link auf seine Webseite.

Ein aktiver Link ist ein mit Initiative des Webseitenbetreibers gesetzter Link auf seine Webseite.

Wo man einen passiven Link einfach auch als freiwillig gesetzten Link beschreiben kann, lassen sich aktive Links noch weiter unterteilen. Der typische aktive Link ist ein gekaufter oder gemieteter Link, auch jedoch ein Follow-Link aus einem Kommentar oder einer Forensignatur sind aktive, d.h. vom Webseitenbetreiber selbst initiierte Links auf seine eigene Webseite.

Spannend wird beschriebene Unterscheidung von Links, wenn man sie unter dem Gesichtspunkt der Diversifikation betrachtet. Wo es bei passiven Links sicherlich erstrebenswert ist, von möglichst vielen Quellen freiwillig verlinkt zu werden, kann eine hohe Diversifikation bei aktiven Links schnell auch unnatürlich wirken.

Geht man z.B. bei einem Kommentar in einem Weblog davon aus, dass der Kommentator den Blog regelmäßig liest und vielleicht sogar abboniert hat, wirkt eine einmalig aus den Kommentaren eines Weblogs verlinkte Seite eher unnatürlich. Ähnlich verhält es sich, wenn eine Webseite beispielsweise aus den Kommentaren von 200 unterschiedlichen Blogs verlinkt wird. Unmöglich, dass der Webseitenbetreiber alle diese Weblogs regelmäßig liest.

Lange Rede, kurzer Sinn, neben einem ausgewogenen Verhältnis von aktiven und passiven Links, sollte man beim Linkbuilding aktiver Links nicht nur auf Diversifikation, sondern tatsächlich auch auf das Gegenteil, also auf die Wiederkehr regelmäßiger Strukturen achten.

Gegen eine regelmäßige Beteiligung an für das Thema einer Webseite relevanten Web 2.0 Angeboten bzw. die hieraus resultieren Backlinks wird keine Suchmaschine etwas einzuwenden haben, gegen eine nur zur Linkgenerierung vorgetäuschte Aktivität auf unzähligen Angeboten irgendwann aber schon ;-)

Gretus

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Kommentare zu diesem Beitrag:

  1. Mißfeldt Website sagt:

    Hehe, witzig. Am besten sollte man überhaupt nicht über SEO nachdenken, dann kann auch nichts schiefgehen :D

    Ich habe noch nie bei Web 2.0 Plattformen wie YouTube oder Blogs auf “Diversifikation” geachtet. Das richtet sich vermutlich an die, die “Sofortkredit” oder “Urlaubsplaner” mit Vornamen heißen…

  2. Gretus sagt:

    Hallo Martin,

    Du solltst eben nicht diversifizieren, sondern immer nur bei uns kommentieren ;-)

    Grüße

    Gretus

  3. Markus Website sagt:

    200 Weblogs zu lesen ist dank Feed Reader durch aus möglich. Ich hab immer so ca. 200 in meinem Reader. Was mich interessiert wird gelesen und evtl. kommentiert, viel wird nur angelesen bzw. bereits beim lesen des Titels als unrelevant angesehen. Das darf man denke ich nicht pauschal als negativ bewerten in der heutigen Zeit.

  4. Andiministrator Website sagt:

    Ich denke, dass man eine Unterteilung von außen nur schwer erkennen kann. Bei den Blog-Kommentaren können durchaus auch einzelne Kommentare natürlich sein, etwa wenn man beim Surfen oder Recherchieren über einen Blogbeitrag stoplert und seine Meinung nur zu dem einen Beitrag hinterlassen möchte, der Blog selbst aber nicht relevant ist.

    Am sinnvollsten erscheint mir immernoch ein Linkaufbau mit einer chaotischen Verlinkung, d.h. komplett ohne Strategie, da ist die Gefahr einer Mustererkennung am geringsten.

  5. Alf Website sagt:

    Man sollte natürlich auch immer im Hinterkopf behalten, dass SEO Maßnahmen nur die erste Hürde sind, hat man keinen guten Content für die User wird der Umsatz langfristig auch kaum steigen können.

  6. Millus Website sagt:

    Hat nicht alles am Ende ein Muster? :)

    Man müsste hier eine Definition von “chaotische Verlinkung” stellen. Wann ist eine Verlinkung chaotisch, wenn ein Link in verschiedensprachigen Blogs und Foren und bei den unterschiedlichsten Themen gesetzt wird?

    Kann nicht eine “chaotische Verlinkung” schnell zu einem Spam Muster werden?

  7. Gretus sagt:

    Hallo Millus,

    die Fragen sind mir für einen Montagmorgen noch zu hoch ;-)

    Grüße

    Gretus

  8. Florian Lerch Website sagt:

    Hehe, soll also letztendlich bedeutet wer hier kommentiert und mitließt sollte das auch in Zukunft tun^^ Cleverer Schachzug

  9. TreasureZone Website sagt:

    Ich wußte bis her gar nicht, dass es aktive und passive Links gibt. Jetzt erzeuge ich also nun gerade einen aktiven Link auf meinen Blog? :-)

  10. [...] Gretus von seo-united hat sich im letzten Monat mit der Frage beschäftigt, welche Relevanz die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Links durch Suchmaschinen hat [...]

  • Stefan: Dann bin ich mal gespannt…
  • Axel Sam: Aus langer sich Nein, aber für eine kürzere Zeit ist das natürlich möglich...
  • Olga: Der Pagerank hat mich auch irritiert. Bei den Suchergebnissen stehen oft die...
  • Frank: Wenn der Pagerank für Google nicht so wichtig wäre, würde sich Google nicht so...
  • Stefan Wienströer: Bin von 4 auf 5 gekommen, ist mir aber eigentlich egal^^
  • Katharina Wo Webseite in Suchmaschinen anmelden?
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