Die Taktik des Suchmaschinengiganten Google geht langsam auf. Durch das kürzliche PR Update, bei welchen zahlreiche Webseiten an PageRank verloren haben, scheint nun auch der letzte Webseitenbetreiber endlich begriffen zu haben, dass Link nicht gleich Link ist…
Neben der Themenrelevanz, welche für Suchmaschinen ein Indiz darstellt, dass es sich um eine echte Empfehlung zu weiterführenden Informationen handelt, spielt vor allen Dingen die Linkposition eine entscheidende Rolle bei der Bewertung von Links. Footerlinks, Verweise auf Linkpartnerseiten oder völlig themenfremde Backlinks werden von den Suchmaschinen generell abgewertet. Immer noch einen positiven Einfluss auf das Ranking einer Webseite haben so genannte Contentlinks, also Links direkt aus dem Text heraus.
Wer sich bislang mit Hilfe zahlreicher Programme mit wenig Mühe unzählige Backlinks in Webkatalogen bzw. –verzeichnissen verschaffen konnte, sollte sich spätestens jetzt ebenfalls damit beschäftigen, sinnvollen und zusammenhängenden Content zu generieren.
Obwohl das Schreiben von informativen Texten eigentlich eine der Hauptaufgaben eines jeden Webseitenbetreibers sein sollte, versuchen viele es sich auch hier so einfach wie möglich zu machen. Eine zunehmend immer beliebter werdende Alternative, Backlinks innerhalb eines Textes unterzubringen, sind so genannte Artikelverzeichnisse.
Artikelverzeichnisse sind eine Ansammlung von Artikeln bzw. Texten zu den verschiedensten Themen und Bereichen. Als Gegenleistung für den gelieferten Content, darf man in der Regel ein oder auch zwei Backlinks innerhalb des geschriebenen Artikels einfügen.
Mittlerweile gibt es unzählige dieser Verzeichnisse. Viele der Betreiber veröffentlichen nahezu jeden eingesandten Artikel. Das einzige Kriterium ist oft nur die Länge, selten noch die Individualität, fast nie die Qualität der eingesandten Texte.
Durch die mangelnde Qualitätskontrolle, aber auch durch die Tatsache, dass viele `Schreiber´ ihren Artikel gleich in mehrere Verzeichnisse eintragen, und wenn überhaupt nur minimal abändern, finden sich mittlerweile haufenweise identische Berichte, Analysen oder Geschichten zu immer wieder gleichen Webseiten, Produkten oder Dienstleistungen.
Artikelverzeichnisse bieten immer noch eine geeignete Möglichkeit, um sich mit wenig Mühe einige starke Links zu beschaffen, sie führen jedoch unweigerlich auch dazu, dass das World Wide Web in zunehmenden Maße mit identischen und oft qualitativ minderwertigen Inhalten zugemüllt wird.
Den meisten SEOs scheint diese Tatsache egal und das Ranking der eigenen Webseite wichtiger zu sein. Offenbar fehlt in vielen Fällen die Abstraktionsfähigkeit, dass das Internet zwar groß, nicht aber unendlich ist. Genau wie der achtlos weggeworfene Müll am Wegesrand, wird auch der lieblos geschriebene Text irgendwann einmal negative Folgen nicht nur für die Qualität des Suchergebnisse, sondern auch für einen selbst haben.
Wir wären alle einen Schritt weiter, wenn jeder die für das Schreiben bzw. Umschreiben zahlreicher Artikel verwendete Zeit für das Erstellen von sinnvollen Inhalten für die eigene Homepage nutzen würde.
Wer danach immer noch nicht genug hat, sollte sich zumindest die Mühe machen, den selbst geschriebenen Text sinnvoll unterzubringen. Anstatt diesen in Artikelverzeichnissen untergehen zu lassen, kann man z.B. Betreiber von thematisch passenden Webseiten anschreiben und fragen, ob Interesse an qualitativen Content besteht. Viele Webseitenbetreiber freuen sich über kostenlosen Inhalt für die eigene Webseite und sind gerne bereit, im Gegenzug einen Link zu setzen. Der Vorteil dieser Alternative ist, dass in der Regel auch eine qualitative Kontrolle der Texte stattfindet.
Wem der Status eines `Gastschreibers´ nicht zusagt, kann sich gerne weiterhin mit Links aus Artikelverzeichnissen begnügen. Früher oder später werden diese ihre Wirkung verlieren und auch der letzte SEO wird zumindest zeitweise seine Arbeit damit verbringen, einfach nur zu schreiben…
Gretus





























da gebe ich dir völlig recht. erst waren es die Webkataloge , früher oder später sind es AVs. Es macht keinen Sinn aus jedem x’ten AV einen Link zu erhalten. Hier zählt wieder Qualität statt Quantität. Bin dazu übergegangen Webmaster anzufragen als “Gastschreiber”. Das wird bereits in den USA häufig gemacht z.B. Blog von John Cow und Daren Rowse
Naja, Webkataloge sind für eine gewisse Basis an Backlinks schon notwendig (damit die Seite überhaupt in den Serps oder gar im Index auftaucht) Allem voran DMOZ ist recht wichtig, da es einerseits von Google selbst verwendet wird, andererseits bekommt man durch die vielen DMOZ-”Klone” (die trotz dc im Index sind) schnell mal 200-300 Links zusammen (war zumindest bei mir am Anfang so)
Danach schaut man sich nach anderen braubaren Webkatalogen um. Danach sind Artikelverzeichnisse drann (da die “brauchbaren” Webkataloge schon aus sind)Irgendwann dann, wenns die Seite halbwegs vollständig in den Index geschaft hat, kann man anfangen (themenrelevante) Links zu tauschen (denn wer tauscht mit einer pr 0 Seite die es grad mal in den Index geschaft hat und noch immer drann arbeitet vollständig indexiert zu werden?)
Die Idee als Gastschreiber ist zwar ganz nett, aber mal ehrlich, 100 Webmaster fragen ob man was verfassen darf? Schon klar das SEO seine Zeit braucht, aber man sollte schon im Hinterkopf haben das die Seite nach ein oder zwei Jahren schon langsam in den vorderen Serps erscheinen sollte… Gastschreiben kann man ja mal nebenbei machen, oder wenn die anderen Möglichkeiten vorerst “ausgeschöpft” sind. Und wenn der “Grundstein” mal gelegt ist, spricht ja nichts dagegen auch “ausgefallenere” bzw. “zeitgemäßere” Link-sammel-Methoden auszuprobieren und ihren Erfolg auszutesten…
Ich denke auch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die AVs an Wert verlieren. Aber kommt Zeit kommt Rat…
Guter Beitrag!
@mhoenerbach, die Zeit ist schon gekommen. Es sind viele AV’s abgewertet wurden. Die Gründe stehen zum Teil oben. Es gibt derzeit nicht mehr viele, die wirklich viel bringen. Die meisten bringen allerdings noch etwas und so lange man sich so einfach Backlinks versorgen kann, wird der Boom weiter anhalten, bis viele merken, dass der Aufwand minimiert werden sollte und lieber eigener guter Content erstellt werden sollte. Einige Links wird man immer brauchen.
Um seinen Projekt einen gewissen Startschub zu geben eignen sich natürlich immer noch (gute) Webkataloge und AVs, vor allem wenn diese Seo technisch auf dem neusten Stand sind. Auf nxplorer.net/Artikelverzeichnisse.html gibts ne gute Übersicht.
Man sollte nicht alle AVs unterbewerten und als Notlösung ziehen Sie immer!
Sorry, aber da steht ne Menge Mist in deinem Beitrag. Geht bereits los mit der Themenrelvanz bei Backlinks, die Google zur Zeit noch NICHT berücksichtigt!
Um eine neue Website zu pushen finde ich seriöse, themenspezifische Artikelverzeichnisse und Webkataloge (z.B. DMOZ) von Vorteil. Natürlich sollten die Artikel wie auch der Content auf der Website qualitativ und nicht quantitativ hochwertig sein um das Interesse des Besuchers zu wecken…
Ich teile in etlichen Punkten deine Meinung nicht, speziell zum Thema Themenrelevanz.
Derzeit ist Google die Relevanz einer Site nicht sehr wichtig, das beste Beispiel dafür ist natürlich Wikipedia: Inhalte zu jedem Thema auf diesem Planeten, null Fokus auf irgendein erkennbares Thema – aber stets auf Toppositionen.
Woher das kommt, ist auch klar: Backlinks und Seitentitel sind die Kriterien, die den längsten Hebel ansetzen.
Was ist der Unterschied zwischen einem AV und ner normalen Seite, die Artikel tauscht? *g* AV´s die DC aufnehmen etc verlieren an Wert und das ist richtig so, als Betreiber sollte man sein VZ schon sauber halten.
So lange es noch Wekataloge gibt, so lange sind auch AV´s noch ein gutes Mittel.