Wie Alexander in seinem Artikel `Suchmaschinen im mobilen Zeitalter´ bereits festgestellt hat, greifen immer mehr Nutzer auch mobil auf das Internet zu. Moderne Suchmaschinenoptimierer müssen sich im Zuge dessen die Frage stellen, welches eigentlich der effektivere bzw. effizientere Traffickanal für das eigene Produkt ist? Wo bislang zumeist immer die Suchmaschine Google der vorherrschende Kanal war, wandert das Suchvolumen zunehmend in mobile Appstores wie i-Tunes oder den Android-Market ab.
Fakt ist, dass Menschen nicht nur zunehmend mobil online sind, sondern auch mobil Informationen suchen, Videos anschauen, shoppen, Hotels buchen, Autos mieten und anderen Aktivitäten nachgehen.
Der daraus resultierende Trend ist klar: Immer mehr Unternehmen wollen ihr Angebot auch mobil verfügbar machen. Wo sich dieses bei einfachen Informationsseiten noch relativ einfach realisieren lässt, wird es entgegen der Behauptungen von entsprechenden Dienstleistern, bei Seiten mit Buchungsmaschinen oder Warenkörben mit anschließenden Bezahlungssystemen sehr schnell extrem aufwendig und damit auch teuer.
Aus Kostengründen kommt während der Planungsphase daher oft die Frage auf, ob man sich auf eine mobile Internetseite konzentriert oder den Fokus auf eine Applikation setzen sollte? Der größte Vorteil ist die jeweilige Nutzung eines starken Traffickanals (Google vs. Appstore), der daraus resultierende Nachteil das Aussparen einer anderen großen Zielgruppe. Auch wenn es zunehmend Menschen gibt, die entweder gar keine oder ständig Applikationen nutzen, teilen sich diese grundverschiedenen Nutzergruppen doch in zwei ungefähr gleich große Hälften auf.
Dieses bedeutet, dass man im Idealfall sowohl eine App als auch eine mobile Seite haben sollte. Was ist aber nun, wenn man sich aus Kostengründen doch entscheiden muss? Entwickelt man eine Applikation, zum Beispiel für das i-Phone oder doch eine mobile Internetseite?
Meine persönliche Meinung geht klar in Richtung der mobilen Seite mit Optimierung auf die wichtigsten Geräte. Natürlich riskiert man so, die wichtigsten Keywords in den Appstores nicht rechtzeitig zu besetzen, auf der anderen Seite wirkt es aber auch sehr unprofessionell, eine Marke mobil zu labeln und dann keine auf mobile Endgeräte optimierte Seite zur Verfügung stellen zu können. Wenn jedoch die Voraussetzungen (Schnittstellen, Zahlsystem, Logik) für eine mobile Seite geschaffen sind, ist der Weg zu einer Applikation nicht mehr weit…
Constantin





























Ich bin auch für die mobile Version der Seite. Der Grund ist einfach: Oft reicht hier ja schon CSS, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nur weil jeder Konzern meint, er müsse seine eigenen tollen Standards durchprügeln, ist man erst in dieser Lage.
Apps für mobile Geräte könnte man dann zusätzlich entwickeln, wenn es besonderen Sinn hat. Zum Beispiel Übersetzungen, Restaurants oder sowas.
Ich finde, es fehlt aber ein Aspekt im Posts: Die Community. Wozu hat man sie denn? Soll sie doch die Apps machen!
Auf der einen Seite muss man natürlich sehen, dass so ein App dann eben auch wirklich nur auf Apple abzielt und sich momentan noch nicht absehen lässt, welche System in den nächsten Jahren den mobilen Markt dominieren werden. Auf der anderen Seite funktionieren viele Websites aber auch so schon sehr gut auf mobilen Endgeräten, bzw. wenn dann sind oft nur minimale Anpassungen notwendig.
Durch den Boom bzgl. Apps hat man schon eine “Zweiklassengesellschaft”. Auf der einen Seite die normalen, mobilen Websites und auf der anderen die Apps, die jeweils für verschiedene Plattformen seperat erstellt werden müssten (iPhone, Android, Blackberry, WebOS usw.). Es kommt natürlich auch darauf an, was man im Angebot hat – eine reine Infoseite die ein Unternehmen vorstellt hat in einer möglichen App-Variante doch wenig Sinn.