Der Google PageRank gibt den Verlinkungsgrad einer Webseite an. Gleichzeitig ist der PR ein Indiz für die Auffindbarkeit einer Webseite. Je höher der PageRank einer Seite, desto wahrscheinlicher ist es, dass ein Internetnutzer diese Seite findet…
So oder zumindest so ähnlich lautet die offizielle Definition des Google PageRanks, einem von den Gründern der Suchmaschine Google entwickelten Algorithmus, um die Wichtigkeit einer Webseite innerhalb der Infrastruktur des Internets bestimmen zu können. Zumindest der letzte Teil dieser Definition impliziert einen Aspekt, welcher bei der Beurteilung der Relevanz von Links immer wieder gerne vergessen wird; den Nutzer bzw. Besucher.
Ein Link soll nicht die verlinkte Webseite in den Suchergebnissen nach oben bringen, sondern den Besucher auf die Seite leiten. Eine zugegeben etwas gewagte These besagt also, dass eine Webseite mit einem hohem PageRank ebenfalls sehr viele Besucher hat. Diese können über sehr viele kleine, oder auch einige wenige Links auf sehr gut besuchten Seiten auf die Webseite gekommen sein.
Wie schon gesagt, kann man die eindeutige Relation von Traffic und PageRank wahrscheinlich durch unzählige Beispiele widerlegen, interessant wird es jedoch, wenn man das Ganze von einer anderen Seite betrachtet.
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Linkstruktur einer Webseite mit einem hohen PageRank aber kaum Besuchern nicht echt ist, dürfte relativ groß sein. Als Beispiel sei hier eine Webseite mit einem PR von 5 genannt, welche durch zwei gekaufte Footerlinks auf PR 7 Seiten ihren PR vererbt bekommen hat. Es ist anzunehmen, dass über die zwei Footerlinks kaum Besucher auf die Seite gelangen, die Diskrepanz zwischen PR und Besucherzahl ist bei dieser Seite also besonders groß.
Die Suchmaschine Google wird die Qualität von Webseiten nicht aufgrund der Beziehung zwischen PageRank und Besucherzahl fest machen, es ist jedoch gut möglich, dass Google Seiten aufgrund einer ungewöhnlich großen Diskrepanz in Bezug auf deren Linkaufbau genauer analysiert…
Gretus





























Glaube ich irgendwie nicht dran. Einfach, weil der Pagerank eben nichts über die Positionierung bei Google aussagt, sondern nur die Wahrscheinlichkeit abildet, daß ein Nutzer über Verlinkungen auf anderen Seiten, ohne Zuhilfenahme von Suchmaschinen, auf einer Seite landet.
Das hat 1998 auch noch so funktioniert. Seitdem beobachte ich aber einen stetigen Rückgang des “alten Surfens” im Sinne des “Link-Folgens” (tatsächlich scheint es das heute nur noch innerhalb Wikipedias in einem nennenswerten Umfangs zu geben). Besucher kommen heute zu 80-90% über Google.
Insofern kann Google eine Diskrepanz zwischen Links (=Pagerank) und Besucherzahlen IMHO nicht wirklich als Entscheidungsgrundlage heranziehen.
Hallo,
es ist doch immer dasselbe. Irgendwelche “SEOs” denken sich Dinge aus, um bei G nach vorne zu kommen. Das klappt sicherlich einige Zeit und nach einiger Zeit schaut G, wie Du schon vermutest etwas genauer hin und der Vorsprung ist weg oder die Seite wird abgestraft. So wie vor einigen Tagen, als gewisse Seiten an PR verloren. Und die Moral der Geschichte: “Glaube nicht, dass die Suchmaschinen doof sind, sie sind nur langsamer…”
Hi,
ich denke, wir alle wissen, dass die Position bei Google so gut wie nichts mit dem PR zu tun hat. Die Zahl der Besucher hat aber entscheidend mit der Position bei Google zu tun. Der PR verändert sich sogar mit der Position. Weil man gut gefunden wird, können andere Webmaster überhaupt erst auf die Idee kommen, die eigene Seite zu verlinken. Und wie nochmal kommt Google auf die Besucherzahlen, woher wissen die das? Vom PR, der nichts mit dem Ranking, aber sehr wohl mit der Verlinkung zu tun hat, die wieder verbessert wird, wenn das Ranking gut ist? Hier dreht sich mir alles…
Ich glaube im zweiten Absatz, “Webseite mit einem hohen PageRank aber kaum Besuchern nicht echt ist”, ist die logische Kette abgebrochen. Woher weiß Google die Besucherzahlen, wenn Sie sich nicht an die oben genannte “gewagte These” halten? Woher soll diese Diskrepanz kommen?
lieben Gruß
suche23
Hallo,
in letzter Zeit wurde des Öfteren diskuttiert, wie Google unechte Links bestimmt. Der Abgleich von Besucherzahl und PR könnte unter Umständen ein erstes Indiz für einen unechten Linkaufbau sein. Wie Martin jedoch angemerkt hat, ist das Ganze wohl gar nicht so einfach, die Besucherzahlen sind da nur das kleinste Problem…
Grüße
Gretus
Gretus sagte:
“Der Abgleich von Besucherzahl und PR könnte unter Umständen ein erstes Indiz für einen unechten Linkaufbau sein”
Das ist doch ein weiteres Steinchen zur Erkenntnis, dass man Analytics dann doch nicht nehmen sollte wenn man etwas zu “verbergen” hat. Damit macht man es Google zu leicht.
Externe Uni-Projekte haben meist kein hohes Besucheraufkommen, werden jedoch gut verlinkt. Und gehen aus der Geschichte selten unter einem von Pr4 nach Hause – eher sinds gute 5er oder 6er. Diese Seiten bekommen 20-30 Besucher am Tag ab. Was passiert mit denen?
Hi,
ja, was so alles diskutiert wird und in der Vergangenheit wurde, ist noch lange nicht Realität. Natürlich könnte man aus mancherlei Quellen (Adsense, Analytics, Toolbar) versuchen auf die Besucher zu schließen, aber es bleibt der Zirkelschluss, dass die Anzahl fast nichts mehr mit irgendwelchen Links zu tun hat, sondern mit der Position bei Google. Und nun soll der Grund mit seiner eigenen Folge neu bewertet werden. Und kaum ein Projekt hat ausschließlich “unechte Links”. Jetzt hätte ich eine Differenz entdeckt, aber welche der eingehenden Links sind nun falsch. Welcher Rückschluss wäre denn erlaubt. Der Aufwand dies zu bewerkstelligen ist doch relativ hoch, wenn man die Daten nicht sowieso schon hat und die Aussage ist weniger als wage.
lieben Gruß
suche23
PR juckt mich überhaupt nicht. Habe sogar schon vor Monaten das Firefox-Addon rausgeschmissen.
Ich betreibe Websites, die seit Jahren nicht über einen PR von 3 herauskommen. Die sind in Google bei gefragten Einzelbegriffen top gerankt, direkt nach Wikipedia, man kommt nicht dran vorbei.